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Atemschutzausbildung in der Inspektion II erfolgreich abgeschlossen
30.10.2010
Sie dringen in verrauchte Gebäude ein, aus denen andere Menschen eilig flüchten, stehen bei der Brandbekämpfung stets in vorderster Linie und werden nicht zu unrecht als Eliteeinheit der Feuerwehr bezeichnet: Die Rede ist von Atemschutzgeräteträgern, welche bereits zu Beginn ihrer umfangreichen Ausbildung neben der unverzichtbaren körperlichen Fitness auch ein enormes Basiswissen im Hinblick auf sämtliche Aspekte der Brandbekämpfung vorweisen müssen.
Neun Feuerwehrleute aus den Wehren Busbach, Glashütten, Mistelbach, Mistelgau, Waischenfeld und Neubau absolvierten in den vergangenen Wochen diesen anspruchsvollen Lehrgang.
Der verantwortliche Fachausbilder, Kreisbrandmeister Ewald Berneth, zeigte sich in seinem abschließenden Resümee begeistert von gezeigten Leistungen und den durchweg sehr guten Ergebnissen der vorgenommenen Prüfung. Er erinnerte aber auch gleichzeitig daran, dass nach der nunmehr erfolgten Lehrgangsbestätigung eine lange Zeit des Lernens und des Sammelns von Erfahrungen beginne, ähnlich wie es nach der bestandenen Führerscheinprüfung der Fall ist. Dabei spiele die intensive Aus- und Fortbildung an den jeweiligen Standorten eine entscheidende Rolle. Eine gute Sache sei hierbei auch der Brandübungscontainer, welcher sich vor kurzem im Landkreis Bayreuth befand und welcher den Teilnehmern unter anderem die Möglichkeit bietet, gezielt einen sogenannten Flash-Over (ein gefährliches Durchzünden heißer Rauchgase) zu bekämpfen.
Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen, das für ein effektives Vorgehen im Einsatz unerlässlich ist, standen vielfältige praktische Übungen auf dem Programm: Im Rahmen der sogenannten Gewöhnungsübung werden die Feuerwehrleute zunächst im Umgang mit der etwa 16 Kilogramm schweren Atemschutzausrüstung vertraut gemacht - ein vollausgerüsteter Atemschutzgeräteträger ist im Ernstfall bis zu 40 Kilogramm an zusätzlichem Gewicht beladen. Bei der sogenannten Belastungsübung werden die Teilnehmer kontrolliert an ihre körperlichen Leistungsgrenzen geführt. Zudem kommt ein Gang durch die Atemschutzstrecke in der Feuerwache Bayreuth.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete eine Übung unter annähernd realen Einsatzbedingungen, deren Ziel es war, eine vermisste Person aus einem "brennenden" Gebäude zu retten. Von Kreisbrandmeister Ralf Riedel hierbei geschickt eingespielte Situationen, welche den Teilnehmer sicherlich länger in Erinnerung bleiben werden, rundeten diesen Ausbildungsabschnitt ab.
Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang der Feuerwehr Glashütten mit ihrem Kommandanten Oliver Becker an der Spitze für die tatkräftige Unterstützung des Lehrganges und das Zuverfügungstellen von Fahrzeugen, Gerätschaften und Räumlichkeiten.
Bürgermeister Werner Kaniewski, der es sich nicht nehmen ließ, die Feuerwehrleute zum gemeinsamen Abschlussessen einzuladen, zollte Dank und Anerkennung für die Bereitschaft, sich dieser wichtigen Ausbildung zu unterziehen. Speziell Atemschutzgeräteträger würden im Ernstfall für sich und andere eine gesteigerte Verantwortung übernehmen, wenn es darum geht, in Lebensgefahr geratene Mitmenschen zu retten, so Kaniewski.

Was als zunächst fast idyllischer Abendspaziergang begann ... 
... wandelte sich schnell zur absoluten körperlichen Herausforderung 





Abschlussfoto mit KBM Ewald Berneth, Bürgermeister Werner Kaniewski und Kommandant Oliver Becker. 



KBM Riedel bei der Nachbesprechung. 


Ein Eindruck, unter welchen Sichtbedingungen die Feuerwehrleute arbeiten. Im Realeinsatz - bei sog. schwarzen Rauch - ist die Sicht noch bedeutend schlechter Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
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