 |
Einweihung des Gerätehausanbaues in Speichersdorf
28.09.2009
Am Samstag, den 26.09.2009, wurde der Gerätehausanbau der Freiwilligen Feuerwehr Speichersdorf bei einer Feierstunde eingeweiht.
Den Rahmen bildete ein Tag der Offenen Tür bei der Feuerwehr. Als besonderer Leckerbissen wurde das 2. Speichersdorfer Human-Kicker-Turnier ausgetragen. Hierbei beteiligten sich insgesamt 8 Gruppen, wobei die Gruppe aus Plössen den ersten Platz erreichte.
Im Beisein zahlreicher politischer Prominenz aus Landtag und Bundestag, fand um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt, den die beiden Speichersdorfer Geistlichen, evangelischer Pfarrer Klaus Rettig und der neue katholische Pfarrer Sven Grillmeier, leiteten. Pfarrer Rettig stellte zu Beginn gleich fest, dass die Speichersdorfer Feuerwehrleute was Gescheites gebaut haben, das den zukünftigen Aufgaben dient. Pfarrer Grillmeier, der selber Mitglied in einer Feuerwehr ist und sich in der Notfallseelsorge engagiert, betonte aber, dass die Feuerwehr nicht nur etwas braucht, um Gerätschaften unter zu stellen, sondern auch ein „Floriansstüberl“, um sich nach einen schwierigen und nervenaufreibenden Einsatz zusammen zu setzen, und um über das Erlebte zu sprechen. Dies helfe, die schrecklichen Bilder zu verarbeiten. Hierbei soll ihnen auch unser Herrgott helfen, deshalb schenkte er der Wehr eine Jesusikone. Beide Pfarrer weihten das Gerätehaus und sprachen sich dafür aus, dass die Wehr immer vollzählig vom Einsatz heim kämen. Da sich beide Pfarrer in der Notfallseelsorge engagieren, vereinbarten sie, dass die Kollekte der sich im Aufbau befindenden Notfallseelsorge des Landkreises Bayreuth gespendet wird. Im Anschluss des Gottesdienstes übergaben sie eine stolze Summe von 320 Euro an Kreisbrandrat Hermann Schreck. Der Gottesdienst wurde vom Posaunenchor und dem Fichtenhornbläsern ausgeschmückt.
Kommandant Roland Steininger ging in seiner Rede, die in der Fahrzeughalle statt fand, auf die Entstehung des Anbaues ein. So wurde im Juni 2007 der Antrag in der Gemeinde gestellt. Hier war man sich aber einig, dass was Ordentliches gebaut werden soll, was auch in der Zukunft Bestand hat. So wurde dem Architekturbüro Roland Reuth der Auftrag für einen Anbau mit zwei Stellplätzen vergeben. Im September 2008 wurde mit dem Bau begonnen und bereits im November Richtfest gefeiert. Der Anbau konnte auch durch die hohe Eigenleistung seitens der Feuerwehr durch die Gemeinde geschultert werden. Dies betonte auch Bürgermeister Manfred Porsch. Roland Steiniger verwies auf die hohe Zahl von über 1500 Arbeitsstunden, die in 40 Arbeitseinsätzen geleistet wurden.
Manfred Porsch bedankte sich bei der Wehr für ihr Engagement und machte deutlich, dass der Anbau nicht für die Feuerwehr gebaut wurde, sondern für alle Bürger nicht nur im Gemeindebereich Speichersdorf, auch für die Landkreisbevölkerung, da die Speichersdorfer Wehr mit ihrem Löschzug überörtlich eingesetzt wird. Für die Gemeinde Speichersdorf war der Anbau keine Frage und die 145.000 Euro Bausumme gut investiert. Zumal es vom Freistaat Bayern einen Zuschuss von 40.000 Euro gab.
Landrat Hermann Hübner bedankte sich bei der Feuerwehr Speichersdorf für ihre Arbeit und stellte die provokative Frage: „Haben die Feuerwehren ein Zukunft?“! Dies konnte er mit ruhigem Gewissen bejahen, denn dies habe er am heutigen Bezirksjugendleistungsmarsch gesehen, wo wieder eine Gruppe des Landkreises Bayreuth den Sieg errungen hat. Auch in Speichersdorf wird eine hervorragende Jugendarbeit geleistet.
Hermann Schreck bedankte sich in seiner kurzen Ansprache bei der Gemeinde Speichersdorf für das Entgegenkommen bei feuerwehrtechnischen Angelegenheiten. So habe die Gemeinde das Konzept 2020 mit getragen und sich für die Stationierung eines Wechseladersystems ausgesprochen.

zahlreich politische Prominenz fand sich in Speichersdorf ein 
Pfarrer Rettig und Grillmeier mit der geschenkten Jesusikone 
Fichtenhornbläser und Posaunenchor begleiteten den Gottesdienst musikalisch 
Weihe und Segnung des Anbaues 
Landrat Hermann Hübner bei seiner Rede 
Gruppenbild mit Politikern aus den Bundes- und Landtag Text und Fotos: Gerhard Eichmüller Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
|
 |