Folgenschwerer Unfall mit einem LKW auf der ST 2184

Folgenschwerer Unfall mit einem LKW auf der ST 2184

Einsätze

Am Donnerstagnachmittag, gegen 13:10 Uhr, wurden die Feuerwehren Trockau, Lindenhardt und Creußen, die Löschgruppen Schwürz und Hörlasreuth der Freiwilligen Feuerwehr Creußen sowie ein Fachberater des THW Pegnitz gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz (Rettungsdienst) zu einem folgenschweren Lkw-Unfall auf der Staatsstraße 2184 zwischen Trockau und Lindenhardt alarmiert. Der Unfall ereignete sich auf Höhe der Ober- und Unterhöhlmühle.

Ein Lkw war von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gekippt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass der Fahrer unter dem Lkw zwischen dem Führerhaus und dem Straßengraben eingeklemmt war.

Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurden durch die Integrierte Leitstelle zusätzlich zum Einsatzleiter Rettungsdienst, dem Notarzt aus Pegnitz und zwei Rettungswagen von BRK und Maltesern ein Rettungshubschrauber mit einem weiteren Notarzt aus Nürnberg zur Einsatzstelle alarmiert.

Die Feuerwehr stabilisierte den Lkw zunächst mithilfe von Seilzügen und stellte parallel den Brandschutz sicher. Anschließend wurde das Führerhaus unter Einsatz hydraulischer Zylinder und Hebekissen angehoben. Dadurch gelang es den Einsatzkräften, den eingeklemmten Fahrer zu befreien.

Nach seiner Rettung wurde der Fahrer durch den Pegnitzer Notarzt und den Notarzt des Rettungshubschraubers in einem Rettungswagen des BRK medizinisch erstversorgt. Er erlitt schwere Verletzungen, die nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht akut lebensgefährlich waren. Anschließend wurde der Verletzte bodengebunden in ein umliegendes Krankenhaus zur weiteren Behandlung transportiert.

Ein weiterer Rettungswagen der Johanniter aus Waischenfeld kam an der Unfallstelle nicht zum Einsatz. Ein dritter, noch auf der Anfahrt befindlicher Rettungswagen konnte durch die Leitstelle abbestellt werden.

Durch den Unfall verteilte sich die Ladung des Lkw über die gesamte Fahrbahn. Die Staatsstraße 2184 blieb deshalb weiterhin vollständig gesperrt. Die Sperrung bleibt bestehen, bis das beauftragte Bergeunternehmen den Lkw aus dem Straßengraben geborgen hat und die Fahrbahn anschließend gereinigt wurde um sie wieder für den nachfolgenden Verkehr freigeben zu können.

Das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt wurden vorsorglich informiert, um im Falle eines Austritts von Betriebsstoffen während der Bergung entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Die Feuerwehreinsatzkräfte arbeiteten unter der Einsatzleitung des Zweiten Kommandanten der Feuerwehr Trockau.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte an der Unfallstelle im Einsatz.

Die genaue Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.

Fotos/Text: KBM St. Bleuse

 

Freiwillige Feuerwehr Trockau, THL 4

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