Gemeinsame Tierrettung: Feuerwehr Görschnitz und Tierhilfeverein Weidenberg retten Bussard

19.02.2009


Am 16.02.2009 gegen 17.50 Uhr erreichte den Verein Tierhilfe Weidenberg e. V. ein Anruf der Freiwilligen Feuerwehr Görschnitz, dass sich ein Bussard in einem Netz verfangen hat, das über einem Fischweiher gespannt war. Es bestand ausserdem die Gefahr, dass der Bussard ertrinken könnte.

Eile war also geboten. Ein Tierrettungsteam mit der notwendigen Ausrüstung machte sich sofort auf den Weg und traf fünf Minuten später am Gerätehaus in Görschnitz ein, von wo aus ein Lotse der Feuerwehr den weiteren Weg wies. Am Einsatzort warteten bereits zwei weitere Aktive der Görschnitzer Feuerwehr, darunter der 1.Kdt. O. Schmidt, ausgerüstet mit Hakenstangen und Scheinwerfern.

Nach kurzer Einsatzbesprechung,( 2 Mann zogen das Netz Richtung Ufer, 2 Mann stiegen über die Böschung zum Tier, gesichert von einem weiteren Helfer, ein Mann leuchtete die Einsatzstelle aus) ging es dann ans Freischneiden des vollkommen erschöpften und durchnäßten Vogels, wobei das Team der Tierhilfe und die Feuerwehrkameraden zu einer Einheit verschmolzen und der Bussard nach wenigen Minuten aus dem Netz befreit war.

Nachdem der Einsatz für die Feuerwehr Görschnitz beendet war, ging es für das Team der Tierhilfe und den Bussard jedoch weiter. Den Lesern dieses Artikels möchten wir die weitere Geschichte natürlich nicht vorenthalten...

Der Bussard wurde nun, sicher in einem Transportkäfig untergebracht, auf schnellstem Weg ins Warme transportiert. Dort konnte nun begonnen werden, die teils stark einschneidenden Schnüre zu entfernen. Der Verdacht, dass der Fuß gebrochen sein könnte, bestätigte sich nicht und auch sonst schien der Vogel nach einer ersten Untersuchung unverletzt. Nachdem dies geschafft war, wurde der Bussard mit etwas Putenfleisch gefüttert und dann erst einmal in Ruhe gelassen. Am Morgen des folgenden Tages wurde der Bussard dann einem Tierarzt vorgestellt, der natürlich noch wärend des Einsatzes über die Situation informiert wurde.Hier bestätigte sich, dass der Vogel körperlich unverletzt war. Da das Tier jedoch noch immer erschöpft war, wurde ihm ein Stärkungsmittel verabreicht und man schloss sich mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayreuth kurz, die uns auch eine Voliere zusagen konnten.

Von der Tierarztpraxis aus ging es dann nach Bayreuth/Lindenhof. Dort wurde der Bussard von Fachkundigen entgegen genommen und solange versorgt, bis er wieder fit in die Freiheit entlassen werden kann.




Text: Andreas Brucker, Verein Tierhilfe Weidenberg e. V.
Fotos: Andreas Brucker

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