 |
Abschlussübung zur Aktionswoche in der Inspektion IV in Creußen
30.09.2008
Die letzte von insgesamt vier Inspektionsübungen wurde am 28.09.08 für die Inspektion IV in Creußen abgehalten. Um 9.55 Uhr wurde Alarmstufe 3 für den Löschzug Creußen und die Feuerwehren Schnabelwaid, Tiefenthal, Gottsfeld, Neuhof, die UG-ÖEL sowie für die Drehleiter und das TLF 24/50 der Feuerwehr Pegnitz ausgelöst. Durch den örtlichen Einsatzleiter Werner Rustler von der Feuerwehr Creußen werden folgende Kräfte nachalarmiert: Die Feuerwehren Haag, Haidhof, Schwürz, Bühl sowie die Löschzüge Speichersdorf und Seybothenreuth. Weiterhin wird seitens des BRK der HVO Creußen alarmiert.
Die Grund- und Hauptschule liegt im nordöstlichen Teil der Stadt Creußen. Während des Schulbetriebs befinden sich in der Regel 15 Klassen (1. Klasse bis 9. Klasse) in den Gebäuden. Die sternförmig gebaute Schule ist mit der angrenzenden Turnhalle verbunden. Als gesicherte Wasserversorgung stehen zwei Überflurhydranten (DN 150) sowie ein Weiher und ein Tiefbrunnen an der Bundesstraße 2 zur Verfügung. Ein Einsatzplan ist nicht vorhanden.
Folgendes Schadensereignis wurde angenommen:
Bei Reparaturarbeiten im Bereich der Heizungsanlage kam es zur einer Verpuffung im Heizraum. Aufgrund der Brandausbreitung und der starken Rauchentwicklung ist den oberen Schulklassen ein Verlassen des Gebäudes nicht mehr möglich, da das Treppenhaus und der Verbindungstrakt zur Turnhalle verqualmt ist. Während der Verpuffung wurde auch der Monteur, der an der Kaminöffnung (Außenbereich) Messungen durchführte, schwer verletzt. Eine genaue Anzahl der Verletzten ist unklar, aufgrund der Aussagen der Lehrer werden 20 Schüler vermisst.
Beim Eintreffen der Feuerwehren ist starke Rauchentwicklung sichtbar, mehrere Personen werden vermisst bzw. schreien um Hife. Der Hausmeister gibt den Einsatzkräften nähere Einzelheiten über die Zugänge der Gebäude.
Unter den Augen des Bürgermeisters Harald Mild, des stellvertretenden Landrates Günther Hoppert, Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandinspektor Andreas Heizmann und zahlreicher Zuschauer aus der Bevölkerung stellten die rund 180 Feuerwehrleute ihre Schlagkraft unter Beweis. In ruhiger Art und Weise konnten die eingeschlossenen Schüler und Lehrer, die von Jugendlichen der umliegenden Feuerwehren gespielt wurden, über Leitern sowie die Drehleiter Pegnitz gerettet werden. Die Rettung des Monteurs stellte für die Feuerwehr eine knifflige Aufgabe dar, nachdem die Drehleiter ausgefallen war und die Rettung vom Kamin mittels einer Leiterbrücke vorgenommen werden musste. Um 11.05 Uhr konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Bereits kurz danach wurde Kreisbrandrat Hermann Schreck zu einem Ernsteinsatz in die Fränkische Schweiz auf die Burg Rabeneck gerufen.
In der Übungsbesprechung dankten der Kommandant Werner Rustler, Bürgermeister Harald Mild, Kreisrat und Landrat-Stellvertreter Günther Hoppert sowie die Kreisbrandinspektoren Andreas Heizmann und Harald Schöberl den Feuerwehrfrauen und -männern für die zahlreiche Teilnahme trotz weiterer Veranstaltungen (Wahlsonntag). Die Übung hat einmal mehr die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt unter den Feuerwehren gezeigt.

Mit schwerem Atemschutz wurden vermisste Personen gesucht und gerettet 
Einige Verletzte mussten über die Drehleiter der FF Pegnitz gerettet werden 



Text: Kerstin Schmidt, FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Kerstin Schmidt, Jeannette Köber
|
 |