Inspektionsbereich II führt groß angelegte Führungsübung „VegB 2026“ durch

Inspektionsbereich II führt groß angelegte Führungsübung „VegB 2026“ durch

Einsätze

Am Samstag, den 25.04.2026, fand im Inspektionsbereich II die groß angelegte Übung „VegB 2026“ statt. Ziel der Übung war es insbesondere, die Bereiche Führung und Einsatztaktik, Funk und Kommunikation sowie Kartenkunde unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Gleichzeitig war die Übung als Multiplikatorenschulung angelegt, sodass die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen durch die teilnehmenden Führungskräfte und Einsatzkräfte in die jeweiligen Heimatfeuerwehren getragen und dort im Rahmen der Aus- und Fortbildung weitervermittelt werden können.

 

An der Übung nahmen alle vier Unterkreise des Inspektionsbereichs II teil. Die Unterkreise 5 und 6 übten in der Zeit von 08:00 bis 10:00 Uhr, anschließend folgten die Unterkreise 4 und 7 von 10:00 bis 12:00 Uhr. Jedem Unterkreis wurde für die Dauer der Übung eine eigene Sondergruppe für die Kommunikation zugeteilt. Um eine reibungslose Abarbeitung der Einsatzaufträge sicherzustellen, waren die eingesetzten Fahrzeuge neben dem Fahrer jeweils mit weiteren Kräften als Navigatoren und Kartenlesern, Funker, und Führungskräften besetzt.

Die Auftragsübermittlung erfolgte über zwei Funkstellen hinter dem Feuerwehrgerätehaus Glashütten mittels MZF der Feuerwehr Glashütten sowie des THW Pegnitz. Von dort aus wurden die einzelnen Einsatzaufträge an die teilnehmenden Feuerwehren weitergegeben. Die Feuerwehren erhielten dabei unter anderem UTM-Koordinaten, anhand derer sie die vorgegebenen Standorte anfahren mussten. Vor Ort waren anschließend verschiedene Einsatzaufträge abzuarbeiten. Beispielsweise mussten Fotos des Standortes an die Einsatzleitung übermittelt, nächstgelegene Löschwasserbehälter ermittelt sowie Entfernungen zwischen Oberflurhydranten und Objekten festgestellt und zurückgemeldet werden. Im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses Glashütten wurde parallel die zentrale Einsatzleitung aufgebaut.

Die Übung wurde zugleich genutzt, um Fähigkeiten im Aufbau und Betrieb einer stationären Einsatzleitung auf Stabsrahmenniveau zu festigen. Hierzu wurden unter anderem eine Kräfteübersicht, eine Lagekarte, eine Auftragsübersicht, ein Einsatztagebuch sowie die Ein- und Ausgangsdokumentation der Meldezettel geführt.

Die Schnittstelle zwischen Einsatzleitung und den eingesetzten Feuerwehren bildeten das THW sowie das Fahrzeug Glashütten 11/1. Sie übermittelten die Einsatzaufträge an die Feuerwehren und spiegelten die eingehenden Rückmeldungen wieder zurück in die Einsatzleitung. Insgesamt waren in der Übungsleitung bis zum Übungsende 17 Kräfte eingesetzt.

Im ersten Übungsdurchgang arbeiteten 81 Feuerwehr-Einsatzkräfte aus den Unterkreisen 5 und 6 aus insgesamt 25 Feuerwehren innerhalb von zwei Stunden rund 115 Einsatzaufträge ab. Um den Übungswert zu steigern und realistische Führungsbedingungen zu schaffen, wurden die Feuerwehren bewusst im jeweils benachbarten Unterkreis eingesetzt.

Gegen 10:00 Uhr konnten die eingesetzten Feuerwehren des ersten Durchgangs wieder an ihre Standorte zurückkehren. Parallel dazu begaben sich die Unterkreise 4 und 7 zu den im Vorfeld bekanntgegebenen Positionen, die ihnen bereits mit der Übungseinladung mitgeteilt worden waren.

Im zweiten Übungsdurchgang waren 20 Feuerwehren mit 57 Einsatzkräften zur Abarbeitung von rund 100 Einsatzaufträgen eingeteilt.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Glashütten wurden in der Einsatzleitung zusätzlich durch die vier Unterkreis-KBM des Inspektionsbereichs II unterstützt. Die Gesamtübungsleitung lag bei KBI Sven Kaniewski. Als Übungsbeobachterin unterstützte KBI Kerstin Schmidt, ständige Vertreterin des KBR.

Fotos/Text: KBM Stephanie Bleuse

Inspektion II, Unterkreis 4, Unterkreis 5, Unterkreis 6, Unterkreis 7, VegB 2026 Übung

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