Übung Inspektion I im Rahmen der Feuerwehraktionswoche

23.09.2007

Zum Brand einer Lagerhalle in einem Bindlacher Gewerbebetrieb wurden am vergangenen Samstag die Feuerwehren rund um Bindlach und Bayreuth alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich hierbei jedoch nur um eine Übung. Die Feuerwehraktionswochenende fand so am vergangenen Wochenende nochmals einen Höhepunkt. In der Inspektion 1 hatte man seit Jahren erstmals wieder ein gewerbliches Objekt für die Großübung gewählt, wie Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch informierte. Ausgegangen war man vom Brand der Lagerhalle 1 der Firma NKD Vertriebs GmbH mit Brandausbreitung im gesamten Gebäude und ersten Obergeschoss. Vier bis sechs verletzte und vermisste Personen wurden vermutet. Da eine Gefährdung der angrenzenden zweiten Lagerhalle bestand, musste die Feuerwehr Bayreuth mit der Drehleiter anrücken. Unter großem Interesse der Bevölkerung und kommunaler Politik mit Bürgermeister Hermann Hübner und stellvertretendem Landrat Alfred Traßl an der Spitze probten rund 180 ehrenamtliche Feuerwehrleute und zehn Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes den Ernstfall. Es wurden fünf Einsatzabschnitte gebildet. Neben der Menschenrettung in Lagerhalle 1 - es waren insgesamt sieben Verletzte - musste eine Wasserförderung über rund 600 Meter von einem nahe gelegenen Badesee aufgebaut werden. Den dritten Abschnitt bildete die Versorgung der Drehleiter mit Löschwasser sowie der Brandbekämpfung und dem Erstellen einer Widerstandslinie zur zweiten Lagerhalle. Auch von der Nordseite wurde der vermeintliche Brand bekämpft. Insgesamt waren vier Löschzüge und einige Ortswehren im Einsatz. Ausserhalb der Einzäunung nahe des Hauptgebäudes versorgten die Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes die Verletzten. Kommandant und Einsatzleiter Roland Köhler und der zuständige Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch zeigten sich sehr zufrieden mit der Übung. Die Übungsbeobachter werteten den Probeeinsatz als äußerst erfolgreich und hatten keine nennenswerten Fehler bei der Durchführung erkennen können. Bürgermeister Hermann Hübner äußerte aus der Sicht der Kommunen, die für den Brand- und Katastrophenschutz verantwortlich zeichnen, dass auf die schlagkräftige Hilfe der ehrenamtlichen Feuerwehrleute stets Verlass sei und diese Übung ein weiteres Dokument für Idealismus, Engagement und Professionalität sei und die Bürger sich sicher fühlen können. Christian Wilfert, Mitglied der Geschäftsleitung, dankte für die imposante Übung und bestätigte, dass das Unternehmen ein sicheres Gefühl haben könne. Voll des Lobes zeigte sich auch Kreisbrandrat Hermann Schreck, der den Teilnehmern eine mit Bravour gemeisterte Arbeit bescheinigte. Es sei zu überdenken, dass die Herausforderungen an die ehrenamtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen sich ständig ändern und erweitern. So sei der Katastrophenschutz etwa bei Naturereignissen oder möglichen Großschadenslagen nach Terroranschlägen mit in die Planungen einzubinden. Vor allem die Zusammenarbeit aller Organisationen werde in der Gewichtung steigen, wenn der Qualitätsstandard der Sicherheit auch in Zukunft gewährleistet werden soll.



Personenrettung aus der Lagerhalle 1 bei NKD Bindlach

Mitarbeiter des BRK versorgten die geretteten "Verletzten"

ein "Verletzter" wird von zwei Atemschutzgeräteträgern ins Freie gebracht

Neu war die Errichtung einer Atemschutz-Sammelstelle für alle beteiligten Atemschutzgeräteträger. Hier machte man gute Erfahrungen

Die Sammelstelle für die Verletzten

Kritischer Übungsbeobachter: Franz Rieß überwachte den Abschnitt 2 - vor der Abschlussbesprechung machte er sich nochmals intensive Gedanken über mögliche Verbesserungen. Es gab nicht viele, wie unschwer zu erkennen ist.

auch die Verantwortlichen, Kommandant Roland Köhler und Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch, hatten am Schluss der Übung gut lachen: Übungsziel erreicht !

Weitere Fotos in der Bildergalerie



Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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