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Gefahrguteinsatz in Gefrees
03.01.2009
Ein Postbote mit Übelkeitsbeschwerden, ein unzustellbares, durchgeweichtes Päckchen, verätzte Kleidungsstücke damit in Berührung Gekommener sowie intensiver Chlorgeruch in einem Zustellfahrzeug waren Auslöser für einen größeren Einsatz von Feuerwehr, BRK und Polizei.
Zunächst wurde am späten Vormittag des 03.01.2009 die Freiwillige Feuerwehr Gefrees sowie das BRK zur Post in der Hauptstraße gerufen. Dort war ein unzustellbares Päckchen aufgetaucht, aus dem eine Flüssigkeit tropfte. Der Postzusteller klagte über Übelkeit, Kleidungsstücke von zwei weiteren Personen, die damit in Berührung gekommen waren, wiesen Beschädigungen auf, die auf eine ätzende Wirkung schließen ließen.
Vorsichtshalber wurde der Getränkemarkt mit Postagentur, der dem Postgebäude gegenüberliegt und in dem sich das unzustellbare Päckchen nach Angaben der Mitabeiter befinden sollte, geräumt und die Freiwillige Feuerwehr Bad Berneck mit Chemieschutz sowie der Kreisbrandmeister Gefahrgut, Ralf Riedel alarmiert.
Nachdem nicht sicher war, welche Mengen an weiteren Stückgut mit der unbekannten, offenbar ätzenden Flüssigkeit des beschädigten Päckchens kontaminiert waren, wurde der Gefahrgutzug der Stadt Bayreuth mit entsprechenden Behältnissen hinzu alarmiert.
Laut Angaben der Mitarbeiterinnen der Postagentur hatten diese das Päckchen wegen des strengen Geruchs und durchweichter Umverpackung in einer Plastiktüte verbracht. Dieses Päckchen, in dem der gefährliche Stoff vermutet wurde und das später durch die Chemieschutzträger der Feuerwehr Bad Berneck geborgen und gesichert wurde, befanden sich allerdings nur harmlose Körperpflegeprodukte. Auch die intensive Suche nach weiteren Paketen mit entsprechendem Inhalt, darunter einer Lieferung für eine örtliche Apotheke, blieb erfolglos.
Woher also sowohl der chlorige, ätzende Geruch wie auch die Übelkeit der damit in Berührung Gekommenen kam, blieb bis nach Einsatzende unklar. Das Zusteller-Fahrzeug hatte Gefrees bereits wieder verlassen.
Es ist davon auszugehen, dass der stark chlorhaltige Stoff sich in einer anderen Postsendung befand. Dessen Verbleib konnte kurzfristig nicht geklärt werden.
Der Postzusteller konnte das Krankenhaus nach kurzer Zeit ebenfalls wieder verlassen.
Die Bundesstraße B 2 musste im Ortsbereich von Gefrees für die Zeit der Arbeiten gesperrt werden, der Verkehr wurde durch die örtliche Wehr umgeleitet.


Kreisbrandmeister Gefahrgut, Ralf Riedel und Kreisbrandrat Hermann Schreck 
Bad Bernecker Feuerwehrleute unter Chemieschutz bargen das Stückgut, in dem eine ätzende Flüssigkeit vermutet wurde 

Das BRK war mit etlichen Kräften vor Ort 
Angefordert wurde der Gefahrgut-Zug der Stadt Bayreuth Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Carolin Rausch
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