Hagelschauer verursacht Unfallserie

31.03.2006

Trockau/A9. Plötzlich auftretender Hagel verursachte am Freitagmorgen auf der Autobahn A9 eine ganze Serie von Verkehrsunfällen. Drei Autofahrer erlitten zum Teil schwere Verletzungen, geschätzter Sachschaden 250.000 Euro.

Kurz vor 07.30 Uhr zog ein plötzlich auftretender Hagelschauer über den südlichen Landkreis Bayreuth. Wie aus dem Nichts wurden die Autofahrer auf der Autobahn A9 zwischen den Anschlussstellen Trockau und Bayreuth-Süd von einer ca. 2 cm hohen Eisschicht auf der Fahrbahn überrascht.
Im Bereich einer Gefällstrecke und einer langgezogenen Rechtskurve gerieten die ersten Fahrzeuge ins Schleudern und prallten gegen die Schutzplanke. Nachfolgende Autofahrer erkannten die Situation zu spät und verloren beim Bremsen ebenfalls die Herrschaft über ihre Fahrzeuge.

Ein Pritschenwagen stürzte auf die linke Fahrzeugseite und blieb auf der Standspur liegen. Nachfolgende Fahrzeuge fuhren auf bremsende Autos auf, touchierten die Leitplanke und blieben stark beschädigt auf der Fahrbahn liegen. Ein Honda aus dem Zulassungsbereich Fürth geriet ins Schleudern und ein nachfolgender Audi prallte dem querstehenden Fahrzeug frontal in die Seite. Insgesamt waren 12 Autos in die Unfallserie verwickelt.

Zum Glück erlitten lediglich drei Unfallbeteiligte Verletzungen. Der Fahrer des Honda, ein 52-jähriger Fürther, wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von den eingesetzten Feuerwehren aus Pegnitz, Trockau und Bayreuth unter Leitung von Kreisbrandinspektor Adolf Mendel aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Der Mann erlitt mittelschwere Verletzungen. Der Rettungshubschrauber flog ihn in ein nahegelegenes Krankenhaus. Ein 32-jähriger Autofahrer aus der Ukraine und der 63-jährige Beifahrer des umgestürzten Pritschenwagens erlitten leichte Verletzungen.

Der Rettungsdienst von BRK und Malteser Hilfsdienst übernahm die Erstversorgung und brachte die Männer in die Kliniken.

Die Autobahn war durch die unfallbeschädigten Fahrzeuge und Trümmerteile total gesperrt. Die Autobahnmeisterei musste die Fahrbahn mit einer Kehrmaschine reinigen. Nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen, sowie der Unfallaufnahme konnte die Totalsperre gegen 10.00 Uhr aufgehoben werden. Der entstandene Rückstau mit einer Länge von ca. 4 Kilometer wurde durch das THW Pegnitz abgesichert.

Der Gesamtsachschaden des Unfalls liegt nach ersten Schätzungen bei ca. 250.000 Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Oberfranken

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