Bayerisches Fähigkeitsmodul unterstützt Waldbrandbekämpfung im Müritz-Nationalpark

Bayerisches Fähigkeitsmodul unterstützt Waldbrandbekämpfung im Müritz-Nationalpark

Einsätze

Am Mittwoch, den 15.07.2026, erreichte den Regierungsbezirk Oberfranken ein bundesweites Hilfeersuchen aus Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund des seit Montag andauernden Waldbrandes im Müritz-Nationalpark wurde abgefragt, wie viele Kreisregner für einen überregionalen Einsatz zur Verfügung gestellt werden können. Das Feuer hatte sich bis dahin auf rund 200 Hektar (Stand: 15.07.2026) ausgedehnt. Die Löscharbeiten werden durch die Munitionsbelastung des Geländes erheblich erschwert.

Nach einer oberfrankenweiten Abfrage durch die Regierung konnten insgesamt 72 Kreisregner für den Einsatz gemeldet werden. Am Abend des 15.07.2026 erfolgte die offizielle Anforderung durch Mecklenburg-Vorpommern, sodass der Marschbefehl erteilt werden konnte.

Bereits am Mittwochabend wurden die bereitgestellten Einsatzmittel aus den beteiligten oberfränkischen Gebietskörperschaften an der Feuerwehrwache Bayreuth zusammengeführt. Die Feuerwehr der Stadt Bamberg stellte 22 Kreisregner bereit, der Landkreis Lichtenfels 12 und der Landkreis Kronach 8. Am frühen Morgen des 16.07.2026 trafen weitere 30 Kreisregner aus dem Landkreis Bayreuth ein. Sämtliche Geräte wurden anschließend gemeinsam mit dem erforderlichen Schlauchmaterial für den Transport in das Einsatzgebiet verladen.

Für den Betrieb der Kreisregner werden außerdem Schlauchwagen benötigt. Insgesamt begleiten sechs Schlauchwagen das bayerische Fähigkeitsmodul in das Schadensgebiet. Bei den Fahrzeugen aus Ober- und Mittelfranken handelt es sich überwiegend um Fahrzeuge des Katastrophenschutzes von Bund und Freistaat Bayern. Diese sind bei verschiedenen Feuerwehren stationiert und werden im Einsatzfall durch die jeweiligen Feuerwehren besetzt und eingesetzt.

Neben ihrer persönlichen Schutzausrüstung führen die oberfränkischen Einsatzkräfte auch Feldbetten für die Unterbringung während des Einsatzes mit.

In den frühen Morgenstunden des 16.07.2026 machten sich die Einsatzkräfte aus Mittelfranken auf den Weg nach Bayreuth. Nachdem alle Kräfte am Sammelpunkt der Feuerwehr Stadt Bayreuth eingetroffen waren, die letzten organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen und eine abschließende Einweisung durchgeführt worden waren, setzte sich das bayerische Fähigkeitsmodul um 6:00 Uhr in Richtung Mecklenburg-Vorpommern in Marsch.

Insgesamt sind 35 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen aus den Regierungsbezirken Ober- und Mittelfranken im Einsatz. Sie bringen rund 200 Kreisregner einschließlich des erforderlichen Schlauchmaterials in den Müritz-Nationalpark. Der Einsatz ist zunächst bis Sonntag, den 19.07.2026, für 72 Stunden vorgesehen.

Die Feuerwehren Ansbach, Baiersdorf, Bayreuth, Cadolzburg, Ezelsdorf, Hersbruck, Höchstadt an der Aisch, Seybothenreuth, Troschenreuth und Steinachtal bilden unter der Führung von Kreisbrandrat Matthias Rocca (Mittelfranken) sowie mit Unterstützung von Kreisbrandmeister Stephan Macht (Oberfranken) das bayerische Fähigkeitsmodul.

Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte am frühen Morgen die Logistik- und Verpflegungskomponente des BRK Hollfeld. Sie stellte Lunchpakete für die lange Anreise bereit. Die Vorbereitungen sowie der Transport der Verpflegung zum Sammelpunkt in Bayreuth nahmen für die Einsatzkräfte aus Hollfeld die gesamte Nacht in Anspruch.

Mit ihrem Engagement leisten die fränkischen Einsatzkräfte einen wichtigen Beitrag zur überregionalen Hilfeleistung und unterstützen die eingesetzten Kräfte vor Ort bei der Bekämpfung des großflächigen Waldbrandes in Mecklenburg-Vorpommern.

Fotos/Text: Kreisbrandinspektion Bayreuth/ KBM Stephanie Bleuse

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