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Fahrzeugweihe Gerätewagen FF Nemmersdorf
16.12.2006
Die Stadt Goldkronach hat mit der Beschaffung eines gebrauchten Gerätewagens für die Feuerwehr Nemmersdorf einen weitere wichtige Grundlage für den Brand- und Katastrophenschutz in der Gemeinde geleistet. Notwendig war die Investition geworden, weil das über 30 Jahre alte Tragkraftpspritzenfahrzeug nicht mehr TÜV-tauglich war. Weder Stadtrat noch die Verantwortlichen der Feuerwehr hatten es sich leicht gemacht mit der Entscheidung für eine Ersatzbeschaffung. So war man nach teils auch kontroversen Diskussionen zu dem Beschluss gekommen, einen gebrauchten LKW zu erwerben, der neben der Einsatzkräftebeförderung vor allem Raum für technische Gerätschaften und Hilfsmittel wie beispielsweise Sandsäcke bietet. Am vergangenen Wochende schließlich konnte das Fahrzeug Baujahr 2000 mit 146 PS und 7,49 Tonnen zulässigem Höchstgewicht offiziell der Feuerwehr Nemmersdorf übergeben werden. Vorausgegangen waren Monate der fleißigen Eigenleistung durch einige Feuerwehraktive, die für Umbau und Lackierung rund 370 Stunden ehrenamtlich aufbrachten. Hinzu kamen Sachspenden von Firmen und Privatpersonen, allen voran die Spende des Speziallackes durch das Unternehmen sw color am Bindlacher Berg. Wie Kommandant Jochen Pausch anlässlich der Schlüsselübergabe erläuterte, habe man großße Teile der Beladung des Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF übernommen und eine Bestückung der Ladefläche mit sechs Metallboxen vorgenommen, die mittels Hubwagen bewegt werden. Eine Zuladung von zwei Tonnen sei, etwa zum Transport von Sandsäcken und sonstigem Hilfsmaterial möglich. Bürgermeister Günther Hoppert zeigte sich erfreut über die Indienststellung des gebrauchten, "neuen" Fahrzeuges, das die Ausrüstung der Feuerwehren im Stadtgebiet verstärke und den Schutz der Bevölkerung, vor allem bei Unwetterereignissen vergleichbar mit denen der letzten beiden Jahre, erheblich erhöhe. Die Stadt habe mit einer Investition von 22.000 Euro den Grundstein gelegt, die hohe Beteiligung des Feuerwehrvereines Nemmersdorf mit 6.000 Euro habe jedoch verdeutlicht, wie wichtig die Ehrenamtlichen ihren Dienst und die Einsatzbereitschaft nehmen. "Wir haben kein Spielzeug für die Feuerwehr gekauft, sondern ein weiteres Gerät zur Sicherheit der Bevölkerung", so der Bürgermeister vor zahlreichen Ehrengästen und benachbarten Feuerwehren. Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch stellte fest, dass die Fahrzeuge in den Feuerwehren derzeit einem Generationswechsel unterliegen. Versorgungs-LKWs seien im Kommen, immer häufiger auftretende Unwetterereignisse würden Reaktionen auch bei der Beschaffung von technischer Gerätschaft mit sich ziehen. Möglich sei die Bewältigung dieser Einsätze jedoch nur, wenn ausreichend Personal vorhanden sei, so der Kreisbrandinspektor. Pfarrer Martin Eyring und Pater Markus stellten schließlich das Fahrzeug unter den Segen Gottes. Besonders die Wahl der Einweihung im Advent sei symbolisch für das Warten auf den Retter in Not. Die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr seien solche Retter, die ohne Ansehen auf Personen jedem in Not Geratenen helfen.

Pfarrer Martin Eyring und Pater Markus stellten den Versorgungs-LKW der Nemmersdorf Wehr unter den kirchlichen Segen

Die Verantwortlichen und freiwilligen Helfer der Feuerwehr Nemmersdorf mit Führungskräften, Bürgermeister Günther Hoppert, der Geistlichkeit und Berthold Weißflach von der Firma SW color, Bindlacher Berg , der die Lackierung spendierte
Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit
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