Großbrand in Guttenthau

09.08.2008


Der Brand einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Guttenthau bei Speichersdorf beschäftigte die Feuerwehrleute des östlichen Landkreises Bayreuth am Abend des 08.08.2008 in einem langwierigen Einsatz.

Gegen 19.30 Uhr löste die Feuerwehreinsatzzentrale Bayreuth Alarmstufe III für die Wehren im Bereich Speichersdorf sowie den Landkreis übergreifend für Neustadt am Kulm, Kemnath/Stadt und Mockersdorf aus.

Aus bislang ungeklärter Ursache brannte dort eine etwa 15 mal 30 Meter messende Maschinenhalle. Direkt angrenzend befand sich eine Stallung sowie in unmittelbarer Nähe ein Wohnhaus. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand die Halle bereits im Vollbrand. Das Hauptaugenmerk des Einsatzleiters, dem Kommandanten der Feuerwehr Speichersdorf, Roland Steininger, lag primär in der Rettung der im Stall befindlichen Tiere und der Eindämmung der Brandausweitung. Unmittelbar im Anschluß an die erste Lagemeldung wurden die Löschzüge Seybothenreuth, Weidenberg und Creussen ebenfalls an die Einsatzstelle gerufen.

Der 17. Löschzug Goldkronach/Nemmersdorf wurde in das Feuerwehrhaus Weidenberg beordert, um die Einsatzbereitschaft in der betroffenen Inspektion IV zu gewährleisten.

Mit Hilfe der Anwohner konnten die größtenteils unverletzten Tiere zügig zu einer nahe gelegenen Wiese verbracht werden. Ein ebenfalls gerufener Tierarzt kümmerte sich um diese.

Die Stallung sowie das Wohnhaus blieben unbeschädigt. Die zur Brandbekämpfung erforderliche Wasserversorgung wurde aus mehreren langen Schlauchstrecken bezogen. Zudem wurden Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr eingesetzt.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Einsatzstelle mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Kemnath und des THW Pegnitz mittels zweier Lichtmasten ausgeleuchtet. Die SEG des BRK aus Bad Berneck kümmerte sich mit 17 Kräften um die Versorgung der Feuerwehrleute. Außerdem war das Kriseninterventionsteam des BRK und des THW alarmiert. Zur Koordination der rund 260 Feuerwehrleute war die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mit Kreisbrandinspektor Harald Schöberl an der Spitze vor Ort. Außerdem standen dem örtlichen Einsatzleiter Steininger Kreisbrandrat Hermann Schreck sowie mehrere Feuerwehrführungskräfte und die UG-San-EL hilfreich zur Seite.

Bürgermeister Manfred Porsch sowie der Leitende Oberstaatsanwalt, Thomas Janovsky, machten sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Schadens. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit nicht abschätzbar. Ein Raub der Flammen wurden trotz umfangreicher Anstrengungen mehrere landwirtschaftliche Gerätschaften sowie eingelagerte Erntevorräte. Die Arbeit der Feuerwehr dauerte bis in die späten Abendstunden des darauffolgenden Samstags, den 09.08.2008, an.



Die enorme Rauchsäule war weithin zu sehen.

Das Team der UG-ÖEL bei der Arbeit.

Der ELW 2 des Landkreises Bayreuth.

Einsatzleiter Roland Steininger bei der Lagebesprechung.

Die UG-San-EL.

Beste Verpflegung durch die Kameraden des BRK.

Mit schwerem Gerät wird die Brandruine nach Glutnestern durchsucht.

Noch in der Nacht konnten die Tiere in ihren Stall zurückgebracht werden.


Text: Sven Kaniewski und Gerhard Eichmüller, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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