Großübung in der Inspektion IV in Seybothenreuth

28.09.2010


Am 24.09.2010 um 18 00 heulten die Sirenen der Feuerwehren im östlichen Landkreis. Der Grund war eine Übung in der Aktionswoche. Die Inspektion IV hatte die Firma
UTP in Seybothenreuth als Übungsobjekt angenommen.
Die Ausgangslage stellte sich folgendermaßen dar:

Bei Schweissarbeiten in der betriebseigenen Kläranlage kommt es zu einer Verpuffung, zwei Arbeiter in einem Schacht sind betroffen. Über Leerrohre gelangen die Flammen in einen Technikraum und die Lagerhalle. Dort und in den Werkstätten werden mehrere Personen vermisst. Der Rauch breitet sich auch im Bürogebäude aus und versperrt den Fluchtweg durch das Treppenhaus. Zwei Mitarbeiter flüchten auf das Flachdach und rufen um Hilfe, da sich einer verletzt hat. Gleichzeitig ereignet sich im Einfahrtsbereich ein Verkehrsunfall, ein PKW gerät unter einen Sattelzug, die Fahrerin wird im Fahrzeug eingeklemmt.

Die Alarmierung der Landkreisführung, des 9. Löschzugs Seybothenreuth, der Löschzüge 2 und 25 aus Weidenberg, der Feuerwehren Speichersdorf, Kirchenlaibach, Windischenlaibach, Birk und Neunkirchen erfolgte durch die Feuerwache Bayreuth.

Nachdem die Feuerwehr Seybothenreuth am Einsatzort eingetroffen war und eine erste Erkundung durchgeführt hatte, wurde vom Einsatzleiter die Nachalarmierung des 8. LZ Creußen, der Feuerwehren Hauendorf, Emtmannsberg, Lessau, Stockau und Lehen veranlasst.

Die Übungsziele in groben Zügen waren die Rettung und Suche der verletzten und vermissten Personen aus den Gebäuden. Die Rettung der Fahrerin aus dem Unfall-PKW, Brandbekämpfung und Löschwasserrückhaltung, Aufbau einer Wassserversorgung und Verkehrsregelung.

Diese ehrgeizigen Übungsziele wurden von den Feuerwehren und den Kräften des BRK aus Weidenberg, Warmensteinach und Bad Berneck unverzüglich in Angriff genommen.

KBI Andreas Heizmann erklärte der stellvertretenden Landrätin Christa Reinert- Heinz und Bürgermeister Hans Unterburger bei einem Rundgang das Übungsgeschehen. Inzwischen war eine Übungsleitung zur Unterstützung des Einsatzleiters errichtet worden. Sie beobachtete besorgt eine sich rasch nähernde Gewitterfront. Aufgrund sich häufender Alarmierungen im Landkreis und nach Rücksprache mit dem Wetterdienst entschloss man sich, die Übung abzubrechen. Nach dem Motto "Vernunft vor Übungseifer" wurden alle Gerätschaften schnell abgebaut und auf den Fahrzeugen verlastet.

Die anschließende Besprechung im vollbesetzten Gerätehaus Seybothenreuth wurde von den Führungskräften zur kritischen Beurteilung, aber auch zum“ Danke sagen“ an alle Beteiligten genutzt.

Christa Reinert-Heinz stellte heraus, dass auf die Feuerwehren immer Verlass und der Bevölkerung stets schnell und kompetent geholfen wird. Dafür gibt der Landkreis sehr viel Geld aus, aber man sei sich der Notwendigkeit der Beschaffungen bewusst.

Bürgermeister Unterburger dankte allen Helfern, besonders der FF Seybothenreuth und freute sich über die vollbesetzte Fahrzeughalle, zeige dies doch, dass auch am Freitagabend die Frauen und Männer der Hilforganisationen ihre Aufgabe ernst nehmen.

Kreisbrandinspektor Heizmann informierte über das Motto der Aktionswoche, lobte den jungen Kommandanten und zeigte sich sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit der kleinen und großen Wehren, aber auch über die Beteiligung des BRK und vor allem vieler Feuerwehr-Anwärter, die als Opfer oder Beobachter an der Übung teilnahmen.

Er dankte allen Anwesenden und wünschte weiterhin gute Zusammenarbeit und Kameradschaft.




Text: KBM Waldemar Adelhardt, FB Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: KBM Waldemar Adelhardt

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