Großübung in der Inspektion I im Rahmen der Aktionswoche 2009

23.09.2009


Beste Zusammenarbeit wurde den Helfern von Feuerwehr, Bergwacht und BRK, auch landkreisübergreifend, anlässlich der Großübung der Inspektion I im Rahmen der Feuerwehraktionswoche 2009 attestiert.

Angenommen hatte man einen Brand im ersten Stockwerk des Seniorenheimes Bischofsgrün, einem geografisch wie inhaltlich schwierigem Objekt, das im Ernstfall eine besondere Herausforderung wäre.

Rund 250 ehrenamtliche Helfer beteiligten sich an der Großübung, bei der sich der Brand in einem Geschoss rasch auf das benachbarte Dach- und Untergeschoss ausbreitete, wie das Übungsszenario vorgab. Im Ernstfall hätte das Seniorenheim evakuiert werden müssen, was jedoch mit Rücksicht selbstverständlich unterlassen wurde.

Mittels der angeforderten Drehleitern aus Gefrees und der benachbarten Stadt Wunsiedel wurden die vermeintlich Verletzten, überwiegend Statisten aus der Jugendfeuerwehr, aus den oberen Stockwerken gerettet. Im direkten Innenangriff und mit Atemschutzgeräteträgern, wurden weitere Verletzte ins Freie gebracht, von den Helfern der Bergwacht Bischofsgrün erstversorgt und dem BRK übergeben. Rolf-Dieter Winkler und Richard Knorr fungierten hier als Einsatzleiter von Bergwacht und BRK.

Der erstmals in dieser Übung ausprobierte Standort der Wunsiedler Drehleiter gestaltete sich als äußerst schwierig. Nur jeweils ein Feuerwehrmann konnte die verletzte Person mit nach unten bringen. Bei der anschließenden Übungsbesprechung im Kurhaus ein Thema, mit dem man sich künftig noch beschäftigen muss.

Auch die Atemschutzgeräteüberwachung wollte man künftig näher zusammenbringen, damit im Ernstfall der Überblick über die Anzahl der aus dem Gebäude gebrachten Personen besser wird. Im Zuge der Übung hatte hier nur das BRK die aktuelle Anzahl im Blick.

Mit dem gespielten Zusammenbruch eines Atemschutzgeräteträgers wurde die Spannung bei der Übung nochmals erhöht und verdeutlicht, wie wichtig der Eigenschutz im Feuerwehrdienst ist. Alle Einsatzkräfte waren sich jedoch einig, dass die gespielten 25 Verletzten im Vergleich zum Realeinsatz in diesem Objekt pflegeleicht waren. Die Bewohner wären körperlich gebrechlich, geistig verwirrt, unter Schock stehend und würden ihrer Rettung vermutlich vehement entgegenwirken, wie auch der Betreiber des Seniorenheimes, Rainer Ebner, verdeutlichte.

Die Wasserversorgung wurde von KBM Uwe Meier, der die Einsatzleitung vom örtlichen Kommandanten, Horst Illing, übernommen hatte, als absolut ausreichend bezeichnet. Neben einem vor kurzem vom Forst angelegten Teich, der zu Löschzwecken verwendet werden darf, stehen ausreichend Wasser aus der öffentlichen Versorgung zur Verfügung.

Wenig Kritik an der Übung gab es denn auch von den Übungsbeobachtern KBM Konrad Bauer, KBM Jürgen Wunderlich, Renate Hohlweg und Heiko Schardt. Sie hatten nur kleine Mängel zu beanstanden.

Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch und Kreisbrandrat Hermann Schreck zollten allen Beteiligten Respekt und Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement. Stellvertretender Landrat Günther Hoppert und Bürgermeister Stephan Unglaub taten dies für die politische Führung des Landkreises und zeigten sich überzeugt und dankbar, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Hilfe in Not verlassen können.



Mit schwerem Atemschutz wurden die vermeintlich Verletzten aus dem Wohnbereich 3 des Pflegeheimes gerettet

Erstversorgung durch die Bergwacht Bischofsgrün

Richard Knorr vom BRK Bayreuth mit dem Einsatzleiter Bergwacht-Fichtelgebirge, Rolf-Dieter Winkler

Die Drehleiter aus dem benachbarten Landkreis Wunsiedel rückte an

Lagebesprechung mit Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch

Zahlreiche Ehrengäste beobachteten die Übung, um sich von der Leistungsfähigkeit zu überzeugen

Einsatzleiter, Kommandant Horst Illing bei der Brandmeldeanlage

Feuerwehr + Bergwacht Hand in Hand bei der Rettung von Verletzten

Mit der Drehleiter aus Gefrees wurden die Statisten aus den oberen Stockwerken gerettet

Der Einsatzleiter BRK, Richard Knorr, setzt eine aktuelle Lage ab

Bei der anschließenden Schlussbesprechung: KBI Winfried Prokisch

KBM Uwe Meier

... und schließlich KBR Hermann Schreck


Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: Carolin Rausch

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