Maschinenbrand in Fichtelberg greift auf Vegetation und Waldgebiet über

Maschinenbrand in Fichtelberg greift auf Vegetation und Waldgebiet über

Einsätze

Am Donnerstag, den 13. August 2026, wurden gegen 13:23 Uhr zahlreiche Feuerwehreinsatzkräfte nach Fichtelberg alarmiert. Ausgangspunkt des Einsatzes war der Brand einer Maschine für Mäharbeiten. Das Feuer griff zunächst auf die angrenzende Vegetationsfläche und innerhalb kürzester Zeit auf eine direkt anschließende Böschung über.

Aufgrund der vorherrschenden Trockenheit, der hohen Temperaturen und des Windes breitete sich der Böschungsbrand mit hoher Geschwindigkeit in Richtung des angrenzenden Waldgebietes aus. Um ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben, wurden zunächst weitere wasserführende Löschfahrzeuge mit großem Tankvolumen nachgefordert.

Da sich das Feuer durch den Wind weiter in Richtung des Waldes ausbreitete und schließlich schon auf diesen übergriff, wurde zusätzlich das Wald- und Vegetationsbrandmodul der Inspektion II des Landkreises Bayreuth alarmiert. Durch die Vorhaltung eines solchen Moduls kann im Einsatzfall der Grundschutz im Bereich einer Einsatzstelle wie auch in dem entsendenden Landkreisbereich weitgehend aufrechterhalten werden.

Die Wasserversorgung an der Einsatzstelle wurde zunächst über vorhandene Hydranten sowie im Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen sichergestellt. Zur Entlastung des Trinkwassernetzes wurde im weiteren Einsatzverlauf das Hytrans-System der Feuerwehr Speichersdorf eingesetzt. Damit wurde eine rund 1,7 Kilometer lange Schlauchleitung vom Fichtelsee bis zur Einsatzstelle verlegt. Aufgrund der Verlegung der F-Leitung musste die Straße zwischen der Ortsausfahrt Fichtelberg und der B 303 gegen 15 Uhr für den Verkehr gesperrt werden.

Das Wald- und Vegetationsbrandmodul der Inspektion II wurde um 13:57 Uhr alarmiert und sammelte sich am zuvor festgelegten Bereitstellungsraum am Feuerwehrhaus Glashütten. Nach Eintreffen der Fahrzeuge am Sammelplatz und Registrierung der Kräfte erfolgte die Mitteilung der Einsatzleitung, dass der Waldbrand zwischenzeitlich unter Kontrolle gebracht werden konnte, sodass ein Anrücken der Fahrzeuge bzw. ein Einsatz dieses Moduls in Fichtelberg nicht mehr erforderlich war.

Am Feuerwehrgerätehaus Glashütten standen die Feuerwehren Drosendorf, Eckersdorf, Glashütten, Hollfeld, Mistelbach, Nankendorf, Neuhaus, Plankenfels, Seitenbach, Truppach-Mengersdorf mit insgesamt 67 Einsatzkräften für einen möglichen Einsatz bereit. Zusätzliche Einheiten aus dem dazugehörigen Ergänzungsmodul, das über weitere spezialisierte Fähigkeiten verfügt, waren auf direkten Weg zur Einsatzstelle.

Zusätzlich besetzten die Feuerwehren Oberwarmensteinach und Warmensteinach ihre Feuerwehrgerätehäuser, um bei einem möglichen Paralleleinsatz im nördlichen Landkreisgebiet schnell eingreifen zu können.

An der Einsatzstelle selbst waren die Feuerwehreinsatzkräfte noch über mehrere Stunden mit umfangreichen Nachlöscharbeiten beschäftigt. Dabei mussten insbesondere die betroffenen Vegetations- und Waldbereiche auf mögliche Glutnester kontrolliert und gezielt abgelöscht werden. Regelmäßig kontrollierte die Feuerwehr Weidenberg die Einsatzstelle zudem mit ihrer Drohne auf vorhandene Resttemperaturen und mögliche Glutnester im Boden.

Auch ein in der Nähe befindlicher Luftbeobachter aus der Oberpfalz überflog die Einsatzstelle und kontrollierte das Umfeld aus der Luft auf mögliche weitere Brandstellen, die durch Funkenflug entstanden sein könnten. Dabei konnten glücklicherweise keine weiteren Brandherde festgestellt werden.

Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten unterstützten die Feuerwehrführung vor Ort mit ihrer fachlichen Einschätzung. Auch der örtlich zuständige Wasserwart stand beratend zur Verfügung. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch den Ersten Bürgermeister Sebastian Voit organisiert.

Eine Einsatzkraft musste aufgrund einer allergischen Reaktion rettungsdienstlich behandelt werden.

Gegen 17:30 Uhr waren die Nachlöscharbeiten abgeschlossen und die eingesetzten Einsatzmittel konnten zurück gebaut werden. Neben den Feuerwehren waren der Rettungsdienst, das THW Bayreuth und die Polizei im Einsatz.

Alarmiert waren die Feuerwehren Bad Alexandersbad, Bad Berneck, Benk, Birnstengel, Bischofsgrün, Brandholz, Fichtelberg, Fuhrmannsreuth, Gefrees, Goldkronach, Kleinwendern, Langenloh, Leupoldsreuth, Mehlmeisel, Nagel, Schwarzenreuth, Speichersdorf, Tiefenbach, Tröstau, Trockau, Unterlind, Vordorf, Waischenfeld und Weidenberg, sowie zahlreiche besondere Feuerwehrführungskräfte.

Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Insgesamt wurden 200 Einsatzkräfte mobilisiert.

Fotos/Text: KBM St. Bleuse

Brand Wald groß, Freiwillige Feuerwehr Fichtelberg, Wald- und Vegetationsbrandmodul Inspektion II

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