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Treffen der Feuerwehrfrauen
31.10.2007
Am Samstag lud die Frauenbeauftragte Ursula Grundmann zu einem Treffen der Feuerwehrfrauen nach Altenplos ein. Neben zahlreichen Feuerwehrfrauen begrüßte Frau Grundmann die Landesfrauenbeauftragt Erika Riedl, zudem begrüßte sie KBR Hermann Schreck und Kreisjugendfeuerwehrwart Stefan Steger. Sie erläuterte, dass Hermann Schreck immer ein Verfechter der Frauen in der Feuerwehr war und ist. Hermann Schreck ging in seinen Ausführungen auf das diesjährige Motto der Aktionswoche ein, welches von Frauen generiert wurde. Welches mit dem provozierenden Titel "Frauen and den Brandherd" für Aufsehen und Beachtung sorgte. Er ist nicht nur wegen der Bevölkerungsentwicklung für mehr Frauen in der Feuerwehr, er ist der Überzeugung, dass Frauen viele Aufgaben besser leisten wie Männer, hier könne der Bereich Stressbewältigung und PEER gehören. Um die Frauenarbeit zu unterstützen sollen Frau Grundmann vier zusätzliche Mitarbeiterinnen zur Seite gestellt werden.
Frau Grundmann stellte fest, dass der Anteil der Mädchen ( 280 ) in der Jugendfeuerwehr in Ordnung sei, aber bei den Erwachsenen mit 440 Frauen in 117 Wehren noch zu Wünschen übrig lässt. Deshalb habe man z.B. beim Bezirksjugendleistungsmarsch in Pegnitz intensive für Frauen geworben, leider ohne Resonanz.
Frau Grundmann ging nun auf das Thema Stressbewältigung nach Einsätzen ein. Oftmals lassen uns die Bilder eines Einsatzes eben nicht mehr los, tauchen einfach auf, bereiten schlaflose Nächte; wir versuchen diese Erinnerungen zu verdrängen, was sehr oft nicht gelingt, es kommt zu einer seelischen und psychischen Verletzung ( Traumatisierung ). Spätestens jetzt ist professionelle Hilfe nötig. Sollte man Veränderungen im Verhalten ( Zurückziehen, Nervosität, usw. ) bei einen Kameraden merken, so ist unbedingt eine Unfallanzeige zu machen, da es sich hier um eine Verletzung der Seele handelt und es müssen Hilfen ergriffen werden, die man bei Notfallseelsorgern und so genannten PEERs erhält. Solche erkrankten Kameraden sind aus der vordersten Linie heraus zunehmen. Ihren Vortrag unterstützte sie mit eine 10-minütigem Kurzfilm und mit einer Diaschau von Einsatzbildern aus dem Landkreis.
In der anschließenden Diskussion ging man nochmals auf das Thema Frauen in der Feuerwehr ein, bzw. wie erhöht man die Frauenquote. Hier wurde aber auch kein Universalrezept gefunden. KBR Hermann Schreck stellt nun seine Überlegungen vor. Man wolle am 6. und 7. September 2008 die "Sicherheitstage 2008" in Bindlach für die Stadt und Landkreis Bayreuth abhalten. Hier sollen alle Hilfsorganisationen ihr Können der Bevölkerung zeigen. Die Bevölkerung soll zur Eigenvorsorge animiert werden ( z.B. Bevorratung mit Sandsäcken, Rauchmelder ) Hier soll auch die Frauen- und Jugendarbeit dargestellt werden. Hierzu rief er alle auf, sich in die Aktion einzubringen.



Text und Foto: Gerhard Eichmüller, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
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