Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Schnackenwöhr

Einsätze

Ein Großaufgebot an Hilfs- und Rettungskräften musste am Nachmittag des 28.09.2018 nach Schnackenwöhr bei Obernsees ausrücken. Dort war es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens gekommen. Bereits auf der Anfahrt der alarmierten Kräfte war weithin eine dichte Rauchsäule zu erkennen,  beim Eintreffen der ersten Feuerwehr stand der Dachstuhl des Stalles in Vollbrand, angrenzende  Nebengebäude brannten ebenfalls. Die Flammen hatten auf den angrenzenden Wald übergegriffen, das nahestehende Wohnhaus war in hoher Gefahr.

Die Anwohner hatten es noch geschafft, einen Großteil der Kühe aus dem Stall zu bringen, mussten ihr Vorhaben aber wegen der enormen Hitze abbrechen. Dank des schnellen und umsichtigen Eingreifens der Feuerwehr gelang es, das Wohnhaus vor den Flammen zu retten. Der drohende Waldbrand wurde ebenfalls sofort unter Kontrolle gebracht. Im Verlauf des Einsatzes konnten vier weitere, vom Feuer eingeschlossene Kälber befreit und den Veterinären übergeben werden. Insgesamt konnten 39 Kühe gerettet werden. Mittels Bagger und Teleskoplader musste hierfür zunächst Brandgut abgetragen, abgelöscht und weggeräumt werden. Zwei Drehleitern aus Waischenfeld und Bayreuth sowie zahlreiche Angrifftrupps bekämpften das Feuer unmittelbar.  Gekühlt werden mussten diverse Gas- und Acetylenflaschen. Erschwerend hinzu kam bei der Brandbekämpfung starker Wind, der ein hohes Rauchvolumen mit sich brachte, sowie eine einzige Zufahrtsmöglichkeit zum Brandobjekt.

Erforderliches Personal und Material aus dem gesamten Landkreis und der Stadt Bayreuth wurden angefordert, unter anderem auch zur Gebietsabsicherung. Aus der nahe gelegenen Truppach wurden fünf B-Leitungen zum Brandobjekt verlegt. Die Kreuzung der Staatsstraße 2186 war hierzu erforderlich. Auch der Bereitstellungsraum und die Stationierung der Einsatzleitung konnte nur auf der Staatsstraße erfolgen, sodass eine Totalsperrung unumgänglich war. Die Feuerwehr übernahm die Verkehrsumleitung. Die Wechsellader aus Stadt und Landkreis Bayreuth kamen zum Einsatz. Die Drohne der Freiwilligen Feuerwehr Pegnitz zeichnete wichtige Erkenntnisse über dem Schadensort auf.

Karl Lappe, Bürgermeister von Mistelgau und Bauernverbandsobmann, unterstützte die Einsatzkräfte tatkräftig während des gesamten Einsatzes. Landwirte pumpten eine Güllegrube ab und halfen bei der Versorgung und weiteren Verbringung der Tiere. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war mit verschiedenen Einheiten mit 35 Kräften vor Ort, das Technische Hilfswerk Bayreuth mit Fachberater Christian Hummer übernahm die Ausleuchtung der Einsatzstelle, die sich bis in die Nacht hinzieht. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) mit zahlreichen Führungskräften des Landkreises Bayreuth, koordiniert gemeinsam mit Einsatzleiter Horst Weber (Kommandant FF Obernsees) den Großeinsatz. Insgesamt sind und waren bei dem Großschadensereignis bis dato über 400 Kräfte von Feuerwehr, Bayerischen Roten Kreuz und Technischem Hilfswerk im Einsatz.

Hier einige Bilder vom Einsatz:

 

 

Ein herzliches Dankeschön an alle eingesetzten Kräfte für die konstruktive und zielführende Zusammenarbeit bei diesem Großeinsatz. Dem REWE Markt Waischenfeld sei ebenfalls gedankt für die Spende in Form von Getränken für die Einsatzkräfte, die seit Freitag Nachmittag, teils unter schwerer körperlicher Belastung im Einsatz sind.

Wir werden über den weiteren Verlauf des Einsatzes nachberichten, der zur Stunde noch läuft. (Stand 22:20 Uhr)

Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

 

 

 

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