Delegiertenversammlung des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken e. V.
16.07.2007
Neuer stellvertretender Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken ist der Kronacher Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Er wurde anlässlich der Delegiertenversammlung am vergangenen Wochenende mit großer Mehrheit als Nachfolger für Stadtbrandrat Franz Redler aus Bamberg gewählt. Dieser hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt, da seine Amtszeit als Bamberger Stadtbrandrat in einem Jahr altersbedingt endet. In ihren Ämtern bestätigt wurde der Kassier, Kreisbrandrat Helmut Wilfert aus dem Landkreis Hof, sowie Schriftführer Sandor Aladi, Kreisbrandrat aus dem Landkreis Coburg. Die Wahl des ersten Vorsitzenden stand turnusgemäß nicht zur Debatte.
Im Rahmen des 3. Bezirksfeuerwehrtages mit 7. Leistungsmarsch für Erwachsene trafen sich die Delegierten des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken e. V. am vergangenen Wochenende zu ihrer Jahresversammlung in Kulmbach. Der Verband vertritt die Interessen von über 70.000 Feuerwehrdienstleistenden in Oberfranken, die ehrenamtlichen Dienst in 1057 Freiwilligen-, Werks- und Betriebsfeuerwehren leisten. Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm und Landrat Klaus-Peter Söllner würdigten als Schirmherren der Großveranstaltung die Leistungen der Ehrenamtlichen sowohl in den Stützpunkten als auch den kleinen Dorfwehren. OB Henry Schramm erinnerte an die Gründung des Bezirksverbandes im Jahr 1995, die ebenfalls im Landkreis Kulmbach mit dem damaligen Landrat Herbert Hofmann erfolgte. Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler zeigte sich dankbar über die Arbeit der Ehrenamtlichen ebenso wie Regierungspräsident Wilhelm Wenning.
Vorsitzender Hermann Schreck konnte von einem Jahr voller Aktivitäten berichten, das geprägt war von Fortbildungsveranstaltungen, Brandschutzerziehung, der Einführung der Vorteilskarte "red card" sowie der allgemeinen Fach- und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig gab er den Startschuss für den neuen Internet-Auftritt www.bfv-oberfranken.eu . Aktuell seien auch die Änderung und Einführung der Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz", die Lehrgangsthematik "Feuerwehrschulen", ein Nachfolgeprogramm für die Beschaffung von Wärmebildkameras sowie der weitere Ausbau der Datenbank des Landesfeuerwehrverbandes. Im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain gibt es neben einem neuen Pächter umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen. Bei der Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes in einem 10-Punkte-Programm und der Überarbeitung der Förderrichtlinien hatten sich die Bezirksverbände über den Landesverband erheblich einbringen können, so der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht. Die Feuerwehraktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto "Frauen am Zug" und wird anlässlich der Verbandsversammlung am 15. September in Bad Gögging zentral eröffnet. Ein besonderes Augenmerk muss nach Ansicht des Vorsitzenden der steigenden Terror- und Naturkatastrophengefahr gewidmet werden. Die Einsätze der letzten zwei Jahre haben dies deutlich gemacht.
Einstimmig beschlossen wurde die Einführung einer Geschäftsordnung für die Verbandsversammlung, die Justiziar Uwe Peetz ausgearbeitet hatte. Dem Kassenbericht von Kreisbrandrat Helmut Wilfert war zu entnehmen, dass der Bezirksverband auf solider finanzieller Basis steht, was die Zustimmung der Versammlung fand.
Den würdigen Rahmen der Delegiertenversammlung nutzte Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Vorsitzender Hermann Schreck, erstmals das neu geschaffene Ehrenkreuz des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken an zwei verdiente Feuerwehrleute zu überreichen. So wurde der langjährige stellvertretende Vorsitzende, Stadtbrandrat Franz Redler, ausgezeichnet. Redler hatte sich seit der Gründung des Verbandes vor zwölf Jahren stets für dessen Belange eingesetzt. Darüber hinaus gilt er sein besonderes Augenmerk dem Katastrophenschutz. 1964 in die Feuerwehr eingetreten, wurde er 1984 zum Stadtbrandrat von Bamberg gewählt. Er habe stets über die Stadtgrenzen hinaus gedacht und gehandelt, so die Laudatio.
Kreisbrandmeister Markus Pöhlmann aus dem Landkreis Bayreuth erhielt ebenfalls die hohe Auszeichnung des Bezirks. In kürzester Zeit hat er das EDV-System des Landkreises Bayreuth mit einer homepage aufgebaut und betreut dieses. Mit der Ausarbeitung, Umsetzung und Betreuung des neuen Einsatzleitfahrzeuges ELW-2, das bayernweit seinesgleichen sucht, hat Pöhlmann einen Meilenstein in der Geschichte des Brand- und Katastrophenschutzes gesetzt. Als federführender Mitarbeiter bei der Ausbildung in diesem Bereich sorgt er für den soliden Umgang mit der hochmodernen Technik. Besonders am Herzen liege ihm jedoch die Zusammenarbeit aller Hilfs- und Rettungsorganisationen. Für die Gründung der "Arbeitsgemeinschaft Gefahrenabwehr ARGE" sei Pöhlmann Initiator und treibende Kraft, so die lobenden Worte des Regierungspräsidenten. Bei der Umsetzung der Alarmierungsbekanntmachung und den Vorbereitungen zur Integrierten Leitstelle sei er ebenfalls kompetenter Ansprechpartner, so die Laudatio.


Kreisbrandmeister Markus Pöhlmann aus dem Landkreis Bayreuth erhielt das Ehrenkreuz des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken, ebenso wie Stadtbrandrat Franz Redler ( 14209 ) aus den Händen von Kreisbrandrat Hermann Schreck und Regierungspräsidenten Wilhelm Wenning

Bezirksvorsitzender, KBR Hermann Schreck, mit der neu gewählten und bestätigten Vorstandschaft, KBR Sandor Aladi, KBR Helmut Wilfert und KBR Joachim Ranzenberger ( von links )
Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
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