Um Einsätze von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten noch effizienter und planbarer zu gestalten, wurde im Regierungsbezirk Oberfranken das Konzept der sogenannten „Voralarm-Uhr“ eingeführt.
Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente werden in Bayern benötigt, um bei größeren Schadenslagen und Katastrophen schnell, koordiniert und überörtlich Hilfe leisten zu können. Sie kommen sowohl innerhalb des Freistaates Bayern als auch überregional oder bundesweit zum Einsatz, wenn die örtlichen Einsatzkräfte an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Die Kontingente dienen dabei der organisierten Unterstützung bei Schadensereignissen und können bei Bedarf auch zur Hilfeleistung in anderen Bundesländern oder im Ausland angefordert werden.
Abhängig vom Einsatzszenario wird zwischen Standardkontingenten und Kontingenten mit speziellen Fähigkeiten unterschieden.
Um diese Einsätze noch effizienter und planbarer zu gestalten, wurde im Regierungsbezirk Oberfranken das Konzept der sogenannten „Voralarm-Uhr“ eingeführt. Sie ermöglicht eine strukturierte und transparente Vorplanung der Kontingententsendung, indem bei einer Anforderung die verfügbaren Kontingente im Uhrzeigersinn herangezogen werden.
Dadurch wird eine gleichmäßige Belastung der beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte erreicht und gleichzeitig eine schnelle Reaktionsfähigkeit sichergestellt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die kurze Zeitspanne zwischen Anforderung, Marschbefehl und Entsendung sowie die Fähigkeit der Kontingente, mindestens 48 Stunden vollständig autark im Einsatz zu bleiben. Diese Einsatzbereitschaft ist das Ergebnis einer sorgfältigen und vorausschauenden Planung auf Kreis- und Stadtebene.
Der Verbandsausschuss des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberfranken hat das Konzept der Voralarm-Uhr in einer Sitzung am 15. Dezember 2025 einstimmig verabschiedet.
Die Voralarm-Uhr steht unter dem Fachbereich 5 – Einsatz, Katastrophenschutz, Zivilschutz – des BFV Oberfranken als pdf Dokument zur Verfügung.
Foto/Text: BFV Oberfranken/ KBM Stephanie Bleuse




