Viele Einsätze aber dennoch relativ glimpflicher Ausgang

Das Unwetter über dem ILS Bereich Bayreuth/Kulmbach hat die Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, und den Hilfsorganisationen auf Trab gehalten. Die Einsätze waren meist örtlich begrenzt. Vorsorglich wurden einige Veranstaltungen unterbrochen und die Veranstaltungsplätze zum Teil geräumt.

Die Einsätze mussten vor allem von den Feuerwehren in den Gemeindebereichen Bindlach, Bad Berneck, Hollfeld und Waischenfeld, sowie im Stadtgebiet von Pegnitz abgearbeitet werden. Hier waren es meist vollgelaufene Keller oder überspülte Straßen, die einen Einsatz erforderlich machten. Auf der Bundesautobahn A9 musste kurzzeitig eine Unterführung auf dem Zubringer für die BAB70 wegen Überflutung kurzzeitig gesperrt werden. Die Bundesstraße B303 wurde nahe Escherlich überschwemmt und verunreinigt. Im Landkreis Kulmbach mussten die meisten Einsätze im Bereich um Hegnabrunn gefahren werden. Auch hier waren es meistens vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. In Kulmbach wurde aufgrund der Einsatzlage die Kreiseinsatzzentrale in der Feuerwache in Betrieb genommen.

Wegen des Unwetters wurden auch vorsorglich zwei Veranstaltungen unterbrochen und von Hilfskräften geräumt. In Waischenfeld wurden rund 100 Kinder eines Zeltlagers von den Feuerwehren und den Helfern der Malteser vor dem Unwetter in eine Schulturnhalle in Sicherheit gebracht. Auch ein Musikfestival in Scherleithen wurde kurzzeitig unterbrochen.

In der Zeit von 18:00 Uhr bis Mitternacht gingen in der personell voll besetzten ILS Bayreuth/Kulmbach rund 550 Notrufe ein, darunter viele doppelte Einsatzmeldungen. Sämtliche Einsatzkräfte der ILS und den Feuerwehren, dem THW und den Hilfsorganisationen vor Ort arbeiteten routiniert Hand in Hand. Tatsächlich kam es im Leitstellenbereich zu etwa 150 Unwettereinsätzen und 60 Einsätzen für den Rettungsdienst. Hinzu kamen rund 160 Infoeinsätze, bei denen Auskünfte erteilt wurden oder Ämter, Behörden und andere Stellen informiert wurden.

 

Text: Frank Zeissler, BRK Bayreuth
Symbolfoto: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit