Umgestürzter Anhänger löste Unfallserie aus
13.05.2007
A 9/BETZENSTEIN, LKR. BAYREUTH. Ein 37 Jahre alter Mann erlitt bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nacht zum Freitag tödliche Verletzungen.
Ein 42-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Wunsiedel war mit einem VW Passat mit Anhänger auf der Autobahn A 9 in Richtung Bayreuth unterwegs. Kurz nach der Autobahnanschlussstelle Hormersdorf verlor er, im Bereich einer leichten Gefällstrecke, die Herrschaft über sein Fahrzeug. Das Auto und der Anhänger kamen nach rechts von der Fahrbahn ab, prallten gegen die Schutzplanke, schleuderten dann quer über die drei Fahrspuren an die Mittelschutzplanke. Dort blieb der VW Passat quer zur Fahrbahn auf der linken Fahrspur liegen. Der Anhänger ragte teilweise bis in die Fahrbahnmitte.
Nach dem Unfall stieg der 37 Jahre alte Beifahrer aus dem Landkreis Tirschenreuth aus dem Fahrzeug aus und ging nach hinten zum Anhänger. Ein nachfolgender 50-jähriger Autofahrer aus dem Raum Nürnberg konnte zwar dem Hindernis auf der linken Fahrspur noch ausweichen, erfasste aber den 37-Jährigen frontal und schleuderte den Mann auf die Fahrbahn. Durch den Anprall geriet der Ford Escort ins Schleudern, prallte gegen die rechte Schutzplanke und blieb stark beschädigt auf der Standspur liegen.
Der 37-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Die anderen Unfallbeteiligten erlitten leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte die Personen in nahegelegene Krankenhäuser.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bayreuth zogen die Beamten der Verkehrspolizei Bayreuth einen Sachverständigen zur Unfallaufnahme hinzu und stellten die Unfallfahrzeuge sicher.
Die Feuerwehren aus Plech und Ottenhof sicherten die Einsatzstelle ab und übernahmen zunächst die Ausleuchtung der Unfallstelle, bis sie vom Technischen Hilfswerk Pegnitz abgelöst wurden.
Die Fahrbahn war auf einer Länge von 150 Metern durch ausgelaufenes Motoröl und Kühlerflüssigkeit sowie Fahrzeugteile verschmutzt. Die Autobahnmeisterei setzte zur Reinigung eine Kehrmaschine ein.
Im entstandenen Rückstau kam es noch zu einem folgenschweren Auffahrunfall. Ein Lkw-Fahrer übersah das Stauende und fuhr mit seinem Sattelzug nahezu ungebremst auf einen bereits stehenden Sattelzug auf. Da Dieselkraftstoff auslief, kam es zu einem Brand, den eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizei Bayreuth bis zum Eintreffen der Feuerwehr eindämmen konnte. Die Autobahn A 9 war für die Dauer der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme etwa vier Stunden lang total gesperrt. Die Autobahnmeisterei leitete den Verkehr über die eingerichtete Umleitungsstrecke um.
Beim ersten Unfall entstand Schaden in Höhe von ca. 30.000 Euro, beim Unfall der Sattelzüge im Rückstau dürfte ein Schaden von rund 150.000 Euro entstanden sein.



Text und Fotos: Polizeipräsidium Oberfranken
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