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Rauchmelder, Zeitungsausträgerin und Feuerwehr retten ein Menschenleben
03.01.2010
Dass Rauchmelder Menschenleben retten können, bestätigte sich einmal mehr bei einem Wohnhausbrand im Weidenberger Ortsteil Sophienthal ( Landkreis Bayreuth ).
Am Morgen des 03.01.2010 alarmierte eine Zeitungsausträgerin, die zugleich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sophienthal und der Helfer vor Ort Fichtelgebirge ( HVO ) ist, kurz nach 8 Uhr dem örtlichen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Sophienthal, dass sie in einem Wohnhaus das Geräusch eines Rauchmelders wahrgenommen habe. Trotz mehrmaligem Anklopfen an der Haustüre öffnete jedoch niemand. Die Feuerwehr veranlasste daraufhin die Alarmierung von Polizei und weiteren Kräften, dass eine Türöffnung durchzuführen sei. Von außen war zunächst kein Feuer erkennbar. Auch die Hausbewohnerin schien zunächst überrascht, als sie die Helfer mit dem Unglück konfrontierten und aus dem Haus retteten. Sie hatte bereits eine Rauchgasvergiftung erlitten, wurde vom Kommandanten und der Zeitungsausträgerin gerettet, erstversorgt und dem Rettungsdienst übergeben. Während der Rettung brach in dem Haus mit schwierigen räumlichen Verhältnissen plötzlich ein offenes Feuer aus, das nur durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Sicherheitshalber wurde beim Eintreffen der ersten Kräfte aus Weidenberg sofort ein unmittelbar an das betroffene Gebäude stehendes Wohnhaus evakuiert.
Aus dem brennenden Haus wurden zudem einige Katzen gerettet und einem hinzugerufenen Tierarzt übergeben. Auch der Verein Tierhilfe kümmerte sich um etliche Tiere der Hausbewohnerin. Nach bisheriger Erkenntnis konnten alle Tiere gerettet werden.
Besonders bewährt hat sich bei der Bekämpfung des Feuers der Einsatz der Drehleiter DL 18/12 der Feuerwehr Bayreuth, die bei den engen Anfahrtsgassen des Ortsteiles eine optimale Aufstellung nehmen konnte.
Im Einsatz waren rund 90 Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Sophienthal, Mengersreuth, Görschnitz, Weidenberg, Warmensteinach und Oberwarmensteinach sowie die Drehleiter der Ständigen Wache Bayreuth. Von den Helfern des BRK waren die SEG Bad Berneck, Bayreuth, die HvO Fichtelgebirge sowie die UG San EL im Einsatz. Die Kameraden stellten ein Zelt für die Atemschutzgeräteträger auf und versorgten die Einsatzkräfte mit heißem Tee.
Zur Unterstützung des Einsatzleiters Heinrich Schmidt ( Kommandant der FF Weidenberg ) trafen Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandinspektior Andreas Heizmann und Kreisbrandmeister Kristijan Pauthner an der Einsatzstelle ein.
Die frostigen Temperaturen von rund - 5° C erschwerten die Löscharbeiten und die Arbeit der Atemschutzgeräteträger.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Über Schadensursache und -höhe gibt es derzeit keine Angaben.
Hier noch der Bericht von Marianne Kossak, der Zeitungsausträgerin, Feuerwehrfrau und BRK-Helferin, der die Bewohnerin des brennenden Hauses in Sophiental wohl ihr Leben zu verdanken hat.
"Ich habe heute früh den Brand in Sophienthal gemeldet und konnte durch meine Mitgliedschaft in der FFW Sophienthal und dem Helfer vor Ort (HvO Fichtelgebirge) sofort die Erstversorgung der Verletzten übernehmen.
Beim Zeitung austragen habe ich beim betroffenen Anwesen ein lautes Piepen bemerkt, dass sich anhörte wie ein Rauchmelder. Die Bewohnerin reagierte auf mein Klopfen und Rufen nicht. Von außen und durch die Fenster waren zuerst weder Rauch noch Flammen sichtbar.
Um sicherzugehen, verständigte ich den Kommandanten der FF Sophienthal, der sich auf den Weg zum Gerätehaus machte während ich über meinen Mann (ebenfalls FF-Mitglied) die Feuerwehr alarmieren ließ. Nach Öffnen eines Fensters stellte es sich dann tatsächlich als Brand heraus. Die Bewohnerin konnte durch den Kommandanten und mich gerettet werden. Die Bewohnerin und der Kommandant erlitten hierbei eine leichte Rauchvergiftung.
Danach war ich mit meinem Mann im BRK-Einsatz für den HvO Fichtelgebirge tätig und verblieb an der Einsatzstelle.
Es hat sich wieder einmal gezeigt, daß Rauchmelder Leben retten können. Die Bewohnerin hatte den Rauchmelder nicht bemerkt, sondern erst ich wurde hierdurch hellhörig und konnte die Hilfskräfte verständigen. Wäre in dem Haus kein Rauchmelder installiert gewesen, hätte sich der Brand weiter unbemerkt ausbreiten können und es wäre vermutlich wieder zu einem Todesfall wie beim Brand in Goldmühl gekommen."

Die brennenden Möbel wurden von Atemschutztrupps nach außen gebracht und dort von bereitstehenden Trupps abgelöscht 
Mittels der Drehleiter DL 18/12 aus der Stadt Bayreuth konnte der Brand von oben bekämpft werden 
Mit der Wärmebildkamera wurde der Innenbereich nach weiteren Glutnestern abgesucht 
Die Helfer der Feuerwehr kümmerten sich um die geretteten Tiere und übergaben sie dem Tierarzt und dem Verein Tierhilfe Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Gerhard Eichmüller + Carolin Rausch, FB Öffentlichkeitsarbeit
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