Zu einen schweren Verkehrsunfall wurden am Freitag, dem 28.08.2015, gegen 15:30 Uhr die Feuerwehren aus Creußen, Neuhof, Engelmannsreuth, Schnabelwaid, Haidhof, Birk und die ständige Wache Bayreuth alarmiert.

Der Einsatzort befand sich auf der Staatsstraße 2184 zwischen der Abzweigung Letten und Neuhof.

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Die erst eintreffenden Rettungskräfte fanden einen brennenden LKW und einen Opel Corsa vor, die beide frontal zusammen gestoßen waren. Ersthelfer hatten bereits die verunglückte Fahrerin des PKWs geborgen, der LKW-Fahrer konnte sich selbst in Sicherheit bringen.

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Der an die Unfallstelle geeilte Notarzt konnte der Frau nicht mehr helfen, sie verstarb noch an der Unfallstelle.

Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer anfänglich mit Wasser, da sich die Unfallstelle in einem Wasserschutzgebiet befand. Die Ladung des LKWs, Kunststoffteile für die Automobilindustrie, erforderte es aber, dass letztlich der Brand mit Schaum bekämpft werden musste.

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Auslaufende Betriebsstoffe wurden mit einem Wall aus Ölbinder eingedämmt und anschließend abgesaugt. Ein Mineralölhändler pumpte den Diesel des LKWs ab.

Zur Einsatzstelle eilten neben den Rettungskräften auch ein Vertreter des Landratsamtes, des Wasserwirtschaftsamtes und des örtlichen Wasserversorgers.

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Die Polizei war mit drei Streifenbesatzungen vor Ort. Der Staatsanwalt zog zur Ermittlung einen Sachverständigen hinzu. Dieser nahm zu Beweissicherung die Hilfe einer Flugdrohne in Anspruch.

Die Staatsstraße war mehrere Stunden gesperrt. Die Verkehrsumleitung übernahm die Feuerwehr.

Polizeibericht:

Tödliche Verletzungen erlitt am Freitagnachmittag eine ältere Frau, als sie bei Creußen mit ihrem Auto gegen einen Lastwagen prallte. Beide Fahrzeuge brannten komplett aus. Die Identität der Autofahrerin ist gegenwärtig noch nicht abschließend geklärt. Derzeit (Stand: 19.30 Uhr) ist die Unfallstelle für Bergungsarbeiten noch komplett gesperrt.

Die Seniorin war mit ihrem Opel Corsa auf der Ortsverbindungsstraße von Creußen in den Stadtteil Neuhof unterwegs. Zirka 250 Meter vor Neuhof geriet sie aus noch ungeklärter Ursache mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem entgegenkommenden 7,5-Tonner zusammen. Zeugen befreiten die Fahrerin aus dem Auto, leisteten sofort Erste-Hilfe und wählten den Notruf. Doch auch die Bemühungen eines Notarztes, der mit dem Rettungshubschrauber vor Ort kam, waren vergebens. Die Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Der 38-jährige Lastwagenfahrer erlitt einen Schock.


Zwischenzeitlich begann der Opel zu brennen und die Flammen griffen rasch auf den Lastwagen über. Trotz des schnellen Einsatzes mehrerer Feuerwehren, konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass beide Fahrzeuge vollständig ausbrannten.


Ein Staatsanwalt aus Bayreuth machte sich vor Ort ein Bild von dem Verkehrsunfall und ein hinzugezogener Sachverständiger unterstützte die Beamten der Polizei Pegnitz bei der Klärung der Unfallursache.


Den zahlreichen Feuerwehrkräften gelang es weitestgehend, das Auslaufen von Betriebsstoffe in das Erdreich des umliegende Wasserschutzgebiets zu verhindern. Dennoch wurde zur Einschätzung einer möglichen Umweltgefährdung eine Vertreterin des Wasserwirtschaftsamtes Hof verständigt, die ebenfalls vor Ort kam.


Der Gesamtschaden an dem Opel, dem Lastwagen, der mit Autoteilen beladen war, sowie der Fahrbahn, beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf zirka 130.000 Euro.

Fotos: Gerhard Eichmüller, Text: Polizeipräsidium Oberfranken  + Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit