Garagenbrand in Waischenfeld
24.03.2006
Kurz vor Mitternacht heulten am 23. März 2006 im westlichen Landkreis
Bayreuth rund um das Waischenfelder Umland Sirenen und Funkmeldeempfänger
der Freiwilligen Feuerwehren und warfen rund 70 Feuerwehrleute aus ihrer geplanten
Nachtruhe: Ein Garagenbrand in Waischenfeld machte das Eingreifen der Wehren
erforderlich.

Unter der Einsatzleitung der Kreisbrandmeister Herbert Neubauer und Waldemar
Adelhardt konnte insbesondere durch die schnelle Entsendung von Atemschutzgeräteträgern
Schlimmeres verhindert und das Feuer, dessen Rauchschwaden schon weit vor Waischenfeld
trotz finsterer Nacht zu sehen waren, rasch bekämpft werden: Denn ein besonderer
Schwerpunkt lag in der Abschirmung des direkt an der Garage angrenzenden Wohnhauses
vor einer Brandausweitung. Die Nachlöscharbeiten, speziell die Entrauchung
des Gebäudes mittels Überdruckbelüfter sowie das Auffinden von
Glutnestern mit Hilfe der Wärmebildkamera, zogen sich bis spät in
die Nacht.





Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit Inspektion
II
Nachfolgend findet sich ergänzend der Bericht des Polizeipräsidiums
Oberfranken:
Glück im Unglück hatte ein 81-jähriger Rentner bei einem Brand
in der Nacht zum Freitag.
Kurz vor Mitternacht verständigten Anrufer die Polizei, da ein Gebäudeanbau
in der Nachbarschaft lichterloh in Flammen stand. Beamte der Polizeiinspektion
Pegnitz, die schnell am Brandort eintrafen, konnten zusammen mit einem Nachbarn
den gehbehinderten 81-jährigen Hausbewohner aus dem bereits verqualmten
Wohnhaus retten. Der Rentner blieb unverletzt. Eine an das Wohnhaus angebaute
Doppelgarage und ein daran angebauter ehemaliger Pferdestall wurden ein Raub
der Flammen.
Zwei darin abgestellte Pkw`s brannten teilweise aus. Bereits nach einer halben
Stunde hatten die Feuerwehren aus Waischenfeld, Hannberg, Breitenlesau und Kirchahorn
mit 65 Einsatzkräften unter Leitung von Kreisbrandmeister Neubauer den
Brand gelöscht. Mit einer aus Eckersdorf angeforderten Wärmebildkamera
suchte die Feuerwehr versteckte Glutnester und löschte auch diese ab.
Der Rettungsdienst vom Malteser Hilfsdienst und dem Bayerischen Roten Kreuz
hielt sich mit sechs Helfern vorsorglich in Bereitschaft.
Die Brandursache ist zunächst noch unklar. Der entstandene Sachschaden
liegt bei ca. 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat noch in der Nacht
die Ermittlungen aufgenommen. |