Schulung zur neuen Leistungsprüfung "Wasser"

03.03.2007

Am Samstag, den 03. März 2007, fand im Feuerwehrhaus Mistelgau eine Schulungsveranstaltung über die Durchführung der neuen Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" statt.

Mit Einführung der Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 3 zum Januar 2006, welche das Vorgehen der taktischen Einheiten Selbständiger Trupp, Staffel, Gruppe und Zug zum Inhalt hat, ergab sich zwangsläufig die Notwendigkeit, die bislang bestehende bayerische Leistungsprüfung zu überarbeiten.

Ziel der neuen FwDV 3 ist es, den Löscheinsatz den aktuellen praxisbezogenen Entwicklungen hinsichtlich Personal und Fahrzeug- bzw. Gerätetechnik anzupassen. Durch die vollzogene modulare Aufgabenzuordung kann ein Einsatz der Einheiten in allen Situationen und bei jeder Mannschaftsstärke nach dem gleichen Schema ablaufen.

Diese taktischen Grundsätze der FwDV 3 wurden bei der Überarbeitung der Leistungsprüfung berücksichtigt. Die Ausbildung im Vorfeld stellt dabei insgesamt den Hauptwert der Leistungsprüfung dar, denn es kommt nicht darauf an, "Rekordzeiten" zu erzielen, sondern wichtiger ist ein zwar zügiges, aber auch ein geordnetes und fehlerfreies Arbeiten der Feuerwehrleute. Zur Durchführung der Leistungsprüfung stehen nunmehr, je nach Örtlichkeit und Ausrüstung der betreffenden Feuerwehr, drei Varianten zur Wahl. Auf der einen Seite sind ein Außenangriff mit Wasserentnahme aus einem Hydrant und ein Außenangriff mit Wasserentnahme mittels einer Saugleitung möglich. Bei der dritten Form, dem Innenangriff, kommen vier Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Zudem sind Knoten und Stiche nach Zeitvorgabe sowie eine Trockensaugprobe durchzuführen. Ab der dritten Stufe der Prüfung erhöhen sich die Anforderungen schrittweise um die zusätzlichen Aufgaben Gerätekunde, Erste Hilfe, Erkennen von Gefahrgut- und Hinweiszeichen sowie die Beantwortung von Testfragen.

Kreisbrandinspektor Erwin Stahlmann veranschaulichte den Teilnehmern mittels einer Multimediapräsentation die wesentlichsten Inhalte des über 100 Seiten umfassenden Schriftstückes. Im Anschluß daran zeigten die Feuerwehrleute aus Mistelgau unter Aufsicht der Feuerwehrschiedsrichter trotz strömendem Regen den Ablauf in mustergültiger Weise.

Kreisbrandrat Hermann Schreck bezeichnete in seinem abschließenden Grußwort die neue Leistungsprüfung als "einsatznäher und praxisbezogener" als das bisherige Werk. Auch ermutigte er die Feuerwehrleute, sich nicht vor den Veränderungen abschrecken zu lassen - vielmehr werden sich seiner Ansicht nach diese Modifikationen auch gerade in einer besseren Ausbildung der Feuerwehrleute positiv niederschlagen.



Die Mistelgauer Feuerwehrleute unter dem Befehl von Gruppenführer Dominik Hauer.

Eine der Neuerungen ist beispielsweise, daß sich der Angriffstrupp sein Schlauchmaterial selbst verlegt.

Ziel der hier gezeigten Variante III ist das Umspritzen zweier Eimer.


Text und Foto: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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