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Führungskräfte des Landkreises Bayreuth in Etzenricht
05.06.2009
Am 23.5.2009 ging es zur Abnahme des Bundesleitsungs-abzeichen in das oberpfälzerische Etzenricht bei Weiden.
Bei strahlendem Sonnenschein trat das Team bereits zur Bewerbseröffnung um 08:00 Uhr in Etzenricht an.
Ungewohnt zu anderen Veranstaltungen bestand diesmal die Bewerbsgruppe nur aus Führungskräften des Landkreises Bayreuth, dies machte die Veranstaltung noch spannender.
Die Bewerbsgruppen reisten
aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Österreich und Italien an.
Die Zusammensetzung des Landkreisteams:
GF: KBR Hermann Schreck,
MA: KBM Herbert Neubauer,
ME: KBM Rainer Marks,
ATF: KBM Karlheinz Sehnke,
ATM: KBI Harald Schöberl,
WTF: KBM Stefan Steger,
WTM: KBI Andreas Heizmann,
STF: KBM Andreas Mahlert
STM: KBM Jürgen Wunderlich,
und Ersatzmann: KBM Kristijan Pauthner
Um 10.45 Uhr ging es zum Probedurchgang, um die einzelnen Gerätschaften zu 'beschnuppern'. In die Vollen ging es kurz nach Mittag, dann wurde aus Spass Ernst und es ging darum, das Bundesleistungsabzeichen in Bronze abzulegen.
In der bewährten Gruppeneinteilung ging es an die Bewerbsbahn.
Nachdem der Gruppenführer den Angriffsbefehl gab, starteten alle los. Der Angriffstrupp verlegte blitzschnell die Zubringerleitung zum Verteiler. Wasser und Schlauchtrupp, sowie der Maschinist kuppelten derweil die Saugleitung.
Alles verlief wie am Schnürchen. Nun begab sich auch der Wassertrupp Richtung Verteiler.
Am Ende blieb die Stoppuhr bei 76,9 Sekunden stehen.
Gleich im Anschluss ging es zum Staffellauf, welcher auf einem, vom Sportplatz nahegelegenen, asphaltierten Waldweg stattfand.
Da auf Asphalt die Verletzungsgefahr größer ist, ging die Gruppe kein Risiko ein.
Ein sicherer Staffellauf war nach 76,5 Sekunden beendet.
Bei der Siegerehrung um 18.00 Uhr bekam das Führungsteam des Landkreises neben dem Bundesleistungsabzeichen in Bronze auch einen Pokal, denn in der jeweiligen Wertung schaffte das Team den dritten Platz.
Um 19.30 Uhr trat man mit großer Freude und Stolz die Rückreise an.
Allgemeines:
Seit 1961 veranstaltet der Internationale Feuerwehrverband (CTIF) als ständige Einrichtung auch Internationale Wettbewerbe (früher genannt Wettkämpfe) für Freiwillige Feuerwehren und Berufsfeuerwehren. Diese Veranstaltungen werden zur Steigerung des Ausbildungsstandes und der körperlichen Fitness der Einsatzkräfte durchgeführt. Neben dem sportlichen Ehrgeiz und Erfolg steht der kameradschaftliche Kontakt der Teilnehmer im Vordergrund.
Die Ausschreibung für den Wettbewerb wurde vom internationalen Feuerwehrverband (CTIF) im Jahr 2002 überarbeitet und als einheitliche Ausschreibung für einen internationalen Vergleich auf sportlicher Ebene neu herausgegeben. Die aus jeweils neun Mitgliedern bestehenden Gruppen müssen zwei Disziplinen absolvieren, den Löschangriff und den Staffellauf.
Der Löschangriff:
Zunächst wird ein trockener Löschangriff aufgebaut. Dabei gilt es so schnell wie möglich symbolisch eine Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer (Fluss oder See) mit 4 Saugschläuchen herzustellen. Diese werden zusätzlich mit Leinen gesichert und an eine Motorspritze angekuppelt. Des weiteren wird eine Versorgungsleitung von 40 Metern (2B-Schläuche) verlegt. Über einen Verteiler werden zwei separate "Angriffsleitungen" mit jeweils 30 Meter C-Schlauch verlegt. Die Übung gilt als beendet, wenn alle Mitglieder der Gruppe ihre Tätigkeit ausgeführt und die Endaufstellung eingenommen haben.
Entscheidend für die Bewertung ist die Schnelligkeit und die korrekte Einhaltung der Ausschreibung. Werden durch die vier Bewerter während der Übung Abweichungen festgestellt, werden Strafpunkte vergeben. Diese werden zu der benötigten Zeit für den Löschangriff hinzugezählt.
Der Staffellauf:
An dem anschließenden Staffellauf müssen dann nur noch acht Gruppenmitglieder antreten und jeweils 50 m bewältigen. Statt einem Staffelholz wird ein Strahlrohr verwendet. Die jeweiligen Wechsel müssen in einem markierten Bereich von 10m getätigt werden. Drei der Läufer müssen verschiedene Hindernisse überwinden. Der 3. Läufer überläuft einen 6m langen Schwebebalken, der 60cm hoch aufgestellt ist. Der 7. Läufer hat eine 1,5m hohe Holzwand zu überwinden und der Schlussläufer muss ein 8m langes Kunststoffrohr mit ca. 75cm Innendurchmesser durchspringen. Ein wiederholter Frühstart und mögliche Wechselfehler werden auch hier als Fehlerpunkte zu der benötigten Zeit hinzu addiert.
Bundesleistungsabzeichen
Das BLA gibt es in drei Stufen, Bronze Silber und Gold.
Die Gruppe erhält 500 Punkte zu beginn der Abnahme. Von diesen 500 Punkte werden die Strafpunkte abgezogen zusätzlich für jede Sekunde die beim Löschangriff und beim Staffellauf benötigt wird, wird ebenfalls ein Punkt abgezogen.
Um das BLA in Bronze zu erlangen, müssen zum Schluss noch 320 Punkte bleiben. Beim BLA in Silber müssen auch mindestens 320 Punkte erreicht werden, aber es muss vor der Abnahme gelost werden. Beim Goldenen muss auch gelost werden aber es müssen mindesten 380 Punkte erreicht werden.







Die strahlenden Sieger... 
... und ihr Pokal Text und Fotos: KBI Harald Schöberl
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