Am Abend des 07. Mai 2026 fand im Sitzungssaal des Landratsamtes Bayreuth ein durch den Fachbereich 6 organisierter Fachvortrag zum Thema Cybercrime, Deepfake und Medienmanipulation statt. Hierzu konnten rund 50 Teilnehmende aus zahlreichen Feuerwehren und des BRK begrüßt werden.
Landrat Florian Wiedemann begrüßte die Anwesenden als Hausherr gemeinsam mit Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt als ständige Vertreterin des Kreisbrandrates. Referent des Abends war der Leitende Oberstaatsanwalt und stellvertretende Leiter der Zentralstelle Cybercrime Bayern, Herr Thomas Goger.
Im Rahmen des Fachvortrags wurde eindrucksvoll aufgezeigt, wie leistungsfähig moderne KI-Technologien im Bereich der Medienmanipulation inzwischen geworden sind. Bereits wenige öffentlich verfügbare Fotos oder kurze Sprachaufnahmen reichen heute aus, um täuschend echte Bild-, Audio- oder Videomanipulationen zu erstellen. Besonders das sogenannte „Voice Cloning“ sowie Deepfake-Technologien entwickeln sich rasant weiter und sind mittlerweile mit frei zugänglichen Anwendungen nutzbar.
Dabei wurde deutlich, dass insbesondere Inhalte aus sozialen Netzwerken, Videos, Gruppenfotos oder Sprachaufnahmen als Grundlage für missbräuchliche Manipulationen dienen können. Die Möglichkeiten reichen vom realistischen Gesichtstausch bis hin zur täuschend echten Nachbildung von Stimmen und Videosequenzen.
Gerade für Feuerwehren sowie Kinder- und Jugendfeuerwehren unterstreicht dies die zunehmende Bedeutung eines sensiblen und verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien. Öffentlich geteilte Inhalte, Fotos von Übungen oder Veranstaltungen sowie Sprach- und Videoaufnahmen können potenziell missbraucht werden. Umso wichtiger ist es, Einsatzkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie junge Mitglieder frühzeitig für die Risiken digitaler Manipulationen zu sensibilisieren und Medienkompetenz aktiv zu fördern.
Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, dass die fortschreitende Digitalisierung neben zahlreichen Chancen auch neue Gefahren und Herausforderungen mit sich bringt. Der bewusste Umgang mit digitalen Inhalten sowie die Sensibilisierung für mögliche Manipulationen werden künftig eine immer wichtigere Rolle – auch innerhalb der Feuerwehren – einnehmen.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt bei Referent Thomas Goger mit einem Präsentkorb für den informativen und eindrucksvollen Vortrag.
Ein herzlicher Dank gilt zudem dem Vorzimmer des Landrates, das bereits im Vorfeld in die Vorbereitung der Veranstaltung eingebunden war. Ebenso gilt ein besonderer Dank dem Hausmeister des Landratsamtes sowie den Kameraden der Kreisbrandinspektion, welche die Veranstaltung am Abend mit großem Engagement begleitet haben und durch ihre Unterstützung einen reibungslosen und professionellen Ablauf wesentlich mit ermöglicht haben.
Die Teilnehmenden kamen aus den Feuerwehren Birnstengel, Busbach, Eckersdorf, Gefrees, Gesees, Glashütten, Kirchenlaibach, Kirchahorn, Lindenhardt, Mistelbach, Mistelgau, Neudorf, Obernsees, Oberwarmensteinach, Pegnitz, Plankenfels, Plech, Rabeneck, Speichersdorf, Waischenfeld, Weidenberg, Weidensees, Windischenlaibach, der Feuerwehr Stadt Bayreuth, der Kreisbrandinspektion sowie dem BRK Kreisverband Bayreuth.
Fotos/Text: KBM St. Bleuse









