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Feuerwehraktionswoche 2007
27.09.2007
Eine Vielzahl an unterschiedlichen Übungen wurden in der diesjährigen Feuerwehraktionswoche neben den komplexen Inspektionsübungen durchgeführt. Mit diesem Beitrag wollen wir Ihnen einen kleinen Einblick verschaffen.
"Frauen am Zug" - gelebtes Miteinander
Eine speziell auf das Motto der diesjährigen Feuerwehraktionswoche, "Frauen am Zug", zugeschnitte Schauübung fand am Sonntagvormittag in Glashütten statt. Kreisbrandinspektor Armin Meyer hatte zu diesem Leitspruch eine eigene Veranstaltung ins Leben gerufen, um zu demonstrieren, dass Feuerwehrfrauen und -männer durchaus in jeder der vielfältig zutage tretenden Situationen des Feuerwehralltages harmonisch miteinander zu Werke gehen können.
Dargestellt wurde vor einer gut besuchten Zuschauerkulisse ein Zusammenprall zwischen einem Milchtanklastzug und einem mit drei jungen Damen besetzten PKW. Die drei Frauen wurden getreu der Übungsvorlage in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und mussten dementsprechend möglichst schonend befreit werden. Um 10.30 Uhr rückten die Wehren Eckersdorf, Gesees, Glashütten und Waischenfeld an der Unfallstelle an. Zusammen mit den Kameraden des HvO Mistelgau wurden die drei mit aufgeschminkten Wunden übersäten Opfer nach den Grundsätzen der patientengerechten Rettung befreit. Hierzu mussten insbesondere das Dach des Fahrzeugwracks mit Rettungsschere und -spreizer abgenommen werden. Vorsorglich wurde auch der Milchtanklastzug mit einem Schaumteppich belegt. Insgesamt waren hierzu 50 Feuerwehrleute, darunter knapp 20 Frauen, unter dem Kommando von Einsatzleiter Alfred Hahn eingesetzt. Ursula Grundmann, ihres Zeichens Frauenbeauftragte der Feuerwehren im Landkreis Bayreuth, erläuterte dem interessierten Publikum dabei Schritt für Schritt die einzelnen Maßnahmen. Im Rahmen der anschließenden Übungsbesprechung betonte Grundmann insbesondere, dass heutzutage auch Frauen in der Lage seien, einen gleichwertigen Beitrag in der Feuerwehr und damit für den Dienst am Nächsten zu leisten. Gerade Vorführungen wie diese seien geeignet, nicht nur Vorurteile abzubauen, sondern können sich auch positiv auf die Mitgliederwerbung auswirken. Dies unterstrich auch Kreisbrandrat Hermann Schreck, der die Vorführung ebenfalls sichtlich erfreut verfolgte. Er sehe die Frauen nicht als einen Ersatz für ihre männlichen Kollegen, sondern vielmehr als eine hervorragende Verstärkung. Das gesunde Mischungsverhältnis mache hierbei den Erfolg aus. Harald Bauer, 2. Bürgermeister der Gemeinde Glashütten, schloss die Veranstaltung mit den Worten, dass die Gemeinden gar nicht genug wertschätzen könnten, was die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute für das Gemeinwohl bedeuten.

Zunächst wird das Unfallfahrzeug stabilisiert.

Ein Schaumteppich zur Absicherung gegen Brandgefahr.

KBM Neubauer gibt hilfreiche Hinweise.

Die Verletzte wird gegen Splitter abgeschirmt, während die Frontscheibe herausgetrennt wird.

Abtransport einer "Verletzten" durch die Zuschauermenge.

Ursula Grundmann und KBR Schreck bei der Nachbesprechung.
Unterkreisübung in Eschen
Acht vermisste Personen waren bei der Unterkreisübung in Eschen zu retten. Außerdem musste ein angenommener Brand, der in der KFZ-Werkstatt Rapp am 18.09.2007 ausgebrochen war, bekämpft werden. 85 Feuerwehrleute aus den Wehren Eschen, Neustädtlein, Eckersdorf, Donndorf, Gesees, Busbach, Hummeltal, Mistelbach, Pleofen, Spänfleck, Hinterkleebach und Oberwaiz waren hierbei zugange. Die medizinische Versorgung der Verletztendarsteller übernahm der HvO Mistelgau. KBM Reinhard Franke und Bürgermeister Klaus Hümmer sprachen Amschluß lobende Worte über die gezeigte gute Leistung.




Unterkreisübung in Plösen
Am 19.09.2007 fand die Unterkreisübung im Unterkreis 5 statt. In Plösen war der fiktive Brand einer Scheune zu bekämpfen. Neben der Rettung dreier Personen wurde eine 1.000 Meter lange Schlauchleitung verlegt. Eingesetzt waren die Feuerwehren Plösen-Gollenbach, Mistelgau, Truppach, Seitenbach, Frankenhaag, Obernsees, Wohnsgehaig und Glashütten mit insgesamt 80 Kräften. Die Bürgermeister Georg Birner, Werner Stahlmann (Mistelgau) und Harald Bauer (Glashütten) verfolgten zusammen mit KBM Reinhard Pichl interessiert das Geschehen.




Mehlmeisel. (gis)
Um 18.40 Uhr durchbrach Sirenengeheul die abendliche Stille: Bereits wenige Minuten später waren die Feuerwehren aus Mehlmeisel und Unterlind an der Wohnanlage in der Webergasse, wo im Rahmen der Aktionswoche der Feuerwehren im Unterkreis 2 der Ernstfall geprobt wurde: Angenommen worden war ein Brand mit Übergreifen auf den Dachstuhl ausgegangen wurde von 20 Verletzten.
In Kürze rückten die Feuerwehren aus Fichtelberg und Neubau, Warmensteinach und Oberwarmensteinach, Gefrees, Brand, Fuhrmannsreuth, Ebnath, Nagel sowie Bischofsgrün und Birnstengel nach und nahmen ihren Standort in der Webergasse oder im Ort ein, wobei letztere noch zudem bei einem simulierten Unfall in Mehlmeisel, mit im Auto eingeklemmten Personen Hilfe leisten mussten. Von der Ortsmitte aus wurden zwei B-Leitungen mit je 800 Metern Länge verlegt. Fünf Tanklöschfahrzeuge waren im Einsatz. 13 Atemschutztrupps mit je zwei Aktiven der Wehren von Mehlmeisel, Unterlind, Fuhrmannsreuth und Brand retteten die Bewohner, die auch mittels Drehleiter der FFW Gefrees und Sprungtuch der Fichtelberger Wehr aus dem Haus gebracht und an das BRK übergeben wurden, das mit den SEG (schnellen Einsatzgruppen) aus Bad Berneck und Gefrees sowie den Bereitschaften Fichtelberg und Mehlmeisel vertreten war. Auf dem außerhalb des Schadensgebietes errichteten Behandlungsplatz wurden Verletzte vom Notarzt "gesichtet", dann von den BRKlern erstversorgt.
"Hat bestens geklappt", freute sich Kreisbereitschaftsleiter Richard Knorr, der den BRK-Einsatz leitete und die "hervorragende Zusammenarbeit mit den Feuerwehren" lobte. Im großen und ganzen zufrieden war auch Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Mehlmeisel, Matthias Kraus, einiges aber müsse noch verbessert werden, betonte er, so auch der Leitungsaufbau". Aufgrund der zahlreichen Aktiven im Einsatz gab es außerdem eine Funküberlastung, woran lt. Kraus gearbeitet werden müsse. Kreisbrandinspektor und zweiter Vorsitzender der Unterlinder Wehr, Winfried Prokisch, der die Übung zusammen mit Kreisbrandmeister Uwe Meier verfolgte, war mit dem Ablauf "bis auf Kleinigkeiten" zufrieden, aber "dafür üben wir ja" setzte Meier hinzu.
Gefreut haben sich die beteiligten Feuerwehren über die Anwesenheit vieler Bürgermeister. Zahlreiche Zaungäste hatten die abendliche Aktion in gebührendem Abstand und mit großem Interesse beobachtet.




Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Text und Fotos zur Übung in Mehlmeisel wurden freundlicherweise von Gisela Kuhbandner zur Verfügung gestellt.
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