Auftaktübung zur Feuerwehraktionswoche

Motto: "Im Katastrophenschutz die Nr. 1 - Ihre Feuerwehr"

15.09.2006

Den Reigen der Großüungen im Rahmen der bayerischen Feuerwehraktionswoche eröffnete am vergangenen Freitag ein angenommener Brand im Landheim "Tempelhof" in Warmensteinach.
Die Verantwortlichen der Inspektion I mit Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch an der Spitze wählten dieses Objekt, weil es die Rettungskräfte im Ernstfall vor große Herausforderungen stellen würde. Enge, steile Anfahrtswege, bis zu 300 Metern Höhenunterschiede und ein Objekt, das in der Regel eine große Anzahl von Jugendlichen und Kindern beherbergt.
Man war von einem Brand in der Küche des Landheimes ausgegangen, der sich zum Keller, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und den angrenzenden Wald hin ausbreitet. Zudem lautete die Alarmierung auf mehrere vermisste und vermutlich verletzte Personen, die genaue Anzahl sei jedoch nicht bekannt.
Insgesamt 176 Feuerwehrleute aus den Löschzügen Warmensteinach-Oberwarmensteinach, Fichtelberg-Neubau, Mehlmeisel-Unterlind, Weidenberg und Bischofsgrün unter der Einsatzleitung von Kommandant Michael Lerch, unterstützt durch Kreisbrandmeister Uwe Meier beteiligten sich an der Übung. Zudem war aufgrund der hohen Anzahl von vermeintlich Verletzten das BRK mit Dr. Peter Fülle und 15 Rettungskräften vor Ort.
Neben dem stellvertretenden Landrat Alfred Traßl, Warmensteinachs Bürgermeister Reinhard Jaresch, stellvertretendem Kreisbrandrat Joachim Judas und Verwaltungsoberamtsrat Rudi Adler vom Landratsamt Bayreuth kamen zahlreiche Bürgermeister und Bürger des öffentlichen Lebens, um sich gemeinsam mit interessierten Bürgern und Urlaubern von den Leistungen der Einsatzkräfte zu überzeugen.
Die beengten Straßenverhältnisse und enorme Steigungen erforderten eine genaue Koordination der anrückenden Kräfte, über 20 Fahrzeuge waren im Einsatz. Zwei lange Schlauchstrecken wurden zur Wasserförderung verlegt, Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr eingesetzt. Nach nur acht Minuten waren die ersten Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz im Einsatz und begannen mit der Menschenrettung, innerhalb von zwanzig Minuten stand die erste Löschwasserversorgung über Schlauchleitungen - eine beachtliche Zeit, die in der Abschlussbesprechung großes Lob hervorrief. Die vermeintlich Verletzten, täuschend echt geschminkt, wurden durch das Bayerische Rote Kreuz erstversorgt. Die Einsatzabschnitte überwachten die vier Feuerwehrführungskräfte Konrad Bauer, Gerhard Günther, Ewald Berneth und Herbert Schirmer.
Unter den Augen zahlreicher Zuschauer übten die Hilfsorganisationen, was im Ernstfall in kürzester Zeit realisiert werden muss.
Die Manöverkritik im Anschluss fiel durchweg positiv aus. Nur wenige Kleinigkeiten gilt es demnach, zu verbessern. Stellvertretender Landrat Alfred Traßl, Bürgermeister Reinhard Jaresch, stellvertretender Kreisbrandrat Joachim Judas und Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch zeigten sich beeindruckt von der Demonstration der Ehrenamtlichen. Die Anforderungen an die Hilfsorganisation werden steigen, so die Prognose, die durch die Einsatzzahlen des laufenden Jahres belegt wird. Praxisorientierte Übungen seien für den reibungslosen Ablauf unerlässlich, so das Credo in der Abschlussbesprechung.



Einsatzleiter, Warmensteinachs Kommandant Michael Lerch, gibt die ersten Einsatzbefehle an seine Gruppenführer und den Atemschutzverantwortlichen

Die ersten vermeintlich Verletzten werden unter schwerem Atemschutz aus dem Innern des Landheimes gerettet

Die Mitarbeiter des BRK kümmern sich um die Erstversorgung der verletzten Jugendlichen

täuschend realistisch geschminkt waren die "Brandopfer"

Wichtig beim Einsatz von Atemschutzgeräteträgern - die permanente Überwachung durch den Verantwortlichen

KBI Winfried Prokisch, Bürgermeister Reinhard Jaresch, Verwaltungsoberamtsrat Rudi Adler und Kreisbrandinspektor Joachim Judas überzeugten sich von der Leistung der Feuerwehrleute

Die Feuerwehrleute beim Löschangriff



Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit

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