Sprechfunkausbildung in Hummeltal

09.03.2009



Der Sprechfunkfunkverkehr spielt bei nahezu sämtlichen Feuerwehreinsätzen eine entscheidende Rolle. Ohne dieses Kommunikationsmittel wäre eine effiziente Bewältigung von Unglücksfällen nahezu undenkbar, da hierdurch die eingesetzten Kräfte schnell sinnvoll einer Tätigkeit zugeteilt und zielgenau positioniert werden können. Je größer die Schadenslage, umso wichtiger ist es, daß der Funkverkehr knapp, präzise und in geordneten Bahnen abgewickelt wird. Dieser enormen Praxisrelevanz trägt die Ausbildungsinspektion mit ihrem verantwortlichen Fachausbilder, KBM Jürgen Wunderlich, Rechnung: So sind allein in der Ausbildungsstatistik des vergangenen Jahres 2008 insgesamt 162 im Sprechfunk neu ausgebildete Feuerwehrleute erfasst.

Weitere 27 Feuerwehrangehörige aus den Wehren Seelig, Mistelbach, Kainach, Breitenlesau, Hummeltal, Spänfleck, Hannberg, Drosendorf, Hollfeld und Frankenhaag wurden an den vergangenen beiden Samstagen in diesem Bereich unterwiesen. Der Lehrgang umfasst insgesamt 16 Stunden in den Themengebieten Rechtsgrundlagen, Physikalische Grundlagen, Gerätekunde, Sprechfunkbetrieb, Kartenkunde und schließt mit einer schriftlichen Prüfung. Hinzu kommt eine praktische Übung, bei der die Teilnehmer im Rahmen von Bewegungsfahrten vorgegebene Koordinaten anfahren und dort verschiedene Aufgaben bewältigen müssen, beispielsweise das Bestimmen von geeigneten Hubschrauberlandeplätzen oder Wasserentnahmestellen. Hierbei werden die zuvor erworbenen theoretischen Kenntnisse einem ersten Praxistest unterzogen und weitergehend intensiviert. Das Team der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) unterstützte diesen Abschnitt des Lehrganges mit dem ELW 2.

KBM Wunderlich forderte die neuen Sprechfunker abschließend dazu auf, in den eigenen Wehren als sogenannte Multiplikatoren tätig zu werden: Hierdurch können in den eigenen Standorten insbesondere neue Ausbildungsinhalte durch die Teilnehmer weitergegeben werden, so daß der örtliche Ausbildungsstand ohne größeren Aufwand aktuell gehalten werden kann. Dem pflichtete auch Kreisbrandinspektor Armin Meyer bei. Vor allem sei es nicht mehr selbstverständlich, daß die Teilnehmer sich einem solchen Lehrgang unterziehen und damit eines der kostbarsten Güter der heutigen Gesellschaft der Allgemeinheit zur Verfügung stellen: ihre freie Zeit. Ein besonderes Dankeschön gilt natürlich auch der Feuerwehr Hummeltal für ihre geleistete Unterstützung !!



Blick in den ELW 2 während des praktischen Teils.

Gruppenfoto der Teilnehmer.


Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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