Zentrale Großübung in der Inspektion II - Brand in der Firma Möbel Hertel

28.09.2008


Die dritte Inspektionsübung im Landkreis Bayreuth fand am Abend des 27. September 2008 auf dem Gelände der Firma Möbel Hertel in Gesees statt. Diese Firma besteht aus mehreren Lager- und Ausstellungshallen, Schreinerwerkstätten und Nebengebäuden auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratmetern.

Den Ursprung des geplanten Übungsszenarios bildete ein angenommener Brandausbruch im dortigen Heizungsgebäude, wodurch eine starke Rauchentwicklung entsteht. Bei Eintreffen der Feuerwehr hat der Brand bereits auf einen Spänebunker übergegriffen. Auch aus dem Plattenlager und den Maschinenräumen dringt inzwischen Rauch. Mehrere Personen werden vermisst.

Gegen 19.00 Uhr werden zunächst die Wehren Gesees, Hummeltal, Spänfleck und Mistelbach sowie die Abteilung Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bayreuth alarmiert. Nach einer ersten Erkundung durch den Einsatzleiter, den stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Gesees, Nicky Hahn, werden aufgrund des Schadensausmaßes der 14. Löschzug Eckersdorf (Eckersdorf - Donndorf), der 19. Löschzug Mistelgau (Mistelgau - Plösen/Gollenbach - Obernsees) sowie die Feuerwehren Hinterkleebach, Oberwaiz und Glashütten nachalarmiert. Außerdem wird die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) angefordert. Das ebenfalls alarmierte Bayerische Rote Kreuz stellte dabei die lückenlose medizinische Versorgung der Verletzten sicher.

Um die gesetzten Ziele der Übung effizient zu erreichen, voran die Rettung der zunächst nicht auffindbaren Personen durch Atemschutzgeräterträger sowie die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff, wurden insgesamt drei Einsatzabschnitte gebildet. Die erforderliche Wasserversorgung wurde durch einen Löschwasserbehälter auf dem Betriebsgelände sowie einen ebensolchen in der Ortsmitte von Forkendorf hergestellt. Darüberhinaus wurde eine rund 400 Meter lange Schlauchstrecke zu einem Weiher nördlich von Forkendorf verlegt.

Kreisbrandinspektor Armin Meyer zeigte sich im Rahmen der Abschlußbesprechung, die im Beisein zahlreicher Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder der beteiligten Gemeinden stattfand, mit dem Ablauf der über 200 Einsatzkräfte starken Übung sichtlich zufrieden. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst habe vorbildlich funktioniert. Der Bürgermeister der Gemeinde Gesees, Reinhard Sammer, freute sich über den, wie er es audrückte, faszinierenden Anblick derart vieler Kräfte und betonte, sämtliche Beteiligte hätten bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. In die gleiche Kerbe schlug der stellvertretende Landrat Manfred Thümmler, der die enorme Wichtigkeit der Ausbildung in den Feuerwehren herausstellte und darauf hinwies, dass seitens des Landkreises Bayreuth viel dafür getan wird, dass den Feuerwehren auch die erforderliche Ausrüstung zur Verfügung steht, beispielswiese mittels des sogenannten mittelfristigen Gerätebeschaffungsplanes.

Stefan Hertel betonte, dass die Firma Möbel Hertel den Feuerwehren jegliche mögliche Unterstützung zukommen lasse, insbesondere in Form von Freistellungen von Mitarbeitern oder bei der Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen, wodurch unlängst die Beschaffung eines Hochdrucklüfters durch die Feuerwehr Gesees möglich wurde. Auch die Verpflegung der Übungsteilnehmer wurde freundlicherweise von der Firma Hertel Möbel übernommen.

Kreisbrandrat Hermann Schreck erinnerte an das Motto der diesjährigen Feuerwehraktionswoche \\\"Wir sorgen für Ihre Sicherheit - Tun Sie es auch! Schützen Sie Familie und Haushalt\\\". Ein Wohnhausbrand in der Inspektion IV hat vor kurzem erneut aufgezeigt, wie wichtig die Installation von Rauchmeldern in den eigenen vier Wänden ist. Die dort betroffene Familie hatte sich bei Brandausbruch im Schlaf befunden. Durch einen Rauchmelder wäre sie frühzeitig über die drohende Gefahr informiert worden. Ein noch in der Wohnung befindlicher Hund konnte jedoch leider nur noch tot geborgen werden. Daher müsse die Eigenvorsorge der lebensrettenden kleinen Wächter weiter vorangetrieben werden, so KBR Schreck deutlich.




Text: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: Sven Kaniewski und Waldemar Adelhardt, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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