Jahresversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes

22.04.2007

Die Mitgliedsfeuerwehren des Kreisverbands Bayreuth e.V. füllten den Großen Saal des Kurhauses bis zum letzten Platz . Kreisbrandrat Hermann Schreck begrüßte aus der eindrucksvollen Versammlung alle Vorsitzenden , Kommandanten, neu hinzu gekommenen Feuewehren, den Hausherrn Bürgermeister Stephan Unglaub mit einem Dank für die Einladung nach Bischofsgrün, und im Voraus Landrat Dr.Klaus-Günter Dietel und die Bürgermeister des Landkreises , und alle anwesenden Mitglieder des Kreistags. Er begrüßte die Vertreter von Regierung und Landratsamt, den Justitiar des LFV Uwe Peetz sowie die Vertreter von Polizei, Rotem Kreuz, und Technischem Hilfswerk und alle weiteren Mitarbeiter der Rettungsdienste , Ausschüsse und Sprecher, Feuerwehr - Führungskräfte, die Ehren - Kreisbrandrat Ludwig Lauterbach , Ärzte und Förderer.

In der Abwicklung der zehn Punkte umfassenden Tagesordnung hielt der Kreisbrandrat eine straffe Zeitfolge ein. Ein ausführliches Gedenken war der Vorsitzenden der Bischofsgrüner Wehr und ihrem plötzlichen Tod gewidmet ; enge Verbundenheit und kameradschaftliches Mitgefühl kennzeichneten damit den tieferen Sinn der Gemeinschaft aller Feuerwehren mit Uneigennützigkeit und Hilfsbereitschaft als feste Werte .
Zehn neue Mitgliedsfeuerwehren haben den Verband gestärkt ; mit 178 Wehren und 14 586 Mitgliedern , davon 7 840 Aktive, 1036 Jugendliche und 5710 Vereinsmitgliedern fehlen nur wenige Wehren an der vollständigen Vertretung durch den Verband. Schreck berichtete von den verschiedenen Maßnahmen in der Jugendarbeit als wichtigste Förderung. Leistungsmarsch und Brandschutzerziehung in jeder Inspektion, intensive Öffentlichkeitsarbeit des Fachbereichs ÖA durch Pressesprecherin Carolin Rausch und ihr Team, Internetauftritt und Sachliteratur intensivieren das Interesse der Jugend durch moderne Kommunikation. Seminare sorgen für Fortbildung, wobei bis zu 160 Teilnehmer gezählt wurden.

Schreck stellte die Lose Blatt- Sammlung " Wissenswertes für den Feuerwehrverein" vor - eine "Handbibel" für Vorsitzende und hoch begehrt. Weiter gab er einen Sachstandsbericht zur Neufassung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes, zu dem der Verband laufend Stellung nimmt. Heiße Eisen sind dabei die gesetzliche Verankerung der Hilfsfrist auf zehn Minuten, die Bestandssicherung aller Ortswehren , Anhebung der Altersgrenze für Aktive auf 63 Jahre, Einsatzleitung für Beamte über die Köpfe von Kommandanten hinweg, Anstellung von Führungskräften und Entschädigungsmodalitäten. "Das Gesetz ist noch nicht beschlossen, " sagte KBR Schreck - die Vorlage komme ins Kabinett.Die Stellungnahme zu jedem Punkt werde nachdrücklich vorgetragen.

Erläutert wurden die Förderhöhen für Fahrzeuge, wobei der Verband bemüht ist, das Staffelfahrzeug 10/6 in die Förderung ab 2008 aufzunehmen. Berichte über die Landesgartenschau, mit Rahmenprogramm des Bezirksfeuerwehr wehrverbandes im vergangenen Jahr folgten, und eine erfreuliche Mitteilung : die Beiträge des Deutschen Feuerwehrverbandes werden nicht erhöht in der Neufassung der Beitragsordnung. KBR Schreck dankte allen Beteiligten an den vielen Aktivitäten im Berichtszeitraum 2006 und im Voraus den Veranstaltern des Kreisfeuerwehrtags in Bad Berneck, der familiär und aufgeschlossen geplant wird. Angekündigt wurde ein Seminar zum Klimawandel und den Anforderungen an die Einsatzkräfte, und die Einführung der RED CARD als Vorteilskarte der Feuerwehr-Dienstleistenden, und der Funktionswesten flächendeckend im Landkreis Bayreuth. Mit diesen Westen werden 18o Wehren ausgestattet. Der Ausbau der Facharbeit in Oberfranken wird durch Neubesetzungen wieder aktiviert . Ab Mitte des Jahres erscheint der Newsletter des Kreisfeuerwehrverbands, von da an vierteljährlich.

Zusammenfassend sagte Kreisbrandrat Schreck , sein Ziel sei es, den Feuerwehrdienst attraktiver zu gestalten und damit das Ehrenamt als wichtige Bereicherung des eigenen Lebens; die Feuerwehr-Aktionswoche stehe unter dem Motto "Frauenarbeit in der Feuerwehr" und diene dem gleichen Ziel. Die Mitgliedschaft im Kreisfeuerwehrverband habe sich bewährt und lohne sich : Gemeinsame Stärke sei ein Erfolg versprechender Weg zu Einflussnahme an praxisnahen Verordnungen, wie Fördermittelbeschaffung, Sicherheitsmaßnahmen und Ausrüstung.

Schatzmeister Hans Hümmer ergänzte die Tagesordnung mit einem erfreulichen Kassenbericht. "Die Mittel aus Gerichtsurteilen fließen wieder - der KFV steht auf gesunden Füßen und hat sparsam gewirtschaftet!" Zwar gingen Spenden spärlicher ein - es blieb ein Überschuss. Die Revisoren hatten mit der Entlastung keine Mühe.





Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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