Schwerer VU A9 Marktschorgast

12.10.2005

In der Nacht vom 10.10.05 zum 11.10.05 ist es auf der BAB 9 nähe Marktschorgast zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Die Feuerwehren Bad Berneck, Himmelkron-Lanzendorf und Bayreuth waren mit einer schwierigen technischen Rettung konfrontiert, um den Fahrer aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Dieser war mit seinem LKW auf einen PKW-Transport-LKW aufgefahren und verkeilte sich massiv in dessen Ladeauflieger. Positiv zeigte sich die Zusammenarbeit der alarmierten Feuerwehren, da ein hoher Koordinationsaufwand der einzelnen Rettungsteams untereinander erforderlich war um einen erfolgreichen Einsatzablauf zu gewährleisten. Diese arbeiteten parallel auf mehreren Rettungsplattformen um Stück für Stück eine technische Rettung durchzuführen.

Hierzu auch eine Richtigstellung unserer Pressesprecherin vom 12.10.2005:

Unglücklich formuliert ist die Berichterstattung vom 12. Oktober über den schweren LKW-Unfall auf der BAB 9 in Höhe der Ausfahrt Marktschorgast aus der Sicht der Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes, Carolin Rausch. Wie berichtet, war in der Nacht von Montag auf Dienstag ein LKW auf einen mit geringer Geschwindigkeit vorausfahrenden Autotransporter aus Russland aufgefahren. Der in seinem Führerhaus schwerst eingeklemmte Fahrer konnte nur Dank des umsichtigen und fachkundigen Handelns der Feuerwehren aus Bad Berneck, Himmelkron-Lanzendorf und Bayreuth mittels Schere, Spreizer und Hydraulikgeräten gerettet werden. Die völlig ineinander verkeilten LKW´s konnten nach dem Auffahrunfall nicht einfach mittels eines weiteren Zugfahrzeuges oder Kranes auseinandergezogen werden, ohne das Leben des Fahrers zu riskieren. In akribischer Feinarbeit schnitten daher die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr Metallteil für Metallteil um den Fahrer herum heraus. Nur durch das vorsichtige Vorgehen konnte der Fahrer nach 1 ½ Stunden aus seiner lebensbedrohlichen Lage gerettet werden. Während der gesamten Zeit wurde der 62-jährige Sachse notärztlich betreut. Das Befreien des Mannes gestaltete sich für die eingesetzten Kräfte körperlich wie psychisch zu einem besonders schweren Einsatz.
Der angeforderte 50-Tonnen-Kran einer Spezialfirma stand lediglich in Bereitschaft, um im zweiten Schritt die Fahrzeuge langsam auseinanderzuziehen und eventuell auf dem Autotransporter geladene Fahrzeuge abzuladen.

Nähere Informationen finden sich auf der Internetseite der Online-Berichterstattung von Radio Mainwelle

Bilder: Polizeipräsidium Oberfranken

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