Von dem TSA zum TSF

04.06.2006

Ihren Einsatzwert deutlich steigern konnte die Freiwillige Feuerwehr Untersteinach mit der Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges ( TSF ).
Der gebrauchte Mercedes im Wert von rund 13.000 Euro, 16 Jahre alt mit 9000 Kilometer Laufleistung, wurde am Pfingstsonntag offiziell in Dienst gestellt.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde trafen sich kommunale Spitze des Marktes Weidenberg, Feuerwehrführung, Geistlichkeit, benachbarte Wehren und die Bevölkerung, um das Fahrzeug seiner Bestimmung zu übergeben. Doch die ersten Einsätze hat das Tragkraftspritzenfahrzeug, das einen Anhänger mit Gerätschaft ersetzt und nun auch Platz zur Mannschaftsbeförderung hat, bereits hinter sich. Die schweren Unwetter mit Sturm und Hochwasser der vergangenen Wochenenden haben auch ohne Worte die Wichtigkeit geeigneter Gerätschaft eindrucksvoll bewiesen. So hielten sich die Grußworte auf die Kernpunkte begrenzt.
Bürgermeister Wolfgang Fünfstück bestätigte die Chronologie der Beschaffung, wie sie Vorsitzender Bernd Dannreuther erläuterte. Gerade ein gutes halbes Jahr sei von der Planung, das Mehrzweckfahrzeug mit dem Funkrufnamen Florian Untersteinach 11/1 um ein Tragkraftspritzenfahrzeug Florian Untersteinach 44/1 zu erweitern, vergangen. Der Marktgemeinderat habe sich von der Notwendigkeit überzeugen lassen, wenngleich die finanziellen Spielräume in einem laufenden Haushalt sehr schwierig seien. Letztendlich jedoch habe der Feuerwehrverein mit der Zusage zur 50prozentigen Übernahme der Beschaffungskosten einen wichtigen Beitrag geleistet und die Entscheidung für den Marktgemeinderat erleichtert. Die Beladung wurde vom Anhänger in das Fahrzeug übernommen, lediglich kleinere Gerätschaften hinzu beschafft. Kommandant Markus Schöffel sprach von einem Glücksfall für die Wehr, die hier eine geeignete Gerätschaft zu einem günstigen Preis gefunden habe.
Kreisbrandrat Hermann Schreck würdigte die Leistung der Untersteinacher Feuerwehrleute, die den finanziellen Ertrag aus ihren Vereinsleistungen wiederum der Bevölkerung zur Verfügung stelle, um diese zu schützen. Ebenso sei dem Marktgemeinderat zu danken, der für die Belange der Hilfsorganisation jederzeit einstehe. Die Ereignisse der jüngsten Zeit mit Unwettereinsätzen hätten gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Stützpunktwehren und kleineren Ortswehren sei.
Allein in Bad Berneck seien 300 Ehrenamtliche teilweise bis zu 16 Stunden im Dauereinsatz gewesen, so der Kreisbrandrat.
Pfarrer Martin Eyring erinnerte in seiner Predigt an den barmherzigen Samariter und verglich damit die Arbeit der Feuerwehrleute im Dienst am Nächsten. Die Feuerwehr stehe ein für die uneigennützige Hilfe am Nächsten ohne Ansehen der Person und handle so nach dem Prinzip der christlichen Nächstenliebe. Pfarrer Eyring stellte schließlich Fahrzeug und Mannschaft unter den Segen Gottes.
Die Patenwehr Neunkirchen sowie die Schützengesellschaft Untersteinach gratulierten in Grußwort und Präsent.




Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit KFV Bayreuth e. V.

nach oben
der Landkreis Bayreuth - Vielfalt & Visionen Bezirksfeuerwehrverband BFV Oberfranken e.V. LFV Bayern e.V Der Deutsche Feuerwehrverband