Lehrgang "Erste Hilfe im Feuerwehrdienst"
23.04.2010
Dass der Katalog der Ausbildungsinspektion des Landkreises Bayreuth an der Vermittlung von praxisorientierten Kenntnissen für Feuerwehrdienstleistende ausgerichtet ist, zeigte am Dienstag, den 20.04.10 der Lehrgang „Erste Hilfe im Feuerwehr-Dienst“ auf der Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes in Waischenfeld.
Durch die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Malteser Hilfsdienst konnte dieser Lehrgang erstmals als Pilotprojekt den Feuerwehrdienstleistenden angeboten werden.
KBI Harald Schöberl konnte neben dem Referenten Manfred Huppmann, der zugleich Rettungsdienstleiter in Waischenfeld sowie Notfallseelsorger ist, auch KBM Uwe Jacobs, Frauenbeauftragte Ursula Grundmann sowie Feuerwehrdienstleistende aus verschiedenen Wehren des gesamten Landkreises als Lehrgangsteilnehmer begrüßen.
Zu Beginn des Lehrganges vermittelte Manfred Huppmann den Teilnehmern als Auffrischung die wichtigsten Erste Hilfe Kenntnisse.
Hauptschwerpunkte des theoretischen Lehrgangsteiles waren:
- Was bedeutet der Begriff Notfall
- Auffinden eines Notfallpatienten und welche Maßnahmen müssen eingeleitet werden
- Vorgehen bei bewusstlosen Patienten
- Hilfeleistung bei Feuerwehrkameraden, die im Einsatz zu Schaden kommen oder durch Überbelastung gesundheitliche Störungen erleiden
- die neue stabile Seitenlage
Während seiner Ausführungen appellierte Manfred Huppmann an die Teilnehmer, dass die jährliche UVV-Unterweisung für jeden Feuerwehrdienstleistenden eine wichtige Grundlage im aktiven Feuerwehr-Dienst ist.
Anschließend wurden die aufgefrischten und neu erlernten theoretischen Kenntnisse als praktische Übungen geprobt.
Hierbei stellten sich Kameraden von der FF Waischenfeld in kompletter Schutzausrüstung mit Pressluftatmer als „Übungsobjekte“ zur Verfügung. Für die Teilnehmer galt als dann die Feuerwehrkameraden bei einer angenommenen Bewusstlosigkeit von ihrem Helm, Pressluftatmer sowie Schutzjacke zu befreien und die „bewusstlosen“ Feuerwehrkameraden in die stabile Seitenlage zu legen.
Dabei stellte sich für die Lehrgangsteilnehmer schnell heraus, dass dies gar nicht so einfach ist, wie man anfänglich zu erst vermutete.
Als weitere praktische Übung konnten die Teilnehmer an einer Übungspuppe die 2-Helfer-Methode der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Beatmungsbeutel und Herzdruckmassage üben.
Im Anschluss an die praktischen Übungen führte Manfred Huppmann die Vorgehensweise im Umgang mit einem Defibrillator vor. Zudem konnten die Teilnehmer den Rettungs-wagen des Malteser Hilfsdienstes aus Waischenfeld besichtigen und ihre Fragen zu Hilfsmitteln und technischer Ausstattung an Manfred Huppmann richten.
Bei der Abschlussbesprechung betonte Manfred Huppmann, dass jeder Feuerwehrdienstleistende, egal ob aus einer kleineren oder großen Wehr, Erstmaßnahmen gegen Bewusstlosigkeit und Herzstillstand beherrschen sollte.
KBI Harald Schöberl und Manfred Huppmann erhielten von den Lehrgangsteilnehmern das Feedback, dass sie diesen Lehrgang sehr hilfreich und wichtig fanden und sie großes Interesse an weiteren Lehrgangsmodulen im Bereich der Ersten Hilfe wünschen.
Durch die positive Resonanz und den Wunsch der Lehrgangsteilnehmer wollen KBI Harald Schöberl sowie Manfred Huppmann gemeinsam weitere Erste-Hilfe-Module ausarbeiten und in zukünftigen Ausbildungskatalogen für die Feuerwehr-dienstleistenden anbieten.

Kenntnisauffrischung theoretischer Art 
Erste Hilfe bei einem Feuerwehrkameraden 
Übung Herz-Lungen-Wiederbelebung 
Erklärung Funktionsweise eines Defibrillators 
Gruppenbild von Ausbilder und Teilnehmern 
Besichtigung des RTW vom MHD Waischenfeld Text: Jeannette Köber, FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Jeannette Köber
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