Forchheimer Landrat Glauber lud zum Helfertreffen ein

30.10.2007

Am Freitag dem 26. Oktober lud Landrat Glauber alle Helferinnen und Helfer zu einem Helfertreffen anlässlich der Flutkatastrophe vom 21. Juli in die Mehrzweckhalle von Langensendelbach ein. Herr Landrat Reinhardt Glauber ging in seiner Begrüßungsrede nochmals auf das Unwettergeschehen vom 21. zum 22. Juli 2007 ein. Er selbst sei auf einer Veranstaltung gewesen und der Deutsche Wetterdienst versprach trockenes Wetter bis 22 Uhr. Die Forchheimer eröffneten an diesem Abend das Annafest. Gegen 20 Uhr bildete sich aber eine Unwetterzelle im Raum Baiersdorf - Langensendelbach - Poxdorf. Hier fielen innerhalb kürzester Zeit mehr als 75 l/qm Regen. Dies führte zu gewaltigen Überschwemmungen. Innerhalb kurzer Zeit ging in der Notrufzentrale Polizei in Bamberg mehr als 700 Notrufe ein. Mehre hundert Keller und Wohnungen wurden überflutet, sogar ein Teilabschnitt der A73 musste gesperrt werden. Mehr als 200 Fahrzeuge waren hier von den Fluten eingeschlossen. Die Ortschaft Poxdorf war von der Außenwelt abgeschnitten. Hier konnte eine 82 jährige Frau nur noch tot geborgen werden. All dies führte dazu, dass gegen 23.25 Uhr der Landkreis Forchheim den K-Fall ausrief. Während der Nacht und am nächsten Tag waren mehr als 700 Helfer im Einsatz, nicht gezählt werden konnten die Helfer, die keiner Hilfsorganisation angehörten. Hilfe wurde auch von Hilfsorganisationen aus der Stadt und vom Landkreis Bamberg, vom Landkreis Lichtenfels und vom Landkreis Bayreuth geleistet. Vom Landkreis Bayreuth wurden zwei Kontingente mit je fünf Löschzügen gestellt, zudem wurde die ÜG-ÖEL mit dem neuen ELW2 alarmiert. Herr Landrat Glauber bescheinigte allen Helfern ein professionelle und unbürokratische HilfeHHH HHHilfe, die bis an die Grenze jeden einzelnen ging.

Der ELW2 aus Bayreuth wurde am vergangen Dienstag im Landratsamt vorgestellt, da, wie Herr Landrat Glauber erklärte, in Forchheim in Sachen Katastrophenschutz aufgerüstet wird bzw. wurde. Mit einem ELW2, wie aus Bayreuth, würde der Einsatzleitung ein sehr gutes Führungsmittel zur Verfügung stehen. Bereits angeschafft wurden Funkgeräte. Zur weiteren Anschaffung stehen Schmutzwasserpumpen. Auch soll der K-Fall Stab vergrößert werden, da die man nach einigen Stunden dringend Ablösung brauche.

Herr Glauber ging zum Schluss seines Vortrages kurz auf die finanzielle Situation der Betroffenen ein. Staatliche Hilfe bekäme man nur für nicht versicherbare Schäden, dies hätte nur in vier Fällen gegriffen. Über den Härtefond hätten 24 Fälle Geld erhalten. Alle anderen wären leer ausgegangen, hätte es nicht ein großes Spendenaufkommen gegeben. Er erläuterte, dass bereit 513.000€€# bereits ausgezahlt wurden und ein Rest von 85.000# noch zur Verfügung stehe. Er legte allen Bürgern eine Elementarschadensversicherung nahe.

Herr Landrat Glauber bedankte sich nochmals bei allen Helfern und bei den betroffenen Bürgermeistern und bei den Bediensteten des Landratsamtes, die sogar den Annafestmittwoch ausfallen ließen.

Nach den Ausführungen des Landrates und der kurzen Dankesrede des Bürgermeisters von Langensendelbach Herrn Wolfgang Fees, fasste Herr Peter Polnik, Mitarbeiter des Landratsamtes, und selbst Betroffener seine Gedanken und sein Erlebtes in Versform zusammen und bedankte sich so bei allen Helfern.



Landrat Glauber bei seiner Begrüßungsrede mit Rückblick und Vorausschau

Bürgermeister Wolfgang Fees bei seiner Dankesrede

Die gut gefüllte Mehrzweckhalle von Langensendelbach. Im Hintergrund läuft die Powerpoint-Präsentation mit den Einsatzbildern

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes Forchheim bedienten die Helferinnen und Helfer.


Text und Foto: Gerhard Eichmüller, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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