Tragkraftspritze der Feuerwehr Seitenbach in Dienst gestellt

26.04.2009


Bei schönstem Sonnenschein wurde am Samstag, den 25. April 2009, die neue Tragkraftspritze der Feuerwehr Seitenbach im Rahmen einer würdigen Feierlichkeit eingeweiht.

Kommandant Joachim Roder gab vor den zahlreichen Gästen einen kurzen Überblick über die Geschichte der Feuerwehr Seitenbach, welche bis in das Jahr 1873 zurückdatiert, damals anläßlich der Anschaffung einer „Feuerlöschmaschine mit Wagen“. Die offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Seitenbach erfolgte im Juli 1889. Nach nunmehr rund 120 weiteren Jahren geht die Pumpe als einer vieler Meilensteine in die Geschichte ein. Als Grund für die Beschaffung, welche eine Tragkraftspritze 8/8 aus dem Jahre 1968 ersetzt, waren vor allem technische Mängel, insbesondere Startschwierigkeiten, verantwortlich. Im Hinblick auf die Zukunft stellte Kommandant Roder dar, daß die Anschaffung eines Fahrzeuges für die Feuerwehr durchaus sinnvoll sei. Hierzu erinnerte er an einen Ausspruch des früheren Mistelgauer Bürgermeisters, Gerd Baumann, aus dem Jahre 1984, der bereits damals den Einsatz einer Feuerwehr mit Traktoren als nicht mehr zeitgemäß erachtete.

Die beiden Geistlichen Friederike Steiner und Dr. George Kocheekaranveetil stellten die Tragkraftspritze unter Gottes Segen. Mit einem herzlichen „Vergelts Gott“ dankten sie den ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten für ihren steten Einsatz am Nächsten.

Bürgermeister Georg Birner stellte in seinem Grußwort heraus, daß die Gemeinde Mistelgau in Sachen Feuerschutz ihren Wehren jederzeit sehr weit entgegenkomme. Er sicherte weiterhin zu, daß sich in Bezug auf das gewünschte Fahrzeug im Laufe des Jahres etwas ergeben werde. Gleichzeitig erinnerte er aber auch an das geplante Gesamtkonzept für die Gemeinde, das allen Mistelgauer Feuerwehren zugute kommen solle.

Kreisbrandinspektor Armin Meyer beglückwünschte sowohl die Feuerwehr als auch die Gemeinde zu der neuen Pumpe. Er bezeichnete die Feuerwehr Seitenbach als eine gute Truppe, die die Tragkraftspritze in Ehren halten werde. Kreisbrandrat Hermann Schreck betonte die enormen Leistungen der Feuerwehrleute im Rahmen der Solidargemeinschaft. Letztendlich seien alle Bürger Nutznießer dieser Gerätschaft, welche beispielsweise bei Hochwasser wertvolle Dienste leisten könne. Auch dankte er der Gemeinde Mistelgau für ihre Bereitschaft, zeitgerechtes und modernes Gerät für die Feuerwehr zu beschaffen.



Bei der Pumpe handelt es sich um das Modell PFPN 10-1000 (englisch; sinngemäße Übersetzung: „Portable Feuerlöschkreiselpumpe Normaldruck mit einem Nennförderstrom von 1000 l/min bei einem Nennförderdruck von 10 bar“) FOX III der Firma Rosenbauer, welche durch die Firma Ludwig Feuerschutz GmbH (Bindlach) ausgeliefert wurde.

Technische Daten

Motor:
BMW 2-Zylinder Viertakt-Boxermotor,
1170 ccm Hubraum, Leistung 50 kW bei 4500 min-1,
Luftkühlung durch motorfestes Kühlgebläse,
elektronisch geregelte Kraftstoffeinspritzung,
20 l Treibstofftank, Superbenzin 95 ROZ)

Pumpe:
Einstufige Kreiselpumpe aus Leichtmetall,
räumlich gekrümmtes Laufrad und Leitapparat im Spiralgehäuse,
mit Manometer saug- und druckseitig, Pumpe manuell auskuppelbar

Max. Förderleistung bei 3 m Saughöhe
• 1000 l/min bei 15 bar
• 1600 l/min bei 10 bar
• 2000 l/min bei 3 bar

Anschluss saugseitig: 1 x Außengewinde G 4 1/2" mit Saugsieb
Anschluss druckseitig: 2 x Außengewinde G 2 1/2" mit Niederschraubventil

Ansaugpumpe:
Automatisch gesteuerte Kolbenansaugpumpe mit manueller Abschaltmöglichkeit
Ansaugzeit bei 3 m Saughöhe ca. 5 sec, bei 7,5 m ca. 20 sec

Traggestell:
Aluminium Rahmen mit vier schwenkbaren Tragegriffen

Abmessungen:
L x B x H ca. 945 x 740 x 840 mm

Gewicht:
Trocken 150 kg, betriebsbereit ca. 167 kg (vollgetankt)



Kommandant Joachim Roder.

Gemeinsame Weihe durch die beiden Pfarrer.

Bürgermeister Georg Birner.

KBI Armin Meyer.

KBR Hermann Schreck.

Gruppenbild mit den Beteiligten.

Die neue Tragkraftspritze.

Auch der potentielle Nachwuchs nimmt die Beschaffung schon einmal in Augenschein.


Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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