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Brandszenario in Waischenfeld
26.09.2007
Die abschliessende Inspektionsübung ging am Samstag, den 22.9.2007, beim ehemaligen Kolping-Bildungshaus in Waischenfeld, in dem nun eine Pension untergebracht ist, vonstatten. Simuliert wurde ein Dachstuhlbrand, zehn Personen werden in dem Gebäude vermisst. Um 19 Uhr rücken die Wehren Waischenfeld, Nankendorf, Breitenlesau, Kirchahorn, Hannberg, Hubenberg-Heroldsberg sowie der Malteser Hilfsdienst Waischenfeld nach Alarmplan aus. Kreisbrandinspektor Armin Meyer und der örtliche Kommandant, Herbert Neubauer, gleichzeitig Kreisbrandmeister für den Unterkreis, installieren die Einsatzleitung in unmittelbarer Nähe zu dem betroffenen Gebäude und koordinieren die primär notwendigen Maßnahmen. Die ersten Atemschutzgeräteträger schwärmen aus, um die Pension mit ihren vierzehn Zimmern nach den Vermissten zu durchsuchen. Zwei Wasserentnahmestellen, nämlich aus den Flussläufen der Zeubach und der Wiesent, werden mit B-Leitungen angezapft und das Löschwasser mittels langer Schlauchstrecke hinauf zum Übungsobjekt transportiert. Der MHD Waischenfeld errichtet eine Verletztensammelstelle in der nahegelegenen Turnhalle und kümmert sich um die nach und nach eintreffenden Verletztendarsteller. Es stellt sich nach kurzer Zeit heraus, dass die Kräfte vor Ort nicht ausreichen, daher werden die Feuerwehren Hollfeld, Plankenfels, Löhlitz, Langenloh, Körzendorf und Oberaisfeld nachalarmiert. Nach einer guten Stunde kann "Feuer aus" gemeldet werden. Kreisbrandinspektor Armin Meyer betonte im Rahmen der obligatorischen Manöverkritik, dass die Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander sowie das Miteinander mit den Kameraden des MHD sehr gut klappe. Auch die Wasserversorgung stand binnen kürzest möglicher Zeit. Kommandant Alfred Hahn, der stellvertretend für die Übungsbeobachter das Wort ergriff, stellte das ruhige und besonnene Arbeiten der über 170 Feuerwehrleute in den Vordergrund. Schwierig zu bewerten sei allerdings der Umstand, dass das Objekt nur über eine schmale Strasse anzufahren sei. Daher müsse man im Ernstfall verstärkt darauf achten, sich die Zufahrtsmöglichkeit nicht selbst zu verbauen. Der stellvertretende Landrat Johann Feulner, der zusammen mit Rudi Adler vom Landratsamt Bayreuth die gesamte Übung beobachtet hatte, zeigte sich angetan von der professionellen Arbeitsweise der Hilfsorganisationen. Der Landkreis sei auf die Einsatzfreudigkeit der Ehrenamtlichen zwingend angewiesen. Eine gute Sache sei in diesem Zusammenhang die Bemühung, verstärkt Frauen in die Feuerwehren zu integrieren. Vor dem Hintergrund des sich stetig wandelnden Einsatzspektrums sei zudem eine gute Ausstattung seitens der Kommunen unerlässlich. Kreisbrandrat Hermann Schreck hob hervor, dass bei der Übung eine große Motivation und viel Elan zu spüren gewesen sei. Er sei begeistert, dass er es mit Feuerwehr-Idealisten zu tun habe, die ihre Arbeit mit Überzeugung verrichten. Dies ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.

Atemschutzgeräteträger eilen zur Personenrettung in das Gebäude.

Die Geretteten werden vom MHD erfasst und medizinisch versorgt.

Aussenangriff auf das Übungsobjekt.

Rege Betriebsamkeit in der Verletztensammelstelle.

Kurze Absprache.

Die Zufahrt war nur über eine enge Strasse möglich.

Personenrettung über einen Balkon auf der Rückseite.

Die lange Schlauchleitung über eine Treppe hinauf zum Berg.

Die Atemschutzüberwachung.
Weitere Fotos in der Bildergalerie
Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
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