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Kleines Jubiläum: 5. Ausbildungsveranstaltung „Patientengerechte Rettung" der Ausbildungsinspektion der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Bayreuth
05.05.2008
Ein kleines Jubiläum konnte die Ausbildungsinspektion der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Bayreuth am vergangenen Samstag in Altenplos feiern. Bereits zum fÜnften Mal fand dort die eintägige Sonderausbildung "Patientengerechte Rettung" statt. Hand in Hand mit dem Bayerischen Roten Kreuz und Notärzten hat diese Veranstaltung mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender der Hilfs- und Rettungsorganisationen gefunden. Zu einem theoretischen Teil, der unter anderem vom leitenden Notarzt Dr. Stefan Eigl mitgestaltet wird, kommen zwei praktische Übungen, die von den Lehrgangsteilnehmern zu bewältigen sind. In den gestellten Szenarien war man diesmal von einem schweren Verkehrsunfall und einem Tiefbauunfall bei Gasarbeiten in einer Werkstatt ausgegangen.
Im Einsatzalltag der Hilfsorganisation entfallen mittlerweile auf einen Brandeinsatz rund vier technische Hilfeleistungen, darunter eine hohe Anzahl an Verkehrsunfällen. Häufig sind die Feuerwehrleute Ersthelfer und mÜßen Notärzten und Rettungsaßistenten Zugang zu VerunglÜckten verschaffen und Verletzte aus Fahrzeugen befreien. Hierbei Notfallmedizin und technische Rettung richtig zu vereinen, hat höchste Priorität. Der RÜckgang von Verkehrstoten liegt neben der verbeßerten Technik bei Fahrzeugen sowie verstärkten Verkehrskontrollen auch in der stetig verbeßerten Rettungstechnik, vor allem aber auch in den hochwertigen Leistungen der ehrenamtlichen Ersthelfer von Feuerwehr und BRK. Bereits seit geraumer Zeit betreiben beispielsweise bestimmte StÜtzpunktfeuerwehren sogenannte "Schnelle Eingreifgruppen", bei denen sich Feuerwehrleute einer permanenten, intensiven Erste-Hilfe-Ausbildung unterziehen und so im Notfall bis zum Eintreffen des Notarztes weitgehender handeln können.
In dem Lehrgang haben sich am vergangenen Samstag 47 Teilnehmer aus Freiwilligen Feuerwehren, Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes, der Malteser Waischenfeld sowie vier Notärzte intensiv mit dem wichtigen Thema "patientengerechte Rettung" beschäftigt. Hauptinitiator Markus Pöhlmann, Rettungsingenieur und Kreisbrandmeister, legt dabei besonderen Wert auf die enge Zusammenarbeit von Ausbildern und Lehrgangsteilnehmern sowie die Anwendung einheitlicher Ausbildungsunterlagen wie den "Leitfaden zur patientengerechten Rettung". "Wir sind mit diesem Lehrgang in Bayern zukunftsweisend, wie mir auch schon Berufsfeuerwehren bestätigt haben", so Pöhlmann begeistert. Notarzt Dr. Stefan Eigl motivierte die Feuerwehrleute, gemeinsam mit Rettungsdienst bestimmte Abläufe zu trainieren und duch gegenseitiges Kennenlernen aller Rettungs- und Hilfsdienste fÜr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit Sorge zu tragen.
Begeistert waren denn auch die Lehrgangsteilnehmer von den zwei zu absolvierenden Übungen. Bei einem fiktiven, schweren Verkehrsunfall waren zwei Fahrzeuge Über die Leitplanke an einer steilen Böschung auf dem Dach und auf der Seite zum Liegen gekommen. Mehrere Personen waren eingeklemmt oder aus den Wagen geschleudert worden. Die Rettungskette lief unter den Augen von Übungsbeobachtern wie im Realfall ab. Bei dem zweiten angenommenen UnglÜcksfall waren in einer Grube einer Werkstatt Personen von herabfallendem StÜckgut eines LKW-Anhängers eingeklemmt. Erschwerend hinzu kam, daß sich der Unfall bei Arbeiten mit Gas ereignete.
Bei der Manöverkritik war sich die Ausbildungsinspektion unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Harald Schöberl mit allen Verantwortlichen des Lehrgangs einig, daß das Übungsziel erfolgreich erreicht wurde, diese Fortbildung jedoch auch in der Zukunft angeboten werden muß. Die Teilnehmer attestierten dem Seminar hohen praktischen Nutzen und sprachen sich ebenfalls fÜr eine Wiederholung aus. Die erfolgreiche Zusammenarbeit "Rettungsdienst und Feuerwehr - Hand in Hand" wird also fortgesetzt.
Ein herzliches Dankeschön sei an das Team gerichtet, die zu der erfolgreichen DurchfÜhrung dieser Ausbildungsveranstaltung beigetragen haben !
Anbei einige Impreßionen der Ausbildung "Patientengerechte Rettung"

















Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
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