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interessante Übung in der Markgrafenkaserne
05.05.2006
Großaufgebot von Atemschutzgeräteträgern im Einsatz
Freitagabend, 19.30 Uhr, die Alarmmeldung lässt nichts Gutes ahnen:
"Alarm für Bad Berneck, Escherlich, Bischofsgrün und Birnstengel; Rücken Sie aus in die Markgrafen-Kaserne nach Bayreuth, dort werden nach einem Heizungsbrand im Keller eines Mannschaftsgebäudes mehrere Personen vermisst, es werden Atemschutzgeräteträger benötigt!"
Gott sei dank nur eine Übung, die die o.g. Feuerwehren zum Einsatz bringt!
Für die Feuerwehren und der BRK-Bereitschaft aus Bad Berneck, die ebenfalls an dieser Übung teilnahm, war die örtlichkeit natürlich eine willkommene Herausforderung. Ein großes Mannschaftsgebäude, mit total verwinkelten Keller- und Bunkerräumen wurde kurzerhand zum Übungsobjekt erklärt. 8 Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Bad Berneck und Wasserknoden wurden vom BRK mit den verschiedensten Verletzungen, von Brandwunden bis hin zur offenen Unterschenkelfraktur, präpariert und anschließend im Kellergeschoß versteckt. Eine nicht sehr angenehme Aufgabe, wenn man sich überlegt, dass das Kellergeschoß für die Übung verdunkelt und mit Übungsrauch eingenebelt wurde.
Aufgrund der Größe des Objektes, der Ortsunkenntnis und nicht zuletzt der herrvoragenden schauspielerischen Fähigkeiten der Verletzten, sollten die 12 eingesetzten Atemschutztrupps an ihre psychischen und körperlichen Belastungsgrenzen gebracht werden.
Trotz alledem, konnten die Verletzten relativ zügig aus dem Gebäude gerettet und an das BRK, das bereits einen Verletztensammelplatz auf einer Wiese eingerichtet hatte, übergeben werden.
Vorausgegangen ist der ganzen Aktion ein Gespräch mit dem aus Bad Berneck/Gesees stammenden Stabsfeldwebel Beth, der dem Verteidigungsbezirkskommando 67 der Bundeswehr in Bayreuth angehört und dort seinen Dienst verrichtet. Die Bundeswehr bietet uns die Möglichkeit an, aufgrund des Abzuges der Truppen und der damit verbundenen leerstehenden Gebäude, eine Übung im Kasernengelände durchzuführen. Da die Bundeswehr im Katastrophenfall mit den verschiedenen Rettungsorganistionen zusammenarbeitet, hatte auch der Truppenkommandeur ein offenes Ohr für diese Übung.
Nach Übungsende, gegen 21.30 Uhr, wurde im Feuerwehrgerätehaus in Bad Berneck, bei einer kleinen Brotzeit, eine Übungsbesprechung durchgeführt.
So wurde einstimmig festgestellt, dass es leider viel zu wenig solcher Übungsobjekte gibt, auf die die Feuerwehr zurückgreifen kann. Denn nur durch realitätsnahe Übungen kann auch im Ernstfall die Arbeit der Feuerwehr richtig und effizient durchgeführt werden.
So möchte ich mich im Namen der beteiligten Rettungsorganisationen nochmals recht herzlich beim Verteidigungsbezirkskommando 67 der Bundeswehr, allen voran dem Truppenkommandeur und Herrn Stabsfeldwebel Beth, für die Möglichkeiten und der freundlichen Unterstützung bedanken.





Text und Fotos: Danny Giptner, FF Bad Berneck
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