Feuerwehraktionswoche 2006

24.09.2006

Die Feuerwehraktionswoche 2006 stand unter dem Leitspruch "Im Katastrophenschutz die Nr. 1 - Ihre Feuerwehr". Dies geschah, so statuiert es der Landesfeuerwehrverband Bayern, um die Öffentlichkeit insbesondere auf die Schlagkraft der Feuerwehren im Ernst- und Katastrophenfall aufmerksam zu machen.

Als sich am Abend des 18. Septembers 2006 gewaltige Wassermassen unbarmherzig ihren Weg durch den Bayreuther Landkreis bahnten und dabei vor allem den Markt Weidenberg mit schwerwiegenden Folgen heimsuchten, stellten unsere Feuerwehrleute ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Konfrontiert wurden die Helfer mit den vielfältigsten Problemstellungen, beispielsweise mit der Gefahr ertrinkender Tiere, unzähliger vollgelaufener Keller und nicht zuletzt der äußerst kritischen Situation, daß von einem leckgeschlagenen Gastank hochgradige Explosionsgefahr ausging und deswegen zahlreiche Anwohner schnellstens evakuiert werden mußten.

Diese massive Schadenslage zeigte aber auch vor allem eines mehr als deutlich: Auf unsere Feuerwehrleute ist Verlaß! Egal, ob mitten in der Nacht oder zur angenehmsten Tageszeit. Egal ob es stürmt, schneit oder schönster Sonnenschein auf uns herunterlacht. Zum Halbjahr standen bereits über 700 Einsätze in der Bilanz der Feuerwehren des Landkreises Bayreuth - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, bei dem insgesamt rund 1.400 Ernstfälle auftraten, ist realistischerweise nicht zu erwarten.

Und dennoch: Wir sind für SIE da! 24 Stunden am Tag - 7 Tage in der Woche - 365 Tage im Jahr.



Unterkreisübung in Obernsees

Der Kindergarten in Obernsees diente am Mittwoch, den 20. September 2006, als Übungsobjekt im Rahmen der diesjährigen Feuerwehraktionswoche im Unterkreis 5. Ausgehend von einem fiktiven Brand im hinteren Bereich des Anwesens wurden die Feuerwehren Obernsees, Mistelgau, Wohnsgehaig, Plösen-Gollenbach, Frankenhaag, Seitenbach, Truppach-Mengersdorf und Glashütten alarmiert. Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Reinhard Pichl und Horst Weber, Kommandant der Feuerwehr Obernsees, wurden die Kindergartenkinder samt Betreuerinnen binnen kürzester Zeit evakuiert, eine Brandausweitung verhindert und das "entstandene" Feuer erfolgreich bekämpft. Zahlreiche Zuschauer und kommunale Würdenträger säumten während der Übung die Vordere Dorfstraße und konnten sich so aus erster Hand von der Schlagkraft ihrer Feuerwehren überzeugen.


Die Kinder beim "geordneten Rückzug" aus dem Gebäude.

Atemschutzgeräteträger bei der Rettung vermisster Personen.



Übung im Geseeser Ortsteil Forkendorf

Im Geseeser Ortsteil Forkendorf probten am 20. September 2006 die Freiwilligen Feuerwehren Gesees, Spänfleck, Hummeltal, Hinterkleebach, Mistelbach und Eckersdorf den Ernstfall an der örtlichen Bäckerei. Ein angenommener Gebäudebrand mit zahlreichen vermißten Personen war zu meistern. Hierbei erwies sich vor allem die Wärmebildkamera als notwendiges Hilfmittel zum Lokalisieren der teilweise nur schwer auffindbaren "Opfer". In enger Zusammenarbeit mit den Helfern-vor-Ort aus Mistelgau konnten Einsatzleiter Kommandant Alfred Hahn und Kreisbrandmeister Reinhard Franke einen Übungserfolg feststellen.




Übung am Schloß Wiesentfels

Das Schloß Wiesentfels bildete am 23. September 2006 die historische Kulisse für ein Brandszenario in Wiesentfels. Die Freiwilligen Feuerwehren Wiesentfels, Freienfels, Kainach, Krögelstein und Hollfeld, sowie die Feuerwehr Treunitz aus dem Bamberger Landkreis übten an der an einem steilen Berghang gelegenen Sehenswürdigkeit.


Erinnert spontan an eine Szene aus dem "Rapunzel-Märchen". Hier wird jedoch nicht güldenes Haar herabgelassen, sondern eine B-Druckleitung, die zur Aufrechterhaltung der Wasserversorgung diente.

Atemschutzgeräteträger erkunden die historischen Gewölbe.

Löschangriff im Innenhof.



Eine weitere Übung wurde in Schnabelwaid beim Landgasthof Freiberger durchgeführt. Hier einige Bildimpressionen.





Übung Forthof

Zu einer weiteren wichtigen Übung ist es zum Ende der Feuerwehraktionswoche im Stadtgebiet Goldkronach gekommen. Als Übungsobjekt wählten die Verantwortlichen das landwirtschaftliche Anwesen Forthof, gelegen zwischen Nemmersdorf und Dressendorf. Alle Ortsteilwehren waren innerhalb kürzester Zeit ausgerückt, um den vermeintlichen Brand einer Maschinenhalle zu bekämpfen.






Text und Fotos: Sven Kaniewski, Jeannette Köber, Carolin Rausch





Brand im Sägewerk

Bei der diesjährigen Übung im Rahmen der Brandschutzwoche wurden die Wehren des Unterkreises 10 am Donnerstag, den 21.09.2006 um 19.45 Uhr nach Weidensees alarmiert. Nach einer Verpuffung im Sägewerk gab es mehrere verletzte Personen, welche nur unter schwerem Atemschutz durch die Feuerwehren aus Plech und Betzenstein gerettet werden konnten. Eine unter dem Gabelstapler eingeklemmte Person wurde mit Hilfe von Spreizern und Hebekissen von den Feuerwehren aus Ottenhof und Betzenstein geborgen. Die restlichen Wehren aus Leupoldstein, Stierberg, Spies, Eichenstruth, Ottenberg, Hüll und Bronn haben die Wasserversorgung aus allen Richtungen von Hydranten und Löschteichen aufgebaut. Die Koordination der Wehren übernahm die Feuerwehr aus Weidensees. KBI Adolf Mendel und KBM Werner Otto bedankte sich bei den Kameraden, welche das ganze Jahr ihre Freizeit für den Feuerwehrdienst opfern.




Text und Fotos: Harald Schöberl, FF Plech

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