In einem Mehrfamilienhaus in Hollfeld kam es am Freitagabend, 1. Mai 2026, zu einer Rauchentwicklung, die Nachbarn bemerkt hatten und einen Notruf absetzten. Zum Zeitpunkt der Alarmierung war unklar, ob beziehungsweise wie viele Personen sich noch im Gebäude befanden. Gegen 18:40 Uhr wurden daher Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit dem Alarmstichwort „B3 – Person in Gefahr“ alarmiert.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass eine Wohnung, durch angebranntes Essen, verraucht war. Ein betroffener Bewohner wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Weitere Bewohner waren nicht betroffen. Sie hatten das Gebäude bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte vorbildlich und eigenständig verlassen.
Die Feuerwehr Hollfeld erkundete die genaue Situation mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz und übernahm die Belüftung der betroffenen Wohnung sowie des Treppenhauses. Maßnahmen zu Aufbau und Inbetriebnahme der Löschwasserversorgung durch die Feuerwehren Weiher und Kainach konnten aufgrund des Lagebildes eingestellt werden. Im Anschluss konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die Feuerwehren aus Aufseß, Waischenfeld, Neuhaus, Plankenfels und Sanspareil (Landkreis Kulmbach) sowie die UG-ÖEL des Landkreises Bayreuth konnten nach der Erkundung und aufgrund der glimpflichen Schadensentwicklung wieder an ihre Standorte zurückkehren. Der eingerichtete Bereitstellungsplatz am Schützenplatz wurde ebenfalls aufgelöst.
Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen (Malteser Waischenfeld und BRK Ebermannstadt) sowie einem Notarzt (BRK Bayreuth) im Einsatz. Insgesamt waren rund 45 Einsatzkräfte beteiligt.
Die Einsatzstelle lag in einer derzeit von Bauarbeiten betroffenen und deswegen vollgesperrten Straße. Zur Sicherstellung des Brandschutzes haben die Stadt Hollfeld, die Brandschutzdienststelle im Landratsamt Bayreuth sowie Feuerwehr und Feuerwehrführungskräfte ein Paket präventiver Maßnahmen geschnürt. Dieses sieht unter anderem die vorübergehende Stationierung eines Gerätewagens Tragkraftspritze (GW-TS) bei der FF Kainach vor, der im Gegensatz zum dort vorhandenen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) kein zusätzliches Zugfahrzeug benötigt. Die insoweit vorgeplanten Maßnahmen waren im Ergebnis wirkungsvoll und gewährleisteten einen verzögerungsfreien Einsatz.
Fotos/Text: KBM M. Alberth/ KBM St. Bleuse







