Neuer Ruestwagen fuer die FF Weidenberg

23.04.2006

Mit der Beschaffung eines neuen Rüstwagens hat die Gemeinde Weidenberg einmal mehr ihr Versprechen eingelöst, für den Brand- und Katastrophenschutz Sorge zu tragen.

Mit einer Feierstunde unter Freunden wurde die Einsatzgerätschaft, die über modernste Ausstattung verfügt, am vergangenen Wochenende offiziell in Dienst gestellt. Gekommen waren dazu die Feuerwehrführung des Landkreises, die kommunale Spitze, die örtlichen Geistlichkeit evangelischer, katholischer und altkatholischer Konfession, benachbarte und befreundete Feuerwehren sowie die Lieferanten. Bürgermeister Wolfgang Fünfstück bestätigte die Zweckmäßigkeit dieser Beschaffung zum Schutz der Bevölkerung, die vor allem Menschen helfen wird, die aufgrund technischer Umstände in Not geraten. Neben den technischen Voraussetzungen sei der funktionierende Brand- und Katastrophenschutz vor allem eine Frage des Personals und der qualifizierten Ausbildung. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute von Weidenberg, aber auch im gesamten Landkreis seien hierfür Garant, der Bürger müsse sich um seine Sicherheit nicht sorgen. Der neue Rüstwagen hat insgesamt rund 352.000 Euro gekostet, der überörtliche Zuschuss vom Freistaat schlug mit 90.000 Euro zu Buche, rund 95.000 Euro zahlte der Landkreis. Somit verbleibt der stattliche Anteil von 167.000 Euro für den Markthaushalt Weidenberg für 2006. Die Ortsgeistlichen stellten Fahrzeug und Mannschaft unter den Segen Gottes und erinnerten an den Grundsatz des barmherzigen Samariters, der von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten gelebt wird. Auch in Zeiten steigender Naturkatastrophen und technischen Unglücken stehe über jeder humanistischer Hilfe immer die christliche Grundlehre, so der evangelische Geistliche in seiner Predigt.

Kreisbrandrat Hermann Schreck bescheinigte den Weidenbergern, dass das Fahrzeug gut stationiert sei. Der Rüstwagen sei dringend notwendig zum Schutz der Bevölkerung, so der Kreisbrandrat. Von Seiten der Politik lobte Landtagsabgeordneter Christoph Rabenstein das ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Feuerwehren. In Zeiten schwindenden Engagements für das Ehrenamt sei dies umso lobenswerter. "Jeder Euro, der ins Ehrenamt investiert Feuerwehr investiert wird, kommt zu 10 Euro zurück", so der politische Vertreter. Auch stellvertretender Landrat Alfred Trassl, Warmensteinach, würdigte die Leistungen der Feuerwehr Weidenberg. Sie sei die gewachsene Struktur der ehrenamtlichen Bürgerhilfe, die seinesgleichen sucht, auch auf europäischer Ebene.

Eingesetzt wird das neue Fahrzeug, das den alten Rüstwagen von 1978, der zwischenzeitlich durch zu hohe Instandhaltungskosten unwirtschaftlich wurde, auf der gesamten Bandbreite der technischen Hilfeleistung bis hin zum Katastrophenfall, wie Kommandant Heinrich Schmidt den Ehrengästen erläuterte. Neben weiteren wichtigen Ausrüstungsgegenständen gibt es beispielsweise eine neue Rettungsschere mit über 70 Tonnen Schneidkraft ist im Fahrzeug enthalten, ebenso ein Spreizer, der bis zu 23 Tonnen leistet und bis zu 80 cm geöffnet werden kann. Die eingebauten Rettungszylinder können bis zu 24 Tonnen Last drücken.


Text und Fotos: C. Rausch, FB-Leiterin öffentlichkeitsarbeit

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