Am 26. September 2026 startete der letzte Maschinistenlehrgang des Jahres 2026 im Landkreis Bayreuth. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Michael Güllner absolvierten 25 Feuerwehrdienstleistende aus den Feuerwehren Breitenlesau-Siegritzberg, Busbach, Donndorf, Elbersberg, Escherlich-Goldmühl, Funkendorf, Goldkronach, Hochstahl, Mistelgau, Plankenfels, Seitenbach, Spies, Wonsgehaig und Zochenreuth. die Ausbildung.
An drei Samstagen stellten sich die Teilnehmenden den umfangreichen Ausbildungsanforderungen des insgesamt 36 Unterrichtsstunden umfassenden Lehrgangs. Die abschließende Prüfung fand am Mittwoch, den 21. Oktober 2026, statt. Alle Feuerwehrdienstleistenden meisterten die Anforderungen mit großem Erfolg.
Der Maschinist übernimmt im Feuerwehrdienst eine zentrale Funktion. Ob bei Übungen oder im Einsatz ohne das sichere und fachgerechte Bedienen der Feuerwehrfahrzeuge und ihrer technischen Einrichtungen ist ein erfolgreicher Ablauf kaum möglich.
Die Ausbildung umfasste zahlreiche theoretische Unterrichtseinheiten zu den Themen Pumpen, Motoren, geodätische Höhen und weitere maschinistenspezifische Grundlagen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete jedoch die praktische Ausbildung an verschiedenen Fahrzeugen und Feuerlöschkreiselpumpen. Auch das Berechnen und der Aufbau einer langen Schlauchstrecke gehörten zum Ausbildungsprogramm. Dabei wurde bewusst auch das Vorgehen ohne moderne technische Hilfsmittel vermittelt und geübt.
Eine wesentliche Unterstützung bei der Ausbildung bietet mittlerweile ein eigens vom Kreisfeuerwehrverband Bayreuth angeschafftes Simulationssystem für lange Schlauchstrecken. Mithilfe von Durchflussblenden lässt sich der hydraulische Widerstand einer langen Schlauchstrecke zwischen den eingesetzten Pumpen realitätsnah simulieren. Dadurch kann die praktische Ausbildung mit lediglich zwei B-Schlauchlängen (40 Meter) zwischen den Pumpen durchgeführt werden. Bislang musste hierfür eine rund 540 Meter lange B-Schlauchstrecke in der Ebene verlegt werden.
Das System ermöglicht darüber hinaus die realitätsnahe Simulation verschiedener Störungen und Einsatzsituationen. So können beispielsweise Störungen in der Saugleitung, Schlauchplatzer in der Förderstrecke sowie plötzliche Veränderungen in der Strahlrohrstrecke, etwa durch das Schließen eines Strahlrohrs oder Wasserwerfers, dargestellt und trainiert werden. Dadurch lässt sich die Ausbildung deutlich effizienter und praxisorientierter gestalten.
Aus der Feuerwehrführung überbrachten Kreisbrandinspektor Danny Hieckmann, Kreisbrandinspektor Sven Kaniewski und Kreisbrandmeister Alexander Schuster den erfolgreichen Absolventen ihre herzlichen Glückwünsche. Sie wünschten den neuen Maschinisten und Maschinistinnen viel Erfolg und stets ein gutes Händchen bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe im Übungs- und Einsatzdienst ihrer Heimatfeuerwehren.
Ein besonderer Dank gilt der gastgebenden Feuerwehr Seitenbach sowie allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung und der Verpflegung zum reibungslosen Ablauf des Lehrgangs beigetragen haben.
Fotos/ Text: KBM St. Bleuse





