Nachbesprechung zur Großübung Therme Obernsees
13.11.2005
Manöverkritik ? Zur Nachbesprechung der Großübung in der Therme
Obernsees, die am 12.10.05 abgehalten wurde, trafen sich nun die Verantwortlichen
im Feuerwehrgerätehaus in Mistelgau.

von links: Thermenleitung Katrin Knefel, Bürgermeister Georg Birner,
Landrat Dr. Klaus Günter Dietel, Kreisbrandrat Hermann Schreck,
Kreisbrandinspektor und ÖEL Armin Meyer
Foto: Jeannette Köber
Es war eine Großübung, wie sie es seit 1989 im Landkreis Bayreuth
nicht mehr gegeben hat. In der Therme von Obernsees war man von einem Brand
nach mehreren Explosionen ausgegangen. Chlorgas war ausgetreten, rund 150 Badegäste
mussten gerettet, versorgt und betreut werden. Am 12. Oktober um 19 Uhr heulten
die Sirenen rund um den Ort am Rande der Fränkischen Schweiz, unzählige
Feuerwehren, BRK, Malteser Hilfsdienst, Polizei und THW rückten an.
Am 10.11. trafen sich nun die Verantwortlichen aus allen beteiligten Hilfs-
und Rettungsorganisationen mit Landrat Dr. Klaus Günter Dietel samt dem
zuständigen Sachgebiet des Landratsamtes sowie der Thermenleiterin Katrin
Knefel, um den Übungsverlauf zu rekonstruieren und Lösungsvorschläge
für Verbesserungen einzubringen. Mit einem kurzen Videofilm wurde die Übung
in Erinnerung gebracht. Die Übungsbeobachter und Abschnittsleiter sowie
der zuständige Örtliche Einsatzleiter, KBI Armin Meyer, äußerten
sich zu Voraussetzungen und Vorgehensweise.
Fazit der Übung: die Badegäste von Obernsees können sich weiterhin
beruhigt in der Oase der wellness vom Alltagsstress erholen - ohne Angst um
ihre Sicherheit !
Überhaupt war der angenommene Schaden ein Szenario, das in Wirklichkeit
eher unwahrscheinlich ist.
Kreisbrandrat Hermann Schreck und Landrat Dr. Klaus Günter Dietel erläuterten
Sinn und Zweck der Übung:
Man wollte Stand und Leistungsfähigkeit aller Organisationen überprüfen,
was ein derartiges Großschadensereignis anbelangt.
In einem Punkt waren sich alle einig: derartige Großübungen sollten
mindestens im zweijährigen Rythmus veranstaltet werden. Wenngleich dies
auch mit nicht unerheblichen Kosten für den Landkreis Bayreuth verbunden
ist.
Text: Carolin Rausch
|