Neue Fahrzeughalle und moderne Ölwehr-Ausstattung für Troschenreuth

Neue Fahrzeughalle und moderne Ölwehr-Ausstattung für Troschenreuth

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Mit der heutigen Veranstaltung am 21. Februar 2026 wurde die neu errichtete Stahl-Leichtbau-Fahrzeughalle am Standort Troschenreuth offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Gleichzeitig präsentierten die Verantwortlichen zentrale Komponenten des staatlichen Ölwehr-Konzeptes, die künftig einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr in der Region und darüber hinaus leisten werden.

Den feierlichen Auftakt bildete ein Gottesdienst mit der Segnung der Fahrzeughalle sowie des neuen Einsatzfahrzeuges. Die Segnung wurde von Pfarrer Norbert Förster durchgeführt, der in seinen Worten die große Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements sowie den Schutz und die Verantwortung der Einsatzkräfte besonders hervorhob.

Partnerschaft offziell besiegelt

Ein weiterer emotionaler Moment war die offizielle Besiegelung der Partnerschaft zwischen der Feuerwehr Troschenreuthund der Feuerwehr Trockau. Als sichtbares Zeichen dieser Verbundenheit wurden die neu angeschafften Fahnenbänder im Rahmen einer feierlichen Weihe an den jeweiligen Fahnen angebracht. Das gemeinsame Motto „In Freundschaft gewachsen, in Kameradschaft vereint“ steht dabei symbolisch für die enge und gewachsene Zusammenarbeit beider Feuerwehren.

Im Anschluss richteten zahlreiche Ehrengäste ihre Grußworte an die Anwesenden. Neben Vertretern aus Politik, Verwaltung und der Feuerwehrführung sprach stellvertretend für das Bayerisches Staatsministerium des Innern für Sport und Integration auch Matthias Ott und würdigte die Bedeutung des neuen Standortes sowie des staatlichen Ölwehr-Konzeptes für die Sicherheit in Bayern.

Förderverein realisiert Neubau in nur 11 Monaten Bauzeit

Der Neubau wurde durch einen eigens gegründeten Förderverein realisiert, der als Bauherr fungierte und die Maßnahme maßgeblich vorantrieb. Innerhalb einer Bauzeit von nur elf Monaten entstand eine moderne Stahl-Leichtbau-Halle, die optimal auf die Anforderungen der aktiven Einsatzkräfte zugeschnitten ist.

Im Rahmen des Projekts wurden fünf neue Normstellplätze sowie ein Ankleideraum für die aktive Wehr geschaffen. In Kombination mit dem bestehenden Altbau stehen am Standort nun insgesamt sieben Normstellplätze zur Verfügung. Damit konnten die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen und zukunftssicheren Feuerwehrstandort entscheidend verbessert werden.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 420.000 Euro. Die Maßnahme wurde mit 297.200 Euro aus Mitteln der öffentlichen Hand gefördert. Darüber hinaus brachte der Förderverein Eigenleistungen und Eigenmittel in Höhe von etwa 150.000 Euro ein – ein eindrucksvoller Beleg für das starke Engagement und den Zusammenhalt vor Ort.

Freistaat Bayern stärkt Ölwehr mit moderner Spezialtechnik

Im Rahmen des Ölwehr-Konzeptes wurde durch den Freistaat Bayern der Standort Troschenreuth mit umfangreicher Spezialtechnik ausgestattet. Bereits Ende November wurde ein leistungsstarker Teleskoplader vom Typ Manitou 1440 HA ausgeliefert. Dieser verfügt über umfangreiches Zubehör, darunter:

  • Palettengabel mit Verlängerung
  • hydraulische Schaufel
  • Erdschaufel
  • Kranhaken
  • Arbeitsbühne mit einer Arbeitshöhe von bis zu 14 Metern

Die Arbeitsbühne kann auf bis zu etwa vier Meter ausgefahren werden und ermöglicht eine maximale Gesamtaufnahme von rund einer Tonne einschließlich Bühne.

Aktuell laufen die Einweisungen der insgesamt 26 Kameradinnen und Kameraden, die künftig als speziell geschultes Bedienpersonal zur Verfügung stehen werden.

Ergänzende Logistikkomponenten sichern Transport und Einsatzfähigkeit

Zur Unterstützung der Logistik wurde ein Drehschemel-Tieflader für den Transport der Geräte beschafft. Als Zugfahrzeug wird künftig ein voll geländegängiger Logistik-Unimog mit Seilwinde und Ladekran dienen, dessen Auslieferung bis zu Beginn des zweiten Quartals erwartet wird.

Der Unimog ist in der Lage, bis zu sechs Euro-Normrollwagen aufzunehmen. Auch die umfangreiche Spezialbeladung zur Ölwehr wird durch den Freistaat Bayern bereitgestellt und ergänzt die neue Ausstattung optimal.

Einsatzbereitschaft nach Abschluss der Einweisungen

Nach Abschluss aller Einweisungen sowie der vollständigen Auslieferung und Inbetriebnahme sämtlicher Geräte werden die neuen Fahrzeuge und Komponenten offiziell in den Einsatzdienst übernommen. Damit wird die Feuerwehr am Standort Troschenreuth künftig noch besser in der Lage sein, auf unterschiedlichste Einsatzlagen schnell, effektiv und professionell zu reagieren.

Der Neubau der Fahrzeughalle sowie die Stationierung der Ausstattung mit moderner Ölwehr-Technik stellen eine nachhaltige Investition in die Sicherheit der Region dar und unterstreichen die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements sowie die gute Zusammenarbeit zwischen Förderverein, Feuerwehr und öffentlicher Hand. Das Ölwehr-Paket 2, das künftig durch die Feuerwehr am Standort Troschenreuth im Landkreis zum Einsatz gebracht wird, steht insbesondere auch für überregionale Einsätze zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr über die Landkreisgrenzen hinaus.

Ehrungen für besondere und herausragende Verdienste

Den würdigen Rahmen der Veranstaltung nutzte Kreisbrandrat Hermann Schreck, um gleich vier verdiente Führungskräfte für ihr außergewöhnliches Engagement beim Bau der neuen Fahrzeughalle auszuzeichnen. Der stellvertretende Kommandant Christoph Maul, der stellvertretende Vorsitzende Manuel Rupprecht, Kommandant Marco Neubauer sowie Vorsitzender Michael Wolf erhielten das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Bayreuth – Neubauer und Wolf in der Sonderstufe.

Mit dieser Ehrung wurden ihre maßgeblichen Verdienste bei der Planung und Umsetzung des Fahrzeughallenbaus gewürdigt, der in bemerkenswert kurzer Bauzeit und mit einem außergewöhnlich hohen Anteil an Eigenleistung realisiert werden konnte.

Fotos/ Text: KBM Stephanie Bleuse

Einweihung Fahrzeughalle und Fahrzeug, Freistaat Bayern, Freiwillige Feuerwehr Troschenreuth, Ölwehr Paket 2

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