HLF 20-16 für die Feuerwehr Glashütten beschafft

01.02.2009


Ein weiteres Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20/16 leistet im Landkreis Bayreuth ab sofort Dienst am Bürger.

Feuerwehrleute der Gemeinde Glashütten konnten in der vergangenen Woche das HLF 20/16 mit einem Fahrgestell der Firma Iveco Magirus, Aufbaumodell AluFire 3 desselben Herstellers, aus dem Werk in Weisweil, nahe der französischen Grenze, abholen. Die feuerwehrtechnische Beladung stammt von der Ludwig Feuerschutz GmbH in Bindlach.

Diese Beladung ist maßgeblich auf die technische Hilfeleistung ausgerichtet, welche den absoluten Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze ausmacht. So werden neben der hierfür erforderlichen Standardausrüstung wie Rettungsschere und -spreizer, Rettungszylinder, Hebekissen und dergleichen beispielsweise eine mobile Seilwinde und eine Arbeitsplattform mitgeführt. Speziell für die Feuerwehr Glashütten, die einen der Chemieschutzstandorte im Landkreis bildet, sind insbesondere ein Gasmessgerät, Chemiekalienschutzanzüge sowie eine Hygienewand beinhaltet. Der Wassertank verfügt über ein Fassungsvermögen von 2.000 Litern, daneben ist ein Schaummitteltank mit 200 Litern Inhalt eingebaut. Zudem verfügt das Fahrzeug über das fest installierte Schaumzumischsystem CaddiSys. Mit der Zumischung von Schaum kann die Löschwirkung des Wassers erhöht werden, weshalb eine Brandbekämpfung effizienter durchgeführt werden kann.

Oliver Becker, Kommandant der Feuerwehr Glashütten, erklärte im Rahmen der Indienststellung am Samstag, den 31. Januar 2009, dass der erste Eindruck von dem neuen Feuerwehrfahrzeug nicht nur den bisher gehegten Erwartungen entspreche, sondern diese vielmehr übertroffen worden seien. Die Schlagkraft der Feuerwehr Glashütten, die bislang über ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 aus dem Jahre 1980 verfügt, werde so enorm gesteigert. Auf die Wehr komme nun aber auch eine intensive Zeit der Aus- und Weiterbildung zu.

Bürgermeister Werner Kaniewski begrüsste es namens der Gemeinde ausdrücklich, dass das Fahrzeug nunmehr seiner Zweckbestimmung übergeben werden konnte. Dieses Fahrzeug stelle einen wichtige Aufwertung der Sicherheit der Bürger nicht nur in Glashütten dar, sondern auch über die Ortsgrenzen hinweg. Im Hinblick auf die bei der Entscheidung über die Anschaffung lautgewordene Kritik hieran stellte Kaniewski klar, dass sich die Investition bereits dann mehr als bezahlt machen werde, sobald damit ein Menschenleben gerettet werden kann. Denn letztendlich wurde das HLF 20/16 nicht beschafft, damit die Feuerwehr in einem teueren Auto umherfahren kann, sondern vielmehr, um in Not geratenen Menschen schnell, qualifiziert und in bestmöglicher Weise helfen zu können.

Die offizielle Einweihung des Fahrzeuges wird am Samstag, den 28. März 2009, in festlichem Rahmen stattfinden.



Kommandant Oliver Becker bei der Vorstellung des Fahrzeuges.

Bürgermeister Werner Kaniewski und 3. Bürgermeister Bruno Heider testen das neue Schneidgerät.

Probelauf mit dem tragbaren Monitor.

Der Bedienstand des Maschinisten.


Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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