Ausgedehnter Dachstuhlbrand in Pegnitz – rund 180 Einsatzkräfte im Einsatz

Ausgedehnter Dachstuhlbrand in Pegnitz – rund 180 Einsatzkräfte im Einsatz

Einsätze

Zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand wurden am 20. September 2026 gegen 08:45 Uhr zahlreiche Einsatzkräfte in das Stadtgebiet von Pegnitz alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule zu erkennen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte schlugen Flammen aus dem Dach des betroffenen Gebäudes mitten in einem Wohngebiet. Mit insgesamt drei Drehleitern wurde neben der Brandbekämpfung auch die Riegelstellung zu den umliegenden Wohngebäuden aufgebaut. Weitere Einsatzkräfte gingen mit mehreren Strahlrohren zur Brandbekämpfung vor.

Durch den schlagkräftigen Einsatz der Feuerwehren konnte ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude verhindert werden. Auch die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage wurde durch den Brand nur teilweise beschädigt. Ein vollständiges Übergreifen der Flammen auf die PV-Module konnte verhindert werden.

Bürgermeister Wolfgang Nierhoff eilte zur Einsatzstelle und verschaffte sich vor Ort persönlich ein Bild über die Lage. Er unterstützte die Einsatzleitung bei der Organisation der Verpflegung für die Einsatzkräfte.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung und der damit verbundenen Geruchsbelästigung wurde eine MoWaS-Warnung für die Bevölkerung veranlasst. Diese blieb bis zum Abschluss der Nachlöscharbeiten aktiv. Die unmittelbar angrenzenden Anwohnerinnen und Anwohner wurden von den Einsatzkräften direkt an ihren Haustüren aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der ausgedehnte Brand im Dachgeschoss hatte bereits zu Teileinstürzen des Dachstuhls geführt. Da Teile der Dachkonstruktion instabil waren, konnten Atemschutzgeräteträger nicht in den Innenangriff bis unter den Dachstuhl geschickt werden. Auch der Batteriespeicher der Photovoltaikanlage wurde durch den Brand erheblich beschädigt.

Da ein weiteres Vorgehen im Innenangriff für die Einsatzkräfte nicht möglich war, wurde die Dachhaut des Blechdaches geöffnet. Über vorhandene Dachluken konnte der betroffene Dachgeschossbereich anschließend mit Löschschaum geflutet werden, um den Brand am Batteriespeicher vollständig abzulöschen.

Für die abschließenden Nachlöscharbeiten wurde schweres Gerät zur Einsatzstelle nachgefordert. Ein Bagger trug Teile des Blechdaches ab und verlud das entfernte Material unmittelbar in eine bereitgestellte Mulde.

Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten konnte ein Stromversorgungsunternehmen die Photovoltaikanlage nochmals überprüfen, um mögliche weitere Gefahren oder technische Komplikationen auszuschließen.

Bereits ab den Mittagsstunden konnten erste Feuerwehreinsatzkräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die Feuerwehr Pottenstein übernahm am Feuerwehrgerätehaus der Stadt Pegnitz die Gebietsabsicherung.

Für die Verpflegung der Einsatzkräfte wurden die Logistik- und Verpflegungskomponente des BRK Hollfeld sowie die BRK-Bereitschaft Pegnitz angefordert. Sie versorgten die Einsatzkräfte mit kalten Getränken und einer warmen, reichhaltigen Mahlzeit. Insbesondere für die zahlreichen Atemschutzgeräteträger war die Versorgung aufgrund der körperlich belastenden Einsatzbedingungen von besonderer Bedeutung. Durch die frühe Alarmierungszeit waren einige Einsatzkräfte zudem ohne Frühstück zum Einsatz geeilt und konnten sich mit der Einsatzstellenverpflegung für die weitere Einsatzdauer stärken.

Insgesamt waren rund 180 Einsatzkräfte beteiligt. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Bronn, Buchau, Büchenbach, Hainbronn, Kirchenbirkig, Körbeldorf, Neudorf bei Pegnitz, Ottenhof-Bernheck, Pegnitz, Pottenstein, Schnabelwaid, Troschenreuth und Waischenfeld sowie die UG-ÖEL des Landkreises. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Auerbach aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, vier Rettungswagen des BRK Pegnitz und des ASB Auerbach, den Bereitschaften des BRK Pegnitz und Creußen, einem Einsatzleiter Rettungsdienst der Malteser sowie einem Notarzt. Zudem waren das THW Pegnitz mit einem Fachberater sowie die Polizei vor Ort.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Gegen 14:15 Uhr konnte schließlich die MoWaS-Entwarnung für die Bevölkerung veranlasst werden. Die Feuerwehren konnten daraufhin ihre Gerätschaften vollständig zurückbauen und die Einsatzstelle verlassen.

Die Einsatzleitung lag beim Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Pegnitz.

Die Ursache des Brandes ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Polizei und des Kriminaldauerdienstes.

Fotos/Text: KBM St. Bleuse

B3 Dachstuhl, Freiwillige Feuerwehr Stadt Pegnitz, UG-ÖEL Landkreis Bayreuth

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