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Nachwuchsretter 2009 - eine vorbildliche Aktion in Goldkronach durchgeführt
13.09.2009
Gerade in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen, gilt es, mit guten Ideen und positivem Engagement für die "gute Sache" zu werben.
Ein hervorragendes Beispiel hat hier die Freiwillige Feuerwehr Goldkronach mit allen Ortswehren des Stadtgebietes an den Tag gelegt. In einer Gemeinschaftsaktion "Nachwuchsretter 2009 gesucht" haben die verantwortlichen Kommandanten und Jugendwarte unter der Federführung von Leisau´s Jugendwart Jürgen Deinlein ein zweitägiges Programm ganz im Zeichen des Ehrenamtes angeboten.
Die aus organisatorischen Gründen begrenzte Teilnehmerzahl war denn auch schnell erreicht. 18 Jugendliche aus dem Stadtgebiet mit seinen Ortsteilen wollten es sich nicht nehmen lassen, ein Wochenende bei der Feuerwehr zu verbringen. Voller Spannung kamen sie am Samstag ins Gerätehaus nach Goldkronach, in dem sie in der Nacht zum Sonntag auch schliefen und versorgt wurden.
Dazwischen allerdings galt es, die Stunden so zu verbringen, wie es dem Alltag eines ehrenamtlichen Feuerwehrmannes entspricht. Zunächst war es ein Melderalarm im Seniorenwohnheim Goldkronach, zu dem die "Nachwuchsretter" ausrücken mussten - natürlich immer in Begleitung der ausgebildeten "echten Feuerwehrler". Anschließend galt das Augenmerk einem PKW-Brand, der in Dressendorf gelöscht werden musste. Das Thema "Erste Hilfe" wurde bei einem angenommenen Verkehrsunfall an der Info-Station des Besucherbergwerkes in Brandholz aufgegriffen. In Nemmersdorf musste eine vermeintliche Ölspur gekehrt werden.
Voller Begeisterung waren die Jugendlichen bei der Arbeit.
Bei der Rettung einer bewußtlosen Person ( Übungspuppe ) von einem Garagendach in Goldkronach erkannte der Nachwuchs schließlich einmal mehr die Dramatik, die in solchen Einsätzen stecken kann.
In der Nacht schließlich wurde man alarmiert zur Personensuche im Wald: eine Aktion, bei der die Verantwortlichen hofften, die Nachwuchsretter zur nächtlichen Erschöpfung zu bringen... Doch vergebens: zu groß war die Begeisterung für die Tätigkeiten bei der Freiwilligen Feuerwehr, als dass man länger als 2 Stunden hätte schlafen können. Als schließlich am frühen Morgen des Sonntag um 6 Uhr zu einem Brand nach Leisau alarmiert wurde, hatte doch manch einer kleine Augen.
Der geplante offizielle Abschluss der Veranstaltung mit Ehrengästen wie Bürgermeister Günter Exner und Stadträten, Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch und Kreisbrandmeister Konrad Bauer am Sonntag vormittag fiel schließlich dem echten Einsatz zum Opfer. Kurz vor 9 Uhr wurde Alarm ausgelöst für den Brand in einem Reifenlager am Bindlacher Berg. Genau so, wie es den Jugendlichen am Wochenende spielerisch gezeigt wurde, ist denn eben auch der Alltag im Leben eines ehrenamtlichen Feuerwehrmannes: niemals planbar, niemals kalkulierbar. Wenn der Funkwecker und die Sirenen schrillen, steht man bereit, um den in Not Geratenen zu helfen.
Der Begeisterung der Jugendlichen hat es in Goldkronach sicherlich keinen Abbruch getan, dass der offizielle Abschluss dem realen Einsatz weichen musste. Und so manch ein "Nachwuchsretter 2009" wird vielleicht in 15 oder 20 Jahren als Betreuer oder Kommandant dabei sein, wenn es bei der Feuerwehr Goldkronach eine Aktion gibt: "Nachwuchsretter 2024 oder 2029 gesucht".
Ein besonderer Dank gilt der Stadt Goldkronach sowie den vielen Geschäftsleuten aus Goldkronach, die diese hervorragende Veranstaltung durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung ermöglicht haben, wie Kommandant Klaus-Dieter Löwel betonte.

Begeistert zeigten sich die Jugendlichen von dem simulierten Fahrzeugbrand 
... Mädchen an die Schläuche - hier wurde die Frauenquote erfüllt ... 
Wasser marsch ! Unter der fachkundigen Anleitung von erwachsenen Feuerwehrleuten durften die Jugendlichen löschen 

Gruppenbild der Teilnehmer mit ihren Betreuern 
Auch das Kehren einer Ölspur gehört zu den Aufgaben von Feuerwehrleuten Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Carolin Rausch
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