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Gerätehauseinweihung und 135 Jahre Feuerwehr in Kirchenpinggarten
15.05.2009
Nach 2 1/2 Jahren Bauzeit mit über 10 000 Arbeitsstunden konnte die Feuerwehr Kirchenpingarten vom 08. - 10.05.09 das neue Gerätehaus feierlich einweihen.
Los ging es am Freitag mit einem Partyabend für Jung und Junggebliebene.
Am Samstag fand die offizielle Einweihung statt. Ein Kirchzug mit allen anwesenden Feuerwehren führte zur "Verabschiedung" des alten Gerätehauses an diesem vorbei, weiter zum Neubau. Direkt am neuen Gerätehaus wurde der Einweihungsgottesdienst mit Pfarrer Christian Rakete begangen. Bei herrlichem Wetter und unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung spendete er den kirchlichen Segen. Er gab zu Bedenken, dass wir unsicheren Zeiten entgegengehen. Vieles was fest war, kann brüchig werden.
Die Feuerwehr sei jedoch ein Symbol für Zusammenhalt und Zusammenarbeit, was man auch an der enormen Eigenleistung sehen kann. Er dankte den Feuerwehrfrauen und - männern für ihre Gesinnung und Einsatzbereitschaft und stellte das Motto der Feuerwehr "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" in seiner Predigt immer wieder heraus. Nach den Fürbitten, dem Abendmahl sowie dem Segen überreichte Pfarrer Rakete ein Kreuz zum Schutz für das Gerätehaus und als Erinnerung. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor Kirchenpingarten und den Original Fichtelgebirgsmusikanten aus Mehlmeisel.
Im Anschluss zogen die anwesenden Feuerwehren aus Immenreuth, Heidennaab, Tressau, Kirmsees, Lienlas, Kasel bei Trier, Weidenberg, Ahornberg, Speichersdorf, Neustadt/Kulm, Fichtelberg, Ramlesreuth, Punreuth, Kirchenlaibach, Görschnitz, Seybothenreuth sowie die Reservistenkameradschaft Speichersdorf ins Festzelt ein. Kommandant Josef Scherm konnte zahlreiche Ehrengäste begrüssen, u.a. Bürgermeister Klaus Wagner mit seinen Gemeinderäten, Bürgermeister Hans Wittauer aus Weidenberg, Hans Unterburger aus Seybothenreuth, Thomas Kreil aus Emtmannsberg, Peter Merkl aus Immenreuth, den früheren Bürgmereister von Kirchenpingarten Josef Legath, Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandinspektor Andreas Heizmann, Kreisbrandmeister Kristijan Pauthner und Karl-Heinz Sehnke sowie Ehren- Kreisbrandmeister Werner Schwenk.
Bürgermeister Wagner führte in seiner Ansprache aus, wie der den Bau empfunden hat. Das alte Haus,
1975 erbaut, platzte aus allen Nähten. Nachdem für Um- und Anbaumaßnahmen keine Förderung gewährt wurde, war klar, dass nur ein Neubau in Frage kommt. Die Feuerwehr brachte sich mit über € 100.000,--, geleistet in mehr als 10 000 Arbeitsstunden Eigenleistung, ein.
Insgesamt hat das neue Domizil der Floriansjünger ca. € 500.000,-- gekostet. Für die Baumaßnahmen wurden vornehmlich Firmen in der Region bedacht. Die Schlauchtrocknungs- und Prüfanlage entspricht den neuesten Anforderungen und die Schlauchpflege wird künftig für die gemeindlichen Feuerwehren gemeinsam durchgeführt. Weiterhin ist das neue Haus mit Kleiderkammer, Atemschutzraum, Werkstatt sowie einem modernen Schulungsraum ausgestattet. Der Bürgermeister dankte der Feuerwehr für die Einigkeit und den beteiligten Unternehmen sowie dem Gemeinderat für die damals einstimmige Beschlussfassung. Als Geschenk beteiligt sich die Gemeinde finanziell an einem Helferessen für die Feuerwehrleute und ausführenden Firmen. Bürgermeister Wagner übergab Kommandanten Josef Scherm symbolisch einen Schlüssel für die neue Unterkunft.
Anschliessend ergriff Jugendwartin Sonja Hirschmann das Wort. Sie dankte mit der Jugendgruppe allen Helfern mit einer tänzerischen und musikalischen Einlage.
Kreisbrandrat Hermann Schreck gratulierte zu dieser Leistung, welche seinesgleichen sucht. Er sprach die Grußworte für alle Führungskräfte und überbrachte auch die Glückwünsche von Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch. Es ist nicht Standard, dass sich Feuerwehrleute so engagiert einbringen und dass man sich selbst ein Gerätehaus baut. Diese Feuerwehr wird es auch in Zukunft geben, da die Chemie stimmt, so der Kreisbrandrat. Auch die Jugendarbeit wird groß geschrieben. Sonja Hirschmann, Jugendwartin der 20köpfigen Jugendgruppe, bekam hierfür einen besonderen Applaus. Als Geschenk überreichte KBR Schreck einen Wimpel des Kreisfeuerwehrverbandes.
Kommandant Josef Scherm dankte zum Abschluss nochmals seinen Kameraden und dem Vorstand Siegfried Schmidt. Der Vorstand der Feuerwehr Immenreuth überreichte für die vier Patenwehren als Geschenk ein Schnellangriffsschaumrohr sowie ein Glasmanagementset. Die Feuerwehr Kasel bei Trier schenkte ein Wappen sowie einen guten Tropfen und die Feuerwehr Lienlas als vierte Wehr in der Gemeinde überbrachte einen Heiligen St. Florian zum Schutz des neuen Hauses.
Mit anschliessendem Festbetrieb klagt der Samstag aus. Am Sonntag konnte beim "Tag der offenen Tür" mit Rahmenprogramm das neue Haus ausgiebig besichtigt werden. Die "Sau am Spieß" wurde von der Patenwehr Kirmsees auf außergewöhnliche Art und Weise überbracht

Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde seiner Bestimmung übergeben 




Die "Sau am Spieß" wurde von der Patenwehr Kirmsees auf außergewöhnliche Art und Weise überbracht 



Für die Jugend war ein super Programm geboten 
Text: Kerstin Schmidt, FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Kerstin Schmidt
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